Die AnimagiC stand dieses Mal etwas unter dem Motto von Sword Art Online, also ist es mal wieder Zeit ein Fanrt auszugraben, damit der Erlebnisbericht auch passend eingeleitet wird. ^^

Wie in den vergangenen Jahren zuvor fand die AnimagiC wieder Ende Juli (genaugenommen 26.-28.) in Bonn in der Beethovenhalle statt. Shiina wird mir übrigens bei den Panelberichten dies Mal aushelfen, damit die Menge überhaupt zu bewältigen ist.

Ein paar Minuten vor Einlass trafen Wackel, JimmPantsu, oldsqL und ich am Gelände ein und waren erstmal ziemlich überrascht, dass ein leerer Parkplatz direkt vor dem Eingang auf uns wartete. So konnten wir dann auch zunächst die überraschend lange Schlange beobachten, die sich vor der Kartenabholung gebildet hatte. Da JimmPantsu und ich „nur“ unsere Pressekarten holen mussten und die Schlange dafür bedeutend kürzer war (sagen wir 2-3 Leute), war zumindest dies schnell abgeschlossen für uns beide. Wie nicht anders zu erwarten war, war der Außenbereich wieder eingezäunt worden, wobei man nahezu komplett alles wieder mit Werbung der Sponsoren bedruckt hatte, so dass der Zaun zumindest Anime/Manga/Videospiel-mäßig aussah. Als Fotohintergrund eignet sich das natürlich schlechter, aber irgendwie haben die meisten wohl eh das Thema Cosplay-Fotografieren innerhalb des Zauns mittlerweile aufgegeben, zumindest wenn es um mehr als kurze Schnappschüsse geht. Die Outdoor-Stage befand sich wieder in der hinteren Ecke neben dem Eingang und bot so reichlich Platz für Zuschauer. Allerdings fiel auf, dass der Rasen an vielen Stellen Kies wich, da das Gras scheinbar wohl die Anwesenheit von einem Zirkus  auf dem Gelände nicht überlebt hatte (so hörten wir); das machte den Außenbereich natürlich nicht unbedingt hübscher.

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Auch das Rote Kreuz hatte draußen aufgebaut, denn bei den sehr hochsommerlichen Temperaturen muss sich jemand u.a. um die Leute kümmern, die dank zu wenig Flüssigkeitsaufnahme umkippen…aber dagegen gibt es ja die Catering-Area, wo man z.B. die lebenswichtigen Getränke kaufen konnte. Allerdings hätten diese ruhig etwas günstiger sein können (3€ für 0,5L + 1 € Pfand, wenn ich mich recht erinnere), denn bei diesem Klima sollte man dann nicht aus Geldmangel bei den Getränken sparen. Ab Samstag, wenn ich mich recht erinnere, hing auch ein „Keine Getränke“-Schild über dem Einlass ins Gebäude, was mich auch ziemlich erstaunte. Innen waren es an vielen Stellen auch deutlich mehr als 25°, wie soll man denn da ordentlich trinken, wenn man keine Getränke mitnehmen darf? Ob sich das nur auf offene Getränke bezog, kann ich nicht sagen, denn meine Wasserflasche in der Tasche habe ich schon die ganze Zeit bei mir gehabt, und kontrolliert wurde bei mir nichts (außer natürlich das Bändchen). Das Essen fand ich auch nicht gerade preiswert und ich hörte auch, es war größtenteils weniger schmackhaft. Ich hatte mir nur am Sonntag eine Portion Pommes geholt, welche für 2€ das beste Preis-Leistungs-Verhältnis boten. Diese waren ganz ok, und bei dem Preis konnte ich auch wirklich nicht meckern. Allerdings finde ich schon, dass die Preise für Essen und Trinken gerade bei der AnimagiC etwas humaner sein sollten, da die Leute immerhin schon Eintritt für den Außenbereich zahlen. Natürlich sorgt das auch dafür, dass vermutlich weniger Kundschaft dort auftaucht, aber das ist nun mal der Nachteil eines eingezäunten Außenbereichs. Zumindest sollte das Essen dann zumindest ein allgemein zufriedenstellendes Preis-Leistungs-Verhältnis haben, denn man darf nicht vergessen, dass eine Anime-Convention in der Regel ein jüngeres Publikum hat, das nicht so viel Geld hat wie z.B. Messebesucher. Und bei manch anderer Convention kommt das Essen deutlich besser an.

