Nach dem Unboxing-Video kommt nun auch mal ein normales Review. ^^;

Die Verpackung

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Es gab eine Abstimmung (siehe unten in dem Artikel) über das Cover der Collector’s Edition und die Fans haben sich für die Verwendung eines Key Visuals entschieden. Die LE (siehe weiter unten) hat dann mehr oder weniger die 2. Variante bekommen. Auf der Plastikfolie war übrigens auch ein FSK-Aufkleber.

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Die Box ist stabil und gut produziert. Etwas schade ist, dass kein Glitzereffekt wie bei der japanischen Fassung für die Musterung an der Seite oder hinten verwendet wurde. Die Inhaltsbeschreibung in Zettelform auf der Rückseite lässt sich relativ leicht rückstandsfrei ablösen. Die Angaben dort sind korrekt, so weit ich das sehen kann.

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Die Amaray orientiert sich am japanischen Vol. 1, wobei das Muster im Cover nicht silber glänzt, sondern normal farbig gedruckt ist. Auch innen orientiert man sich an der japanischen Ausgabe, wobei beim Original die Blu-ray mittig in der Illustration platziert war und hierzulande wegen der Hülle auf der rechten Seite. Dadurch wird Kumin nun verdeckt.

Mir gefällt die Gestaltung der „Verpackung“ gut und ich gehe davon aus, dass man in ähnlicher Form bei den späteren Volumes weiter machen wird.

Die physikalischen Extras

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Der Großteil der Extras befindet sich in einem passend gestalteten Karton.

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Fangen wir mal mit dem „Langweiligsten“ an: Etwas Werbung und eine Postkarte, um über die zukünftige Untertitelfarbe abzustimmen.

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Die Kette soll wohl auch so als „Keychain“ funktionieren, hält sich also nicht sklavisch an die Vorlage, kann aber mit etwas Geschick wohl gut für ein Cosplay verwendet werden.

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Die 7 „Postkarten“ verwenden Zeichnungen der Light Novel-Illustratorin Nozomi Ōsaka. Jeweils eine war damals bei den japanischen Volumes dabei.

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Als weiteres theoretisches Cosplay-Accessoire liegt eine Augenklappe bei, die auf der Rückseite Rikkas goldenes Auge zeigt. Das Design der Klappe orientiert sich näher am Original als echte, medizinische Augenklappen, aber leider sieht es für mich etwas zu aufgedruckt aus, um in der Realität überzeugen zu können. Eine nette Idee ist es aber natürlich. Wie man an dem Aufdruck auf der Rückseite erkennen kann, ist es wohl der gleiche Artikel wie bei der US-Fassung.

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Witzig finde ich die Idee mit den „Tabletten“, die sogar einen liebevoll geschriebenen Beipackzettel haben.

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Da der Anime auf einer Light Novel basiert, passen Lesezeichen natürlich gut.

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Außerdem gibt es noch 2 Aufkleber und ein „Tattoo“.

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Das Booklet hat 44 Seiten (mit Umschlag) und ist komplett farbig. Es nutzt die gleiche Illustration wie das Gegenstück von Vol. 1 in Japan, umfasst aber auch alle Seiten aus dem dortigen Vol. 2. Die Gestaltung der Seiten wurde 1:1 übernommen und dank der guten Arbeit dort bekommen wir auch hierzulande sehr schönes „Lesematerial“. Jede Folge bekommt eine Doppelseite spendiert, die sie kurz mit Hilfe vieler Bildern zusammenfasst. 2 Seiten beschäftigen sich mit Yuutas wilden Herumspringen im Krankenzimmer in Folge 1 aus Animationssicht. Auch das Charakterdesign wird in gleichem Umfang behandelt und durch je 2 Seiten für Rikka und Nibutani noch weiter ausgeführt. Dabei wurden allerdings (wie bei der US-Fassung) ein paar handschriftliche Notizen nicht übersetzt. Der Schule und dem Clubraum werden je Doppelseiten mit Skizzen und Hintergründen spendiert.

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Zu den Charakterdesigns gibt es zusätzlich für Nibutani und Rikka noch je eine Doppelseite mit Accessoires aus der realen Welt und der Chuuni-Welt. Zudem wird der Inhalt von Rikkas Zimmer vorgestellt und der Charakter von Nibutani näher beleuchtet.

