Diese Woche habe ich mal wieder gemerkt, dass man sich nicht zu viele Blogideen und Reviews überlegen sollte, dann fängt man nämlich an sich nicht für Prioritäten zu entscheiden und schon kommt man gar nicht voran. Immerhin bin ich bei den meisten Frühlingsserien noch ganz gut dabei, aber dann begann ich den Fehler und habe angefangen Crackdown auf der 360 zu spielen und die Sucht begann^^. Aber die guten Vorsätze haben sich nun doch durchgesetzt und ich lasse weitere Meinungen über die neusten Produkte in animierter Form auf die Welt los:

K-ON!! 1-3

[CoalGuys] K-ON!! S2 - 03 [2F07F317]

Ich erspare mir jetzt mal, etwas über die Handlung zu erzählen, denn die 1. Staffel ist ja berühmt-berüchtigt und wird schon für drohenden Untergang der Menschheit verantwortlich gemacht…oder zumindest über die niedrige Geburtenrate in Japan…oder vielleicht auch nur für den Qualitätsverlust in der Animebranche. Da K-ON! ja die vor allem durch die nicht gerade spannende Handlung auffiel und sein Hauptaugenmerk darauf legte, seine Protagonistinnen beim Kaffeekränzchen zu zeigen, und weniger eine realistische Darstellung eines „Light Music Clubs“ in einer japanischen Mädchenschule zeigte, fehlte es einigen Zuschauern doch etwas an Substanz oder gar an Musik. Eine zweite Staffel war im Prinzip unumgänglich, das diese aber so schnell kommt, hat mich doch etwas überrascht, da Haruhi ja doch etwas länger bei KyoAni köchelte, bis die SOS-Brigade zurückkehren durfte. Naja, das Werk ist nun da und netterweise strahlt man die Serie nun auch gleich mal in HD und 16:9 aus (zuvor wurde ja rechts und links immer was weggeschnippelt) und scheinbar wird es diesmal ein halbes Jahr wöchentlich eine neue Portion leichte Kost geben.

Bei der 1. Staffel war ich am Anfang etwas skeptisch und nicht sonderlich begeistert, aber nach einigen Folgen merkte ich, dass ich mich doch unterbewusst jede Woche auf die neue Folge gefreut hatte und als man sich dachte, Mio wird als Opfer langsam etwas langweilig, kriegt man Azusa serviert, die auf andere Art und Weise in die Rolle schlüpfen durfte. Die Lieder brachten mich immerhin dazu, mir die Singles zu kaufen und die Serie war technisch gesehen besser als die Thematik es eigentlich verdient hätte. Wenn die Serie mal im Ausland in blau erscheinen sollte, wird sie auch gekauft, auch wenn sie bestimmt nix ist, das einen nach dem Schauen jeder Folge sonderlich stark bewegt. Aber das muss ja auch nicht immer sein.

Auf die nun gestartete 2. Staffel habe ich mich nur etwas gefreut, da bei dieser Serie mir einfach diese Motivation fehlt, wissen zu wissen, wie es weiter geht^^;, aber nun ist sie da und schon wieder fühle ich mich bei jeder Folge gut unterhalten. Richtige Lacher gab’s bislang eher selten, aber irgendwie hat diese Serie so ein herrlich leichten Unterhaltungswert. Alle „Probleme“, die auftauchen sind nicht sonderlich schlimm, niemand regt sich sonderlich wirklich auf, alle sind sehr nett zueinander und die Handlung bewegt sich in Zeitlupe, wobei man sich diesmal mehr Zeit nimmt, sich den einzelnen Charakteren zu widmen. In der 3. Folge darf Ritsu mal etwas melancholisch sein und das ganze wirkt gar nicht mal so belanglos, wie man bei dem Konzept eigentlich erwarten dürfte. Tiefschürpfend wird das ganze wohl eher nie werden, aber irgendwie unterhält es einen. Und darauf kommt es schließlich an.