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Dieses Mal gab es sogar ein kleines Maid-Café namens Strawberry Sundae, das ich aber nur von außen sah. Auch CosBase hatte ihr Zelt wieder draußen aufgeschlagen und bot wieder kostenlos an, sich ein professionelles Fotos vom seinem Cosplay erstellen zu lassen. Am Sonntag wurden diese Fotos dann auch in einer Slideshow bei der Verabschiedung gezeigt. Zudem gab es neben allerlei Sitzmöglichkeiten auch sanitäre Anlagen draußen für die Leute, die nur ein Außenticket erworben hatten. Auftritte auf der Außenbühne habe ich aus Zeitgründen nicht selbst gesehen, aber auch dieses Mal boten sogar wieder 2 der 3 japanischen Music-Acts dort jeweils ein Konzert (Eir Aoi und ZWEI) und natürlich traten z.B. diverse Sängerinnen wie Mitsuki oder Shiroku, die Taiko Trommler von Amaterasu Taiko oder die Live-Band Ongaku no Kara dort an den 3 Tagen auf. Zumindest bekommen Besitzer des Außentickets doch einiges geboten, allerdings ist das Ambiente immer noch ganz anders als in den Jahren vor dem Zaun. Damals war es einfach ein toller Anblick war, wenn die ganze Wiese von Cosplayern belagert wurde. Zwar finde ich die Gründe für den Zaun verständlich, aber zumindest cosplaymäßig leidet die Convention immer noch unter dieser Entscheidung. Zwar findet man natürlich noch viele Cosplayer unten am Rhein, aber meinem Gefühl nach ist die Cosplayer-Dichte weitaus geringer auf der AnimagiC als auf anderen Conventions. Da dieser Teil der Szene aber für viele einen wichtigen Teil einer Convention ausmacht, ist diese Entwicklung etwas traurig. Zum Glück kann die AnimagiC aber beim Programm punkten, so dass ich das alles persönlich gar nicht so schlimm finde, aber früher wirkte die Convention einfach von außen weitaus freundlicher und einladender und das wirkt sich auch etwas auf die Stimmung aus, denke ich. Immerhin spielte dieses Jahr das Wetter soweit mit, dass man sich meistens nicht über zu wenig Sonne beklagen konnte, eher zu viel…^^

Ich schlüpfte dann schnell in den Eingang, als die Einlasstüren sich ziemlich pünktlich öffneten, und brachte meinen Bring&Buy-Kram weg, was auch recht fix ging, da die Nummernausgabe und Abgabe zum Glück getrennt waren und die meisten Leute wohl zuerst in den Händlerraum nach der Öffnung der Tore strömten. Und wo ich gerade bei dem Thema bin: Der Händlerraum der AnimagiC (zumindest seit dem Umzug nach Bonn) war schon immer dafür bekannt, dass die klimatischen Bedingungen etwas extrem werden können…niedrige Decke, viele Menschen, schlechte Belüftung und dieses Jahr sorgten die „tropischen“ Bedingungen vor der Tür dafür, dass man dort noch weniger Zeit verbringen wollte. Dieses Jahr war ich mutig genug, mich mal kurz in die hinteren Bereiche später am Tag reinzuwagen und mir wurde fast schlecht bei der Luft…

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Nun gut, händlermäßig bieten anderen Conventions doch etwas mehr Auswahl, aber die meisten bekannten Vertreter konnte man dort antreffen. Viel Zeit für die Suche nach Plagiaten hatte ich nicht, aber zumindest bei Figuren sollte man bei der AnimagiC eigentlich immer auf der sicheren Seite sein und auch ansonsten fiel mir nichts groß auf. Manch Tasche war vielleicht nicht lizenziert, aber wie gesagt, genau hingeschaut habe ich nicht. Immerhin findet man auf keiner anderen Convention so viele Aussteller, so dass man auch ordentlich Zeit damit verbringen kann, mal direkt die Publisher etwas auszufragen.^^ Dieses Jahr schaute ich zumindest wieder bei Kazé, peppermint anime und Universum Anime vorbei und auf viele meiner Fragen konnte ich interessante Antworten erhalten und es macht einfach wieder jede Menge Spaß, mal etwas mehr über die Hintergründe zu erfahren. Zu Anime House als letzten Anime-Publisher schaffte ich es nicht, und Animaze war da, aber die habe ich eh irgendwie aufgegeben mittlerweile…