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Etwas mehr ins Detail geht es dann in Interviews bzw. „Gesprächen“ zwischen dem Regisseur Tatsuya Ishihara und einmal mit der Charakterdesignerin Kazumi Ikeda und ein anderes Mal mit Jukki Hanada, der sich für die Series Composition und das Drehbuch verantwortlich zeigte. Beides ist sehr unterhaltsam und informativ geschrieben und man erfährt einiges über ihre Sicht auf Chuunibyou und näheres über das Design von Rikka.

Weiter geht es dann mit Doppelseiten zu der Entstehung von Opening und Ending mit reichlich Storyboards und anschließend zu den Chuuni-Zeichnungen von Yuuta und dem Regisseur(!). Abgeschlossen wird das Ganze mit den Endcards, die bei der TV-Ausstrahlung kurz eingeblendet wurden.

Die Limited Edition

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Bei der Box der Limited Edition bedient man sich beim Cover der japanischen Blu-ray, verwendet hier allerdings keine schmimmernde Silberfarbe für das Hintergrundmuster. Hübsch ist sie aber natürlich auch so.

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Da ich die Fassung verlost hatte, konnte ich selbst keinen Blick auf den Inhalt werfen, aber im Prinzip handelt es sich einfach um eine „abgespeckte“ Fassung der CE bei den physikalischen Extras: das Booklet, 4 Artboards (statt 7), 1 Lesezeichen (statt 4), 1 Tatoo und die Chuunibyou-Akut „Tabletten“. Die Blu-ray selbst ist natürlich die gleiche.

Der Inhalt

Der Klappentext:

„Kennt ihr die Chunibyo-Krankheit? Vielleicht seid ihr ja selbst davon befallen? Auch bekannt als das „Achtklässler-Syndrom“, infizieren sich vor allem Mittelschüler, die sich wie Helden einer Fantasy-Welt aufführen. Die Betroffenen glauben, mächtige schwarze Flammen zu beherrschen, kämpfen mit Bratpfannen gegen dunkle Herrscher und zaubern gerne schon mal automatische U-Bahn-Türen auf. Auch Yuuta Togashi litt bis zur 9. Klasse an einer äußerst schweren Form, in der Oberstufe und an einer neuen Schule will er nun aber endlich erwachsen sein und sein Leben als „Dark Flame Master“ hinter sich lassen. Das klappt allerdings nur, bis er auf Rikka Takanashi trifft, die Yuuta als Verbündeten sieht und sein Leben komplett auf den Kopf stellt. Schließlich ist sie im Besitz des „Wahren Auges des bösen Königs“ – glaubt sie zumindest …“

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Rikka und Yuuta sind natürlich nicht die einzigen Protagonisten in der Serie, denn Rikka erhält noch Chuuni-Unterstützung durch die jüngere Sanae Dekomori, die mit ihrem „Mjolnir-Hammer“ ihrer Meisterin zur Seite steht. Bei der obligatorischen Clubgründung ist dann noch Kumin Tsuyuri dabei, die für jede Art von Schlafsitutation das richtige Kissen parat hat, und ein weiterer Charakter, eine Art Love-Interest für Yuuta, in der Form der hübschen und klugen Shinka Nibutani ist auch dabei. Letztere scheint dann aber doch nicht so normal zu sein, wie sie tut…

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Die ersten 4 Folgen sind größtenteils Comedy und man kann nur in Anfängen eine wirkliche romantische Entwicklung entdecken. So bleibt aber viel Zeit den Cast kennen und mögen zu lernen. Vor allem wird viel Humor daraus gezogen, dass man zum einen sieht, wie die Charaktere sich gerade ihre Schaukämpfe vorstellen, man als Zuschauer aber auch sieht, wie sie sich z.B. nur mit Besen über den Boden rollen. Die Handlung spielt größtenteils aus der Perspektive von Yuuta, wobei ganz klar keine Haremsituation entsteht. Viel mehr ist Yuuta eher die Person neben Nibutani, die sich an dem „kindischen“ Verhalten der anderen stört. Natürlich kann er seine Vergangenheit so nicht so leicht abschütteln, was zu der ein oder anderen lustigen Situation führt.