Sehr lobenswert finde ich, dass KyoAni die Zeichenqualität noch um einiges nach oben geschoben hat. Das Opening und Ending sind grandios animiert und auch in den Folgen versucht man die Gespräche zwischen den Charakteren so lebhaft wie möglich zu gestalten. Anstatt wie in Shaft-Serien schnell zu schneiden, werden hier die Bewegungen der Charaktere einfach um einiges lebhafter dargestellt als in anderen Serien. Oftmals bewegt sich z.B. der ganze Körper mit beim Gehen, die Blicke bei Charaktere im Hintergrund wandern herum oder es wird auch mal geblinzelt. Auch wenn die Schauplätze der Serie nicht allzu exotisch sind, sehen alle doch für Anime-TV-Verhältnisse weit überdurchschnittlich aus. Nur die Hintergrundmusik dudelt belanglos im Hintergrund wie damals in der 1. Staffel.

Man kann der Serie meiner Meinung nach nicht vorwerfen, dass sie ein „Moe“-Konzept nimmt und es mit hoher Qualität auf den Bildschirm zaubert, Animes werden nun mal gemacht , um Geld zu verdienen. Anders als in vielen anderen Serien, die recht kommerziell gemacht sind, erscheint einem die „Geschichte“ hier mit sehr viel Herz und Liebe zum Detail präsentiert und mehr als simple Geldmacherei. Wie gut das nun über noch mehr als 20 Folgen funktionieren kann, wage ich allerdings nicht vorherzusagen, aber ich denke mal, KyoAni weiß, was sie tun (nein, ich verbitte mir Endless Eight-Vergleiche^^).

Wenn man solche leichten Slice-Of-Life-Serien mit Zuckerguß nicht mag, dann wird man die Serie halt verfluchen, aber das ganze ist nun mal reine Geschmackssache und da ich mich in den bisherigen Folgen noch nicht gelangweilt habe und am Ende der Folge immer zufrieden und unterhalten war, gibt’s nun auch mal eine kontroverse, subjektive Bewertung:

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Heroman 1-3

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Nun kommen wir mal zu einem ganz anderen Hype-Anime. Stan Lee hat sich ein Anime-Konzept ausgedacht und Bones hat es animiert. Die Geschichte ist simpel und erinnert schon etwas an normale Superheldengeschichten, die Stan Lee ja doch etwas „beeinflusst“ hat: Schüchterner Außenseiter repariert einen weggeworfenen Spielzeugroboter, dieser wird vom Blitz getroffen und kann sich plötzlich in einen richtig großen Roboter verwandeln, der auch ordentlich austeilen kann, aber bislang eher zur stummen Variante gehört (für einen Roboter kann er aber sehr erst gucken). Roboter gegen Kleinkriminelle ist ja etwas langweilig, deswegen gibt’s eine Alieninvasion, für die zufälligerweise ein Bekannter in Form eines Doc-Brown-Verschnitts verantwortlich ist, da er die falsche Ecke des Universums zwecks Erstkontakt angefunkt hat, und die Heuschrecken des Universums plötzlich in der Erdumlaufbahn auftauchen. Logischerweise versagen Militär und Polizei dabei, die Käfer aufzuhalten, und Marty McFly…äh…Joey muss seine Blechbüchse zum Vermöbeln der Käfer (inkl. Chitinpanzer und Fühlern) einsetzen.

Da Animes ohne Mädchen im Rock einfach langweilig sind, gibt’s ne Cheerleaderin, die ziemlich offensichtlich ein Auge auf den Jungen geworfen hat (sogar schon bevor er seinen Bodybuard bekommen hat). Und an amerikanische Klischees hält man sich natürlich auch, denn besagte Cheerleaderin mit dem Namen Lina hat nen bösen Footballer-Bruder, der so gar nix vom Protagonisten hält.

Joah, die Story gewinnt keinen Blumentopf für Kreativität, wobei ich aber noch nicht die Zielgruppe des Animes erkannt habe. Die Handlung ist simpel, die Charaktere bislang auch und alles ist relativ kinderfreundlich gemacht. Gut, wenn Heroman die Käfer bekämpft, zerplatzen diese am Ende immer mit viel grüner Suppe und die Invasion ist relativ heftig gemacht. Immerhin wird das Militär ziemlich zerlegt (was übrigens sehr gut animiert wurde), aber man versucht schon nicht direkt zu zeigen, dass Menschen dabei zu Schaden kommen. Im Prinzip also eine Serie, die jeden 10-12jährigen jubeln lassen sollte, denn immerhin ist alles in überdurchschnittlicher Bones-Qualität mit gut eingebautem CGI verwirklicht worden und schlägt wohl technisch alles, was man sonst im Kinderprogramm geboten kriegt. Aber wenn die Serie nur 26 Folgen hat, wird es wohl schwierig sein, ein typisches Zeichentrick-Franchise damit aufzubauen. Aber es wäre schade, wenn die Serie ihre internationale Zielgruppe nicht finden kann, denn sie bietet in ihrem Genre wirklich tolle Unterhaltung.