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Bei den Mangaverlagen bin ich nicht tief genug in der Materie drin, aber mit Carlsen, Cursed Side, EMA und Tokyopop fand man die wichtigsten vor Ort. Auch spielemäßig fährt die AnimagiC wie in den letzten Jahren große Geschütze auf, denn Nintendo, Square Enix und Namco Bandai boten „Anspielstationen“ und hatten einiges an aktuellen, oft noch nicht veröffentlichten Titeln dabei. Das ist für mich immer eine feine Erweiterung des Games-Rooms, den es natürlich auch gab.

Nach meinem kurzen Rundgang traf ich JimmPantsu, Wackel und oldsqL wieder draußen an, da letztere mittlerweile auch ihre Karten erhalten hatten, denn die Schlange war offenbar wirklich nicht kurz. Wir schauten uns zunächst die Charity-Auktion an, die klar zeigte, dass manche Leute offenbar mit hohen dreistelligen Beträgen an Bargeld auf Conventions gehen, denn für viele der signierten Banner, Poster und Shikishis legten die Bieter gerne mal mehrere hundert Euro hin…

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Die komplette Liste an angebotenen Artikeln lässt sich noch auf der AnimagiC-Seite einsehen. Überraschend fand ich, dass das The Sky Crawlers-Poster, signiert von Mamoru Oshii, mit am wenigsten eingebracht hat, nämlich rund 30€. Dabei ist er wohl der bekannteste Name, der während der Signierstunde gefallen ist. Immerhin hat er ja u.a. bei Ghost in the Shell Regie geführt. Das war dann auch der Artikel, bei dem ich kurz etwas mitgeboten hatte, da ich verhindern wollte, dass der Artikel für 15€ weggeht…

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Naja, immerhin ist die Auktion eine gute Möglichkeit für einen guten Zweck sehr viel Geld auszugeben. Ich frage mich allerdings, wo die Gewinner z.B. diese riesigen Banner aufhängen wollen…?

Dann nutzten wir das nun trockene Wetter und schauten uns am Rhein etwas um, der wie immer mehr Cosplay bot als der abgezäunte Bereich. Wenig später machte ich mich dann allerdings zur Eröffnungssignierstunde auf, was die einfachste Möglichkeit ist, von den Mangaka eine Signatur zu bekommen, zudem konnte ich so auch langsam mal mein signiertes AnimagiC 2005 Poster gegen die 2013-Variante austauschen (leider vergaß ich die Rolle in JimmaPantsu’s Auto…). Hideo Baba (der Tales of-Produzent) war allerdings z.B. zu dem Zeitpunkt noch nicht auf der Convention und JAM Project gaben nur Unterschriften in ihren Signierstunde nach dem Konzert. Als nächster Programmpunkt folgte dann die Eröffnungsfeier.

Zunächst haben Ongaku no Kara kurz der AnimagiC ein extra geschriebenes Lied zum 15. Jubiläum gesungen, das auch sehr selbstironisch z.B. auf eine gewisse andere große Convention anspielen durfte. Auch der „Umzug“ von Koblenz nach Bonn wurde natürlich thematisiert und ich fand allgemein dieses Einstieg sehr gelungen.

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Zwar musste Thomas Webler dieses Jahr alleine moderieren, da sein Co-Moderator gerade in Australien (mit einer offensichtlich nicht-wirklichen „Live“-Schaltung dufte er kurz „vorbeischauen“), aber das klappte durchaus gut.

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Auch die Gewinner des Pimp my Character Wettbewerbs wurden wieder auf die Bühne gebeten.

