Die Serie über das Arbeitsleben in einem Restaurant ging weiter und da ich die erste Staffel sehr mochte, war ich natürlich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Die 2. Staffel macht natürlich mehr oder weniger da weiter, wo die erste Staffel aufgehört hat, d.h. Mahiru Inami hat immer noch panische Angst vor Männern, hat sich aber in ihren Kollegen Souta Takanashi verliebt, der praktischerweise ihr sogar helfen möchte, ihre Phobie zu überwinden. Letzterer mag aber eigentlich nur (platonisch) niedliche Dinge, Kinder und kleine Tiere und sogar eine Highschool-Schülerin findet er eher abstoßend, es sei denn sie ist so klein wie die andere Kollegin Popura Taneshima. Im Verlauf dieser Staffel stellt er aber mit der Zeit doch fest, dass Inami doch langsam für ihn wichtiger wird, wobei er natürlich über ihre Gefühle nichts weiß.

Die andere bisher unerfüllte Liebe des Franchises entwickelt sich auch leicht weiter, denn Koch Jun Satou darf doch der leitenden Kellnerin etwas näher kommen…naja…immerhin freundschaftlich, denn nicht ohne Grund läuft sie wohl mit geschlossenen Augen durch die Welt, denn sie empfängt seine Signale immer noch nicht – aber man merkt, die beiden kommen sich näher. Die restlichen Charaktere machen im Prinzip das gleiche wie in der ersten Staffel, wobei der andere Koch Hiroomi Souma immerhin auch mal etwas netter zur Ausreißerin Aoi Yamada sein darf, wobei ich ihm ziemlich übel nehme, dass er mehr oder verhindert, dass Yamada’s Bruder seine Schwester findet. Ist zwar irgendwie witzig, aber doch etwas arg gemein. Popura Taneshima versucht zu wachsen, was ihr aber immer noch nicht gelingt, aber sie füllt die Rolle des „Opfers“ immer noch sehr niedlich aus. Ein paar weitere neue Charaktere werden auch eingeführt, z. B. Mitglieder als der „Gang“ von der Managerin des Restaurants oder der besagte Bruder von Yamada.

Der Running Gag wird mit der Bedienung, die meistens nur im Hintergrund erscheint, wird übrigens ganz witzig wieder durchgezogen.

Sehr schön finde ich an dem Franchise, dass es sich etwas von anderen Serien in Schul-Settings abhebt, da die Charaktere zwar auch alle recht jung sind, aber man sieht hier mal nicht die üblichen Klassenfahrten und Schulfeste, wobei man der 2. Staffel schon anmerkt, dass ihr etwas die Ideen ausgehen, denn die Charaktere dürfen sich nur ein wenig weiter entwickeln und die meisten Ideen werden eher wiederholt, aber zumindest meistens noch ganz gut ausgebaut. Allerdings hoffe ich, dass man dieser Serie dann mal einen Abschluss in Animeform gönnt, denn wenn z.B. eine dritte Staffel kommen sollte, dann glaube ich nicht, dass man ohne richtiges „Ende“ da noch einmal eine komplette Staffel halbwegs sinnvoll füllen kann.

Zwar wurde in Staffel 2 der Regisseur getauscht, aber das Ergebnis ist relativ ähnlich geworden. Die Animationen sind typisch A1-Pictures, also recht hübsch und flüssig, wobei die Hintergründe teilweise etwas detaillierter geworden sind, aber durch das simple Setting eines Restaurants kann man da auch nicht so leicht glänzen. Wobei ich einige der späteren Folgen optisch etwas unspektakulärer fand als den Anfang der Staffel, aber vielleicht bilde ich mir das auch ein. Das Charakterdesign ist zwar nicht kreativ, aber sehr durchaus niedlich und man kann auch das Alter der Charaktere recht gut erkennen.

Die Seiyuus sind passend besetzt und vor allem Yamada kommt sehr niedlich rüber, wobei Ryou Hirohashi mir nur noch als Kyou aus Clannad im Gedächtnis kleben geblieben ist, was ja doch ein komplett anderer Charaktertyp ist. Und Daisuke Ono (Koizumi aus Haruhi) ist als Jun Satou überzeugend wie immer.

Fanservice gibt’s übrigens gar keinen und der Humor ist auch größtenteils sehr harmlos, wenn man davon absieht, dass sich die Charaktere gegenseitig manchmal etwas ärgern.

Schön finde ich an der Serie, dass die Charaktere sich weniger gut in gängige Animeklischees einordnen lassen. Zwar sind sie nicht vielschichtig, komplex oder gar realistisch, aber es schreit alles nicht so sehr nach Anime wie manch andere Serie. Irgendwie kommt mir das ganze teilweise eher wie eine amerikanische Comedy-Serie vor, die halt einfach nur animiert wurde und natürlich so besser die Charaktere überzeichnen kann und der Slapstick etwas mehr in den Vordergrund rücken kann.

Etwas schwächer fand ich die 2. Staffel aber schon als die erste, da der Serie wie schon erwähnt, langsam die Ideen ausgehen, aber eigentlich fand ich jede Folge immer noch sehr unterhaltsam, also gibt es nur eine kleine Abwertung. Wie immer bewerte ich den reinen persönlichen Spaßfaktor^^.