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Im Mittelpunkt steht aber klar Rikka, die einfach unglaublich niedlich wirkt. Sie möchte nicht erwachsen werden und ihr gelingt es sogar öfters coole Momente zu haben – bis man merkt, dass doch alles nur „Schauspiel“ war…sie ist eben Chuunibyou durch und durch. Man spürt bei ihr allerdings auch eine gewisse Traurigkeit und ihre Chuuni-Phrasen lassen sich doch mit etwas Übung entschlüsseln und natürlich gelingt auch Yuuta das nach und nach.

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Ähnlich wie bei Full Metal Panic Fumoffu oder Nichijou kann Kyoto Animation hier wieder klar zeige, dass auch Comedy-Anime von toller Inszenierung und detaillierten Animationen profitieren können. Die „Kameraperspektiven“ sind toll gewählt und auch die hier mal nicht schwarzen Outlines der Charaktere lassen das Bild wärmer wirken, als man es sonst von Anime gewöhnt ist. Die Serie sieht einfach fantastisch aus und wie bei anderen Serien aus dem Studio lassen gerade die liebevollen Animationen die Charaktere viel lebendiger wirken als in anderen Serien. Die Qualitätskontrolle ist auch wieder über alle Zweifel erhaben, aber natürlich darf in manch Comedyszene ein Charakter mal etwas off-model sein, wenn es dem Humor dient.

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Das Charakterdesign von Kazumi Ikeda (Clannad) ist passenderweise sehr niedlich und auch der private Kleidungsstil der Charaktere ist wieder durchdacht und gelungen. Tatsuya Ishihara (Clannad, Kanon) führte Regie und man kann sein gutes Händchen für Comedy spüren. Auch die einfach wunderschöne Optik, vor allem die Farbgebung, hat man wohl seinem Einfluss zu verdanken. Jukki Hanada (Steins;Gate, Kyokai no Kanata) war für die Series Composition und die Scripts verantwortlich. Ihm gelang es gut die Vorlage (zu dem Zeitpunkt ein Light Novel-Band) auszubauen und neue Charaktere einzufügen (u.a. Dekomori, Kumin), die nicht aufgesetzt wirken.

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Es ist sowieso sehr auffällig, dass Kyoto Animation die Vorlage von Torako aus der eigenen Light Novel Abteilung alles andere als 1:1 umgesetzt haben. Die übernommenen Charaktere entsprechen noch grob ihren geschriebenen Vorbildern, aber die Handlung hat nur wenige Parallelen. Nur ab und zu bemerkt man, wie einige Teile übernommen wurden, das Ergebnis ist aber deutlich anders. Ich fand das aber durchaus gut, da die Light Novel nicht genug Handlung für 12 Folgen bieten konnte und man auch als Kenner der Vorlage etwas Neues und Spannendes geboten bekommen hat. Der Anime macht meiner Meinung nach einen deutlich runderen, ausgefeilteren Eindruck als die Vorlage, die noch typische Merkmale eines Erstlingswerk zeigt. Sie ist zwar gut zu lesen und hat auch emotional schöne Szenen, aber der Anime wirkt hier mal als eine Verbesserung einer Vorlage meiner Meinung nach.

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Die vielen Slapstick-Szenen können natürlich besser in einem optischen Medium wirken und ähnlich wie bei Ishiharas Umsetzungen von Key-Werken wird hier gerne übertrieben und man sollte hier nicht mit Realismus rechnen.

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Die Kämpfe wirken sehr episch, aber sobald man die Chuuni-Sicht verliert, auch einfach lächerlich, was zu vielen lustigen Momenten führt. Nichtsdestotrotz wird hier bei der Action nicht mit Effekten und flüssigen Bewegungen gespart, so dass manch Actionanime auch nicht mehr in einer Folge bieten als dieser Comedyanime. Der Computer wird in dieser Serie nur für Autos und manch Beschwörung eingesetzt, und die Ergebnisse fügen sich harmonisch ein.