Dann folgte der AnimaniA-Award, gleichzeitig die Gewinner jeder Kategorie zu fotografieren und zu twittern gelang mir nicht, aber so kann ich nun zumindest die Infos noch meinen eigenen Tweets entnehmen.^^

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Bester J-Movie: 1. Gantz 2. Hara-Kiri – Tod eines Samurai 3. Guilty of Romance

Bester J-Music Act: 1. An cafe 2. L’Arc-en-Ciel 3. LM.C

Bestes J-Game: 1. Final Fantasy 13-2 2. Kingdom Hearts 3D 3. One Piece: Pirate Warriors

Beste OVA: 1. .hack//Quantum 2. Rurouni Kenshin: Trust & Betrayal 3. Black Lagoon: Roberta‘s Blood Trail

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Bester Movie: 1. One Piece: Strong World 2. Full Metal Alchemist: The Sacred Star of Milos 3. Children who chase lost voices

Bestes Character Design 1. Takahiro Kishida (Madoka Magica) 2. Keigo Sasaki (Blue Exorcist) 3. Chizuru Kobayashi / Shinichi Yamaoka (Pandora Hearts)

Beste Regie: 1. Tensai Okamura (Blue Exorcist) 2. Akiyuki Shinbo (Madoka Magica) 3. Takao Kato (Pandora Hearts)

Bestes Studio: 1. A-1 Pictures (Blue Exorcist) 2. SHAFT (Madoka Magica) 3. XEBEC (Pandora Hearts)

Beste TV-Serie: 1. Blue Exorcist 2. Madoka Magica 3. Pandora Hearts

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Bester Manga National: 1. Kei Ishiyama – Grimms Manga Fanbuch 2. Evelyne Bösch – Feed me Poison 3. David Füleki – Blutrotkäppchen

Manga International: 1. Kazue Kato – Blue Exorcist 2. Yuuki Kodama – Blood Lad 3. Yukito Ayatsuji / Hiro Kiyohara – Another

Special Award: Mein Nachbar Totoro (der Film wurde dieses Jahr 25 Jahre alt…und erschien dieses Jahr in Deutschland auf Blu-ray)

Die Ergebnisse sind recht typisch für den deutschen Markt, Blue Exorcist ist einfach bekannter als Madoka Magica, wobei man immerhin sagen kann, dass die Serie zu den hübscheren A-1 Pictures Produktionen gehört, so dass man hier weniger mit den Augen rollen muss als damals bei Vampire Knight und Deen…

Dann durfte Eir Aoi auf die Bühne, leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, welches Lied sie gesungen hat, nur an die übersteuernden Boxen…

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Nachdem die deutschen Mangakas kurz auf die Bühne geholt wurden, fuhr man mit den japanischen Ehrengästen fort:

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Takakaki Kosaka: Präsident von Nitroplus (Visual Novels wie Demonbane, Togainu no Chi, Steins;Gate, hat z.B. mitproduziert an Gargantia on the Verdurous Planet)

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Gen Urobuchi (Scripts / Series Composition bei Madoka Magica, Psycho-Pass, Gargantia on the Verdurous Planet, „Autor“ der Visual Novels Saya no Uta, Phantom of Inferno, Autor von Fate/Zero)

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Yuuki Kodama (Mangaka von Blood Lad)
Fujiko Kosumi  (Mangaka von Samurai Drive)
Aya Shouoto (Mangaka von He‘s my Vampire, Stray Love Hearts, Kiss of Rose Princess)
ZWEI (Openings bei Robotics;Notes VN/Anime, Memories Off – Yubikiri no Kioku VN)
Eir Aoi (OP2 bei Sword Art Online, ED1 bei Fate/Zero)
JAM Project (zu viel alleine für Beispiele)

Der Produzent der Tales of-Spiele Hideo Baba und die Produzenten der One Piece  Pirate Warriors Spiele Koji Nakajima und Hisashi Koinuma nahmen an der Eröffnung nicht teil, da sie noch nicht angereist waren zu dem Zeitpunkt.

Auch fehlte zu dem Zeitpunkt (wenn ich mich recht erinnere) noch Shinichiro Kashiwada (Produzent von u.a. Sword Art Online), der für Tomonori Ochikoshi einsprang, der aus persönlichen Gründen absagen musste.

Natürlich erzählten  die anwesenden Ehrengäste jeweils noch ein paar erste Eindrücke von Deutschland und dann war die Eröffnungsveranstaltung auch schon abgeschlossen.

