Bevor ich hier eine kleinen Artikel zu dem gar so ernsten Nichijou OAD präsentiere, verweise ich mal auf das Projekt „#Sing_For_Japan“ mit einem doch sehr ernsten Hintergrund, das vom sonnybastisch Blog ins Leben gerufen wurde, um durch Gesang Mitgefühl für die japanische Bevölkerung zu zeigen. Die Lieder werden alle in einem YouTube-Channel präsentiert, der sich mittlerweile schon ganz gut gefüllt hat. Ich denke, dass ist mal eine kreative Idee und definitiv unterstützenswert!

Auch wenn Japan im Moment definitiv größere Probleme hat als Expresspakete nach Deutschland zu liefern, benötigte die Amazon-Lieferung der Nichijou-DVD auch wieder nur 2 Tage, wobei man bemerken muss, dass es aus Osaka losgeschickt wurde. Zwar ist mir bei der derzeitigen Situation in Japan auch nicht so sehr nach Artikelschreiben zumute und informiere mich lieber über die aktuelle Situation, aber da die DVD/der Manga nun mal so fix angekommen ist, widme ich ihm doch mal fix ein paar Zeilen.

In den letzten Jahren gibt es in Japan immer mehr Mangabände, die optional mit einer Anime-DVD (bzw. bald auch Blu-ray) ausgeliefert werden, sozusagen als Ersatz für OVAs. Meistens handelt es sich um Manga-Serien, die gerade nicht aktuell als Anime produziert werden, wo dann einzelne Kapitel oder Arcs in animierter Form dem Manga beiliegen. Bei Nichijou ist es dagegen wohl eher als Appetitanreger gedacht, denn die laut ANN 13-teilige TV-Serie startet ja schon im April. Und als KyoAni-Fanboy habe ich mir mal ein Exemplar bestellt, denn Kyoto Animation ist ja für die Animationen zuständig^^.

Ausgeliefert wird das ganze in einem kleinen Karton in DVD-Größe.

Innen drin befindet sich dann eine eingeschweißte DVD-Hülle samt DVD und der 6. Band des Nichijou-Mangas (mit einem modifizierten Umschlag).

Im Gegensatz zu anderen Gag-Manga ist der Nichijou-Manga sind die einzelnen „Geschichten“ doch länger als 4 Panel, aber recht simpel gezeichnet, wobei ich das Charakterdesign sehr niedlich finde. Ich habe bislang nur ein paar Kapitel der bösen Scanlation gelesen und ich fand es ganz unterhaltsam, vor allem der sehr schräge Humor bot mal etwas Abwechslung. Zumindest würde ich definitiv eine Übersetzung davon kaufen, aber die Serie würde wohl nur im Westen erscheinen, wenn der Anime wie K-ON! einschlägt…

Neben allerlei Werbung gab’s auch noch eine seltsame Postkarte o_O.

Die DVD hat eine Standard-Hülle samt Inlay verpasst bekommen, könnte sich also ganz gut im Regal machen.

Immerhin gibt’s auch in aufklappbares Einlegeblatt:

Mit mehr physikalischen Inhalt habe ich eh nicht gerechnet, bin also mit dem Gebotenen ganz zufrieden, dann kommen wir doch mal zur eigentlichen Scheibe:

Viele Optionen muss so ein DVD-Menü bei einer Folge eh nicht bieten, also begnügt man sich mit dem Notwendigen. Da die Folge aus 3 „Geschichten“ besteht, kann man diese einzeln anwählen und dann gibt es noch eine Option, um alles abzuspielen (wobei bei mir das gleiche zu passieren scheint, wenn ich die 1. „Geschichte“ auswähle…) und 2 Audiokommentare. Bei dem einen Audiokommentar machen Mariko Honda (Yūko Aioi), Mai Aizawa (Mio Naganohara) und Misuzu Togashi (Mai Minakami) mit und beim anderen Hiromi Konno (Hakase), Minoru Shiraishi (Sakamoto-san) und Shizuka Furuya (Nano Shinonome) mit.

Übrigens muss man sich nicht wundern, wenn die meisten Namen wieder recht unbekannt sind, denn ähnlich wie bei K-ON! wurden wieder die Rollen mit eher unbekannten Sprecher(innen) besetzt, nur Minoru Shiraishi darf natürlich nicht fehlen und er wird wieder durch Hiromi Konno (Akira aus Lucky Star) verstärkt, also vermute ich mal die beiden werden wieder die Events moderieren^^.

Das erste Drittel dreht sich um Mio Naganohara (oben) und Yūko Aioi (unten), die gerade Klausuren zurückerhalten haben.