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Gut gefallen hat mir auch die Musik von Nijine (Natsuiro Kiseki, Baka to Test to Shōkanjū), die ein breites Spektrum von epischen Stücken bis hin zu melancholischer Musik bietet. Für die gesungenen Stücke zeichnete sich ZAQ (Concrete Revolutio OP, Maria the Virgin Witch OP) verantwortlich, die hier auch das OP singen durfte. Beim Ending schrieb sie das Lied, aber die 4 weiblichen Haupt-Seiyuus sorgten für den Gesang. Hier hatte übrigens die K-ON-Regisseurin Naoko Yamada wieder ihre Hände im Spiel und führte Regie. Ihr Stil ist auch gut erkennbar

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Die Technik

Video: MPEG-4 AVC Video 36215 kbps 1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1

Die Bitrate bewegt sich in ähnlichen Regionen wie bei der japanischen Vorlage und zaubert ein nahezu fehlerfreies Bild auf den Fernseher. In manch dunkler Szenen ist bei beiden Fassungen die Kompression etwas überfordert, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Farblich konnte ich keinen Unterschied erkennen, was bedeutet, dass man auch in Deutschland ein (je nach Szene) sehr farbenfrohes, kontrastreiches Bild bekommt. Da Kyoto Animation in einer Auflösung produziert, die ungefähr Full HD erreicht, ist die Schärfe für einen TV-Anime ausgesprochen hoch und das Bild wirkt ausgesprochen plastisch.

Deutsche Blu-ray / Japanische Blu-ray:

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Ton:
DTS-HD Master Audio Japanese 2175 kbps 2.0 / 48 kHz / 2175 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit / DN -4dB)
DTS-HD Master Audio German 2162 kbps 2.0 / 48 kHz / 2162 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit / DN -4dB)

Es handelt sich hier um verlustfrei komprimierte Stereo-Tonspuren und beim Durchhören der Deutschen Variante hörte ich keine Probleme. Beide liegen sogar in 24bit vor, also auch hier kein Unterschied zur japanischen Fassung.

Die Lokalisierung

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Die japanische Synchronisation bietet eine gewohnt hohe Qualität. Die damals noch nicht sehr erfahrene Maaya Uchida stellt eine sehr niedliche und zugleich irgendwie coole Rikka dar und der im Vergleich alte Hase im Seiyuu-Business, Jun Fukuyama, liefert auch eine überzeugende Leistung als Yuuta. Letzterer hat vor allem in den Chuuni-Szenen viel Charisma in der Stimme, aber präsentiert das Ganze so übertrieben, dass es auch irgendwie schon wieder herrlich lächerlich wirkt – einfach passend für die Thematik. Das Desu / Death von Dekomori fand ich in der japanischen Fassung auch sehr witzig von Sumire Uesaka gesprochen und das Loblied könnte auch bei den anderen Charakteren einfach so weiter gehen. Ich machte mir also schon etwas Sorgen, ob man dies ins Deutsche übertragen kann.

Und ich wurde positiv überrascht, denn auch wenn es teilweise stimmlich anders klingt, stimmt das Gesamtbild einfach. Seltsamerweise hört sich Yuuta (Christian Ziegler) hier fast jünger als Rikka an, aber sowohl mit der normalen Stimme als auch im Chuuni-Modus wirkt es einfach überzeugend. Rikka (Friedel Morgenstern) klingt etwas weniger knuffig als im Original, aber dank gutem Schauspiel kommt ihr Charakter trotzdem gut rüber. Dekomori klingt passenderweise jünger als die anderen, aber sogar verhältnismäßig natürlich. Als Ersatz für das „Death/Desu“ fügt sie hier z.B. „war ich“ oder „bin ich“ hinter, was natürlich etwas weniger cool als im Japanischen klingt, aber mangels einer besseren Alternative in der deutschen Sprache, besser als ein komplettes Ignorieren dieser Sprechweise wäre. Kumin und Nibutani ich auch gut gelungen. Die Übersetzung fand ich durchgehend passend, und die Anspielungen auf andere Werke (wie z.B. die Dragon Slave-Beschwörung aus Slayers) überlebten sogar auch die Übersetzung, so weit ich welche erkannt habe. Toll fand ich auch, dass die englischen Begriffe, die Rikka und Co. in der japanischen Fassung verwenden, um cooler zu wirken, es auch in die Synchro geschafft haben. Mir fiel nur auf, dass der Erzähler in der japanischen Fassung ganz anders klingt und etwas besser passt, meiner Meinung nach, aber ansonsten habe ich nichts groß zu meckern bei dieser Umsetzung.