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Im Anschluss fand dann das Konzert von JAM Project statt, für das ich mich von den anderen trennte. Der Festsaal war deutlich weniger gut besucht als im letzten Jahr bei Kalafina, aber dafür hatten sich viele schon am Anfang des Konzerts direkt vor die Bühne bewegt, anstatt auf den Plätzen sitzen zu bleiben. Zwar wurden vorne keine Stühle weggeräumt und teilweise stellten sich die Leute vorne in den Gang, aber anders als bei manch anderen Konzert auf Conventions wurde letzteres auch zugelassen. Vielleicht sollte man einfach gleich die ersten Stuhlreihen entfernen, damit vorne mehr Konzertatmosphäre herrschen kann. Während der ersten beiden Lieder durfte sogar offiziell fotografiert werden und da ich dies dann am 2. Konzert am Samstag auch tat (oldsqL kam dieses Mal dann mit), fasse ich die beiden Konzerte hier nun einfach zusammen.

Es gab übrigens Unterschiede bei der Liedauswahl, aber auch viele Parallelen. Da ich wenig Ahnung von ihren Werken habe, fiel mir das Erkennen der Lieder natürlich schwer, aber ich fand hier Setlists, ohne Gewähr natürlich von meiner Seite.

Freitag / Samstag:

01. VICTORY (OP des PS2-Spiels Super Robot Wars MX)
02. Hagane No Messiah (OP/ED des PS1-Spiels Super Robot Wars Alpha Gaiden) / Bouken-Oh ~ Across the Legendary Kingdom (Ragnarok Online RWC2009 Image Song)
03. GARO ~SAVIOR IN THE DARK~ (OP der Live-Action-TV-Serie Kiba Okami Garo)
04. Believe in Nexus [Masaaki Endoh] (OP4 von Yu-Gi-Oh! 5D)
05. We Are! [Hiroshi Kitadani] (OP1 von One Piece)
06. Rondo ~revolution~ [Masami Okui] (OP von Revolutionary Girl Utena) / Get Along [Masami Okui] (OP von Slayers)
07. Makka na Chikai [Yoshiki Fukuyama] (OP von Busou Renkin) / PLANET DANCE [Yoshiki Fukuyama] (Insert Song in Macross 7)
08. Chala Head Chala [Hironobu Kageyama] (OP1 von Dragonball Z)
09. KIZUNA / HERO
10. GONG (OP des PS2-Spiels Super Robot Wars Alpha 3) / SOULTAKER (OP von The SoulTaker)
11. Rescue Fire (OP der Live-Action-TV-Serie Tomica Hero: Rescue Fire)
12. Zugabe: SKILL (OP des PS2-Spiels Super Robot Wars Alpha 2)

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Ich kannte zuvor nur Masami Okui (durch Slayers) und Masaaki Endoh (durch das Carnival Phantasm Ending „Fellows“), zumindest sind davon CDs in mein Regal gewandert, aber da Konzerten auf Conventions oft recht positiv gegenüber eingestellt bin, war für mich klar, dass ich hier eh vorbei schauen muss. Immerhin haben sie sogar mal eine Cover-Version (die sogar als Single erschien) vom Lucky Star OP gemacht. Im Verlaufe des Konzerts dachte ich mir dann aber: Hier wurde bei der Ankündigung etwas sehr falsch gemacht, denn zwar erwähnte das Programmheft, welche Titel die einzelnen Mitglieder als Solokünstler gemacht hatten, aber dass sie diese dann teilweise auch spielen werden, stand nicht direkt drin. Ich rechnete als JAM Project-Neuling auch nicht damit, dass jeder ein einzelnes Lied aus seinem Solo-Repertoire singen wird, so dass ich doch dann etwas baff war, als das während des Konzerts angesagt wurde (Hironobu Kageyama verwendete hierfür sogar sehr verständliches Englisch). Wie man in der Setlist oben lesen konnte, hörte man nun also live die OPs der Originalkünstler von z.B. Dragonball Z oder One Piece. Lieder, die fast jeder Animefan kennt…aber ich glaube, das ahnte nur ein Bruchteil der AnimagiC-Besucher. Zumindest war der Saal eher weniger gut gefüllt und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Interesse gerade bei diesen Titeln so klein sein kann. Das hätte man besser kommunizieren sollen.