Leider drückt sich Mio etwas schlecht aus, als sie von dem ganzen Punkt erfährt, den ihre Mitschülerin erreicht hat und nun versucht sie durch allerlei Motivationsworthülsen die nicht allzu helle Yūko wieder aufzubauen.

Der Fortschritt dieser Aktion wird noch einmal bildlich unterstützt…damit KyoAni zumindest noch mal etwas detaillierter animieren darf^^.

Auch wenn einige Charaktere nur kurz gezeigt werden, bin ich nun schon etwas stärker auf die anderen Folgen gespannt^^.

Das 2. Drittel dreht sich nicht nur um Sakamoto-san, aber für mich war der schwarze Kater(?), das Highlight der Folge.

Er kann zwar sprechen und scheint her das intelligenteste Wesen der ganzen Serie zu sein (bislang), aber verfällt doch recht oft wieder in die Verspieltheit einer Katze zurück^^.

In dem Teil geht es übrigens um Hakase, die ihre Medizin nicht nehmen will.

Die Kleine ist erkältet und Nano (unten) will sie gesund pflegen.

Wenn man den Manga kennt, versteht man etwas besser, warum man Nano wohl aufziehen kann^^.

Das letzte Kapitel bietet noch mehr spektakuläre Handlung, denn Mai (unten), Yūko und Mio warten auf den Zug und finden zunächst heraus, was man denn alles machen kann, wenn man alleine auf dem Bahnsteig ist…

…und auch im Zug nutzt man den Mangel an Mitreisenden aus…

Ich habe mal wieder gemerkt, eine Zusammenfassugn von Slice-of-Life zu schreiben ist so spannend wie Erzählungen aus dem Leben von Blogger B aus K an der W, aber zum Glück sind die Charaktere bei Nichijou doch ziemlich abdrehte Typen, die sich recht gut aus Anime-Einerlei abheben, auch wenn man Parallelen zu einigen Standardcharakteren feststellen kann. Mich erinnert das ganze etwas an Pani Poni Dash! (eine SHAFT-Serie, die ich nicht mochte), wurde aber konventioneller inszeniert und der Humor ist etwas „netter“ und eher einfach nur absurd. Wie nicht anders zu erwarten, zeichnet sich die Serie schon wie Haruhi-chan oder Lucky Star nicht gerade durch bahnbrechende Animationen und detaillierte Hintergründe aus, aber für Slice-of-Life dieser Art wird auch nicht mehr benötigt. Immerhin finde ich das Charakterdesign schon mal sehr niedlich und die eher ruhige Musik passt erstaunlich gut. Der Gebrauch von SD-Szenen und anderen Formen von verzogenen Gesichtern ist recht häufig vertreten, aber erinnert mal weniger an KyoAni’s normalen Stil, wobei es ähnliche Passagen auch schon vereinzelt in Haruhi-chan und Lucky Star gab, wenn auch in letzteren eher sehr selten, wenn ich mich recht erinnere.

OP und ED durfte man noch bewundern und man hat offensichtlich gar nicht erst versucht, neue „Zuschauer“ an die Charaktere zu gewöhnen, denn eine richtige Einführung gibt es nicht, aber eigentlich versteht man die Konstellationen schon recht gut, naja, die simple Handlung hilft dabei natürlich auch.

Richtig lachen musste ich nicht bei der Folge, aber ich fühlte mich angenehm unterhalten und ich denke, Kyoto Animation animiert diesen Manga bestimmt nicht, da man aus ihm leicht einen Hit machen kann (manch einer wirft das dem Studio ja gerne vor), denn irgendwie erscheint mir das ganze nicht auffällig genug zu sein, um als sicherer Hit durchzugehen. Also denke ich mal, dass man KyoAni nicht vorwerfen kann, dass sie immer nur das gleiche machen, denn die Serie erscheint für Slice-of-Life doch wirklich sehr absurd zu sein, mit einem Humor, der nicht jedem gefällt. Bei K-ON! war der Hit auch nicht sicher und die meisten waren wohl überrascht (ich habe einige Folgen gebraucht, bis die Faszination mich erreicht hatte), aber Nichijou scheint noch in eine ganz andere Richtung zu gehen.

Übrigens werkeln im Hintergrund doch ganz fähige Leute, z.B. als Regisseur Tatsuya Ishihara (Air, Kanon, Clannad, The Disappearance of Haruhi Suzumiya), da sollte eigentlich nicht zu viel schief gehen^^;.

Ich freue mich zumindest nun um so mehr auf die TV-Serie, denn Slice-of-Life im KyoAni-Stil sagt mir sowohl optisch als auch inhaltlich normalerweise zu und die Vorlage scheint interessant genug zu sein.

Im Moment sage ich mal für die nullte Folge:

Hier die Screenshots noch einmal in unbearbeiteter Form (wobei ich diesmal nur Media Player Classic verwendet habe):