Uns gefiel die deutsche Synchronisation sogar so gut, dass wir die Blu-ray sogar komplett so geschaut haben.

Chuunibyou_Vol_1_DE_Untertitel

Für die Schilder gibt es eine eigene Spur und interessanter ist natürlich die normale Untertitelspur, die schon mal klar keine Dubtitles sind. Timing, Grammatik und Wortwahl fand ich in Ordnung und persönlich störe ich mich auch nicht sonderlich an der umstrittenen gelben Farbe (dafür gibt es ja aktuell die Postkartenumfrage). Wie bei anderen Kazé-Veröffentlichungen üblich, wechselt es sich bei den Folgen immer ab, ob Romaji oder die deutsche Übersetzung beim Opening oder Ending verwendet wird.

Das Menü

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Das Menü verwendet das Ending zur Untermalung und ist schön übersichtlich gestaltet.

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Die Untertitel sind bei Auswahl der japanischen Sprache immer aktiviert und die Sprachtasten stehen nicht zur Verfügung auf der Fernbedienung während die Folge läuft (User Prohitions sind also aktiviert).

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Es gibt zwar Kapitelstops innerhalb der Folgen, aber aus dem Menü kann man leider nur an den Anfang jeder Episode springen. Zudem fehlt meiner Meinung nach jeweils ein Stop am Anfang des OPs der Vollständigkeit halber (vor dem OP gibt es meistens schon erste Szenen, so dass diese Unterteilung Sinn machen würde).

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(Popup-Menü)

Extras

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Hier gibt es nur das Clear Ending und Opening, wobei letzteres in der Variante vorliegt, die bei der TV-Ausstrahlung der ersten Folgen verwendet wurde, d.h. es gibt mehr Bildwechsel zwischen rechts und links. Damals beschwerten sich in Japan wohl einige, dass das zu anstrengend für die Augen war, weswegen es für die späteren Folgen umgeschnitten wurde. In den Folgen selbst wird, glaub ich, nur die „entschärfte“ Fassung des Openings gezeigt. Bei der japanischen Fassung konnte man dies für jede Folge wählen.

In Japan gibt es noch Making Ofs, Audiokommentare, Stage Greetings und auch einen neuen „Kurzanime“, aber erstere sind vermutlich gar nicht so einfach zu lizenzieren, da u.a. Seiyuus beteiligt sind und für letztere gibt es ja noch einige Volumes.

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Als etwas „Werbung“ gibt es noch Trailer für selector infected wixoss, Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya und Aldnoah Zero.

Spezifikationen

Größe der Folgen: 30.375.432.192 bytes
Gesamte Disk: 33.169.616.752 bytes
Länge: 1:34:21
Bild: 

MPEG-4 AVC Video        36215 kbps          1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1

Ton:

DTS-HD Master Audio Japanese 2175 kbps 2.0 / 48 kHz / 2175 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit / DN -4dB)
DTS-HD Master Audio German 2162 kbps 2.0 / 48 kHz / 2162 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit / DN -4dB)

Untertitel:

Deutsch
Deutsch (Schilder)

Ländercode:
B

BDInfo

Weitere Screenshots

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Fazit

Man kann dem Review anmerken, ich bin ein großer Fan der Serie und es freut mich natürlich sehr, dass gerade wieder ein Anime von Kyoto Animation so eine liebevolle Veröffentlichung bekommt, die sogar einen sehr gelungene Synchronisation erhalten hat. Die physikalischen Extras orientieren sich zwar offensichtlich teilweise an der US-Fassung, aber dafür bekommen wir auf der Scheibe technisch schon mal mehr geboten, vor allem bei der Lokalisierung und preislich kann man hierzulande auch nicht meckern, wenn man sich die Verhältnisse auf dem deutschen Markt so anschaut. Nun hoffe ich, dass die Serie viele Käufer findet, damit wir auch weiterhin diese Genres hier geboten bekommen.

Die Collector’s Edition ist u.a. erhältlich hier:
Comix
Bonner Comicladen
EMP
Kazé