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Im übrigen waren die beiden Konzerte wirklich toll und die 5 sind sehr aktiv auf der Bühne und strahlen eine ungeheure Lebensfreude aus. Auch wenn man viele Lieder nicht kannte, hatte man trotzdem sehr viel Spaß, was nun wirklich nicht selbstverständlich auf einem Konzert ist. Und ich muss auch sagen, auch wenn ich keinerlei Interesse an Dragonball Z habe: Das OP live zu hören, ist schon ein schönes Erlebnis gewesen. Für mich war ja unter anderen Slayers ein Einstieg in die Anime-Welt, so dass ich mich beim 2. Konzert über das OP auch besonders gefreut habe. Die Tonqualität war zwar wie bei den meisten Konzerten auf der AnimagiC alles andere als perfekt, aber es war noch in Ordnung, fand ich. Manch einer beschwerte sich im Nachhinein über die Lautstärke, aber da frage ich mich immer, ob diese Leute schon mal auf einem „normalen“ Konzert waren. Ich bin da wenig sensibel, aber irgendwie kann ich da sensibleren Gemütern nur empfehlen, sich Ohropax mitzunehmen. Konzerte sind nun mal laut und besonders außergewöhnlich war dieses in dieser Hinsicht meiner Meinung nach wirklich nicht.

Im Anschluss folgte die Signierstunde, bei der es „nur“ 100 Unterschriften geben sollte. Zudem sollten Leute bevorzugt werden, die Originalmerchandise kaufen. Letztes Jahr bei Kalafina war ein CD-Kauf nötig, aber damals gingen diese am Samstag viel zu früh aus. Ich wollte mir nur von Masami Okui (Slayers Next OP/ED Singleund Masaaki Endoh (Carnival Phantasm ED-Single) unterschreiben lassen und hoffte einfach, dass das irgendwie geht. Zum Glück war ich ungefähr Nr. 50, als ich den Raum zum Unterschreiben betrat und tatsächlich musste man Merchandise kaufen. Allerdings gab es eine recht große Auswahl und ich entschied mich einfach für das Clear File, was mit 4€ wirklich bezahlbar war. So konnte ich mir von zweien mir meine CDs unterschreiben lassen und die anderen drei nutzten das Clear File…wenn man schon mal da ist. „Hände geschüttelt“ hat dann jeder auch noch, wenn ich mich recht erinnere. Schwer zu sagen, wie viele Leute kein Autogramm an dem Tag bekommen haben, aber wenn man halbwegs rechtzeitig nach dem Konzert aus dem Saal verschwunden war, hätte es eigentlich klappen müssen. Ich fand zumindest angenehm, dass man auch gut bezahlbares Merchandise erwerben konnte, das sich auch zum Unterschreiben eignet. Das schloss dann den Freitag für mich ab.

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Zwar überlegte ich am Samstag bei der Tales-Of-Xillia Präsentation und dem anschließenden Q&A vorbei zu schauen, aber da ich mir sicher war, dass Shiina gerade dieses Panel sehr genau wiedergeben wird, versuchte ich lieber möglichst früh bei der gemeinsamen Signierstunde von ZWEI, Gen Urobuchi und Takaki Kosaka zu sein (ich war auch durchaus erfolgreich ^^). Dann stand das Eir Aoi im Festsaal auf dem Programm. Mir gefiel das Konzert sehr gut, es war nur etwas seltsam, dass man vor Beginn des Konzertes aufgefordert wurde, sich hinzusetzen, Eir Aoi dann aber schnell die Leute wieder aufforderte, sich wieder hinzustellen. ^^;

Da sie bislang nur ein Album hat, konnte man sich zumindest sicher sein, dass sie alle ihre bekannten Titel singt, was für mich das Fate/Zero ED1 (Memoria) und das Sword Art Online OP2 (Innocence) waren. Sie „coverte“ aber auch von letzterer Serie das ED2 (Overfly), das eigentlich von ihrer „Kollegin“ Haruna Luna gesungen wird. Da die beiden z.B. in den USA auch zusammen aufgetreten sind, macht das auch durchaus Sinn. Im Hintergrund liefen auf der Leinwand dann auch passende Videos zu den beiden Serien.