Als etwas *hust*  älterer Zuschauer hat man allerdings wirklich ständig das Gefühl, das alles schon 1000 Mal gesehen zu haben und oftmals kann man den Handlungsverlauf vorhersagen und die Dialoge sind im Moment auch etwas arg nett und harmlos, dass ich einige Male mit den Augen rollen musste. Immerhin ist aber die Präsentation sehr gelungen, so dass man schon motiviert ist, weiter zu gucken. Übrigens ist die Menge an Patriotismus sehr gering, bis auf das Zeigen der amer. Flagge und der Farbgebung von Heroman ist nur das Setting sehr amerikanisch; es spielt ja auch in den USA und es sieht auch relativ echt aus, so weit ich das beurteilen kann.

Eine Bewertung fällt mir schwer, denn für jüngere Zuschauer ist die Serie wohl wirklich toll gemacht, als normaler Animefan ist das alles aber zu sehr Schema F und hat zu wenig zu bieten, deswegen würde ich sagen aus meiner Perspektive dem ganzen das folgende geben:

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Kaichou wa Maid-sama 1-3

[Eclipse] Kaichou wa Maid-sama - 02 (1280x720 h264) [A3508CA2]

Es ist mal wieder Shojo-Zeit, wobei ich diese Serie nur bedingt in diese Ecke schieben würde, denn sie bot in den ersten drei Folgen mehr Otaku-Fetische als manch Fanservice-Anime in seiner ganzen Laufzeit. Die Story ist schon mal gar nicht so unkreativ: Misaki’s Familie ist so arm, dass sie nach der Schule arbeiten gehen muss und wenn man jung ist in Japan und das Geld braucht, dann arbeitet man halt in einem Maid-Cafe. Eigentlich ist sie aber eher ein Männerhasser, was sich mit ihrem Berug nun gar nicht verträgt. Zudem ist sie auch sehr ehrgeizig und Präsidentin des Schülerrates, was an einer ehemaligen Jungenschule mit Überschuß an Y-Chromosomen extra stressig ist. Natürlich muss sie ihren Job von ihren Mitschülern geheim halten und, wie kann es anders sein, findet ein ziemlich beliebter Junge mit einem schrägen Charakter ihr „Geheimnis“ raus.  Nun beginnt natürlich der typische Schlagabtausch eines Tsundere-Weibchens und des frechen „Quasi-Verehrers“.

Klassisches Shojo ist es wirklich nicht, denn die Mädels könnten auch ohne weiteres aus Bishojo-Animes stammen und die Maid-Uniformen sind wirklich ansehnlich, richtigen Fanservice gibt’s aber nicht. Auch der Humor wird vor allem in der 3. Folge mit einem Oni-chan-Aktionstag im Cafe extrem otaku-haft, aber auch sehr witzig. Bei einigen Szenen musste ich wirklich laut lachen, da sie das Thema wirklich toll parodiert haben. Im Prinzip könnte man sogar sagen, dass man sich dem Thema der Maid-Cafes und ähnlichem aus der weiblichen Perspektive nähert und das gespielte Verhalten wunderbar auf die Schippe nimmt, ohne die Besucher direkt zu beleidigen.

Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar, aber bietet auch einige Szenen, wo die Charaktere sich etwas anders verhalten als man das erwartet hätte und da gewinnt die Serie auch mal etwas an Tiefe. J.C.Staff liefert durchschnittliche Animationen und „verwaschene“ Hintergründe, die an Karin oder Nabari no Ou erinnern, aber es passt alles ganz gut zusammen. Wenn man Romantic Comedy mag und nix gegen ein paar Shojo-Elemente hat, sollte man ruhig einen Blick auf die Serie werfen. Und die Maid-Uniformen sind auch wirklich hübsch anzusehen *_*.

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Die nächste Ausgabe wird übrigens noch etwas kontroverser, denn dann kommt meine Meinung zu Angel Beats!^^.