Den Nachmittag füllte ich mit etwas Cosplay-Suche und mit dem Besuch der Namco Bandai – Signierstunde, die sehr gut besucht war, wobei ich mich auch nur für eine Unterschrift von Hideo Baba interessierte. Zwar wollte ich die One Piece Pirate Warriors Spiele auch mal antesten, aber besitze noch keins davon, also hätte ich eh nichts zum Unterschreiben für die Produzenten gehabt. Als nächster Programmpunkt war dann das Madoka Magica Q&A mit Gen Urobuchi dran, das noch einen eigenen Artikel bekommen wird. Davor wurde auch der 1. Film gezeigt, aber da ich ihn 2 Tage vorher schon zu Hause gesehen hatte, ersparte ich mir die Vorstellung. Ich ließ mir aber bei der Gelegenheit in der anschließenden Signierstunde die passenden Blu-rays signieren (dank dem Verkauf der Filme auf der Con war ich auch nicht der einzige^^).

Nun ließen wir uns mal wieder an der frischen Luft blicken, bis oldsqL und ich uns zum zweiten JAM Project Konzert aufmachten und danach war dann auch der 2. AnimagiC-Tag für uns vorbei.

Am Sonntag wunderte ich mich dann mal wieder etwas, dass die Convention an diesem recht kurzen Tag erst um 11:00 öffnet, aber man kann ja auch gut Zeit z.B. mit Pommes zum Frühstück im Außenbereich totschlagen. ^^

Da die Panels bei dieser Convention äußerst gut besucht waren, versuchte ich dieses Mal etwas früher für das Sword Art Online Q&A zu sein, und irgendwie gelang es oldsqL und mir hinter Shiina jeweils die Außenplätze vorne an der Wand einzunehmen. Nicht unbedingt perfekt, um die erste Folge Sword Art Online mit deutscher Synchronisation zu gucken, aber so war man den Ehrengästen für das Panel (für die Aufnahme) näher, bzw. kam auch bei der Signierstunde schneller dran. Anwesend waren hier Shinichiro Kashiwada (Produzent von u.a. Sword Art Online, Oreimo 2), Eir Aoi (Sängerin vom OP2), Patrick Keller (deutscher Sprecher von Kirito) und Peter Lehn (deutscher Sprecher von Sugou Nobuyuki). Sehr schön fand ich, dass die deutschen Sprecher sich hier auch etwas mehr mit der Materie beschäftigt hatten und auch privat Interesse für Anime hatten, so dass weniger distanziert waren als man das manchmal bei deutschen Sprecher auf Conventions erlebt. Auch hier wird es noch einen eigenen Artikel geben.

Nun versuchte ich mal kurz meinen Bring&Buy-Kram abzuholen (es lohnte sich wieder), was zwar etwas länger dauerte als das Abgeben, aber zeitlich immer noch sehr in Ordnung war und wir schauten im Anschluss beim ZWEI-Konzert im Festsaal vorbei.

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(leider sind nur die Fotos von der Sängerin halbwegs etwas geworden)

Auch hier war die Stimmung wirklich gut, die Tonqualität zwar wieder alles andere als optimal, aber immer noch erträglich. Vor allem die Sängerin spielte sehr gut mit dem Publikum und man merkte sehr gut, dass sie sehr viel Spaß hatte. Zwar verpassten wir wohl das Robotics;Notes OP1 zum Anime, da wir etwas später erst da waren, aber hörten dann immerhin noch das Opening zum Spiel.

Dann schauten Wackel, JimmPantsu und ich bei JAM Project-Panel vorbei, das anders als die anderen Q&As sogar eine Stunde ging. Auch hier werde ich noch einen eigenen Artikel liefern.

Leider konnten wir unsere guten Sitzplätze nicht behalten und mussten vor dem Gargantia on the Verdurous Planet Panel den Raum kurz wieder verlassen, sicherten uns aber einfach gleich vorne in der Schlange gute Plätze, so dass wir dann schließlich doch wieder ganz gut sitzen konnten. Es wurde zunächst die erste Folge mit englischen Untertiteln gezeigt, bei der aber zunächst der Ton fehlte. Dieses Problem konnte aber zum Glück recht schnell gelöst werden. Im Anschluss kamen dann Takakaki Kosaka (Produzent) und Gen Urobuchi (Series Composition, Konzept und Scripts zu Folge 1 und 13) rein und Takakaki Kosaka begann damit anhand von Konzeptzeichnungen und Charakterdesigns die Entstehung eines solchen Originalanimes zu erklären. Die Präsentation war gut gemacht und verständlich und wurde lebhaft vorgetragen. Bei mir wurden dann sogar dadurch sogar eine Frage beantwortet, die ich eigentlich stellen wollte. Im Anschluss folgte dann das Q&A, bei dem ich sogar selbst es mal wieder wagte Fragen zu stellen. Mehr dazu dann in einem späteren Artikel. ^^

Nach dem Q&A wurden auch wieder etwas verlost, die obligatorische Signierstunde begann und Gen Urobuchi ließ sch am Ende mit den anwesenden Gargantia-Cosplayern ablichten. Für mich war das Panel das Highlight der Convention, da ich die Serie sehr gerne mochte und mir das Q&A durchaus neue Erkenntnisse brachte.

Nun stand nur noch die Abschlussveranstaltung auf dem Plan.

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Sehr gut gefiel mir, dass wieder wieder „Show Acts“ wie Daijoubu oder Shiroku für einen kurzen Auftritt auf die Bühne kamen, genau wie auch JAM Project und ZWEI (letztere mit dem Robotics;Notes OP) das lockert eine Abschlussveranstaltung angenehm auf.

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Natürlich kamen auch die Ehrengäste wieder kurz auf die Bühne, um kurz noch einmal ein paar Worte an die Besucher zu richten.

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Zwischendurch wurde sich auch noch nett bei den Helfern bedankt und dann endete die Convention wie sie angefangen hat: Mit einem Auftritt von Ongaku no Kara mit ihrem Jubiläumslied.

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Ach, und die Ankündigung des Termins für das nächste Jahr gehört mittlerweile auch zur Tradition.

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Überrascht wird bei dem Datum vermutlich niemand sein. ^^;

Damit war nun auch diese AnimagiC für mich vorbei und ich kann sagen, dass sie mir gut gefallen hat. Wie bei keiner anderen Convention in Deutschland bekomme ich so viel für mich interessantes Programm geboten, so dass ich sogar einige Programmpunkte gar nicht wahrnehmen konnte. Z.B. hätte ich mir auch gerne noch ein Q&A Panel von Yuuki Kodama (Blood Lad) angeschaut oder das Panel von peppermint anime zum Thema Simulcast, aber dank Überscheidungen mit anderen Punkten ließ sich das einfach nicht mehr unterbringen. Zwar könnte man immer noch interessantere Ehrengäste für die einige der Q&A Panels rüberholen (vor allem aus dem kreativen Bereich), aber man trifft meinen Geschmack schon ausgesprochen gut. Vor allem war natürlich Gen Urobuchi für mich ein Highlight und auch musikalisch gesehen war ich sehr zufrieden mit den angebotenen Künstlern. Durch die Anwesenheit der Anime-Publisher kann man auch zwischen den Programmpunkten sich noch etwas informieren und gelangweilt habe ich mich keine Minute auf der Convention, also konnte ich die Vorteile einer „Industrieconvention“ gut nutzen. Zumindest wenn man Ehrengäste und viel Programm haben möchte dann führt an der AnimagiC kein Weg dran vorbei.

Atmosphärisch hat sie sie zwar dank Zaun ihre Probleme und die Besucherschaft ist ganz anders aufgebaut als auf anderen Conventions, allerdings ist das für mich auch eine sehr angenehme Abwechslung zu den anderen Conventions, die fanorganisierter sind. Die Eintrittspreise sind natürlich höher, aber wenn man sich für das Programm interessiert, bekommt man mehr als genug geboten. Und man profitiert auch davon, dass die Convention allgemein etwas professioneller organisiert ist und die Verschiebungen sich z.B. meinem Gefühl nach stärker in Grenzen halten. Da die AnimagiC dieses Jahr wieder ausverkauft war, ist sie offenbar auf dem richtigen Weg und erreicht einfach auch andere Besucher als der Rest der Conlandschaft in Deutschland. Es ist nur schade, dass es in dem Gebäude keinerlei Möglichkeiten zum Vergrößern noch gibt, so dass man das „Programm“ oder den Händlerbereich leider nicht mehr weiter ausbauen könnte, auch wenn man z.B. mittlerweile auch noch mehr Besucher erreichen könnte. Wer noch weitaus mehr Gedanken über die Convention hören möchte, sollte unbedingt in unseren AnimagiC-Podcast reinhören, wenn er dann dann mal fertig geschnitten ist. ^^

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