Langsam hole ich ein paar ältere deutsche Blu-rays auf, auch wenn man mir mal wieder aufgefallen ist, dass ich zu einem One Piece-Film einfach nicht so viel schreiben kann wie zu manch anderem Werk.^^;

Es handelt sich wieder einmal eine Standard-Blu-ray-Hülle, die aber immerhin ein Wendecover für die Hasser von FSK-Logos bietet:

Die Covergestaltung finde ich ganz gelungen, wobei ich das Braun in Verbindung mit dem Blau der BD-Hülle nicht gerade sehr passend finde, aber das ist nun mal das Problem bei diesen Standardhüllen.

Der Text auf der Rückseite ist schön atmosphärisch geschrieben, auch wenn dort die Prioritäten ganz anders liegen als in meiner Zusammenfassung. Es passt wirklich gut zum Abenteuercharakter der Serie.

Der Inhalt

Der Film beginnt mit einem Angriff auf ein Dorf durch Piraten und einen Mann, der sich schützend vor eine junge Frau in einem Tempel stellt, und schließlich nur siegreich aus dem Kampf hervorgeht, da er ein verfluchtes Schwert findet und einsetzt. Und wie das mit verfluchten Dingen so ist, sie haben schlechte Auswirkungen auf ihren neuen Besitzer. Wie bei One Piece üblich beginnt eigentlich fast jede Geschichte mit einer neuen Insel, diesmal eine mit dem Namen Asuka (sehr sympathisch) und natürlich handelt es sich um die Insel, die man zuvor schon als Schauplatz des Kampfes und der Entdeckung des Schwertes kennengelernt hat. Während Usopp und Zoro auf dem Schiff bleiben, erkunden die anderen die Gegend, treffen auf die Marinesoldaten und flüchten wieder zurück. Währenddessen wurde aber Zoro durch einen Dolch auch auf die Insel gelockt und trifft dort einen alten Freund wieder (der Mann vom Anfang), mit dem erfrüher im Dojo den Umgang mit dem Schwert gelernt hatte. Trotz dessen Nähe zu den Marines fühlt Zoro sich verpflichtet ihm helfen und steht Luffy & Co plötzlich feindlich gegenüber. Der Rest trifft die junge Frau vom Anfang und gerade als sich einige Missverständnisse langsam aufklären, greift Zoro mitsamt den Marines plötzlich das Dorf an…

Dieser Film der One Piece-Reihe stellt zur Abwechslung mal Zoro in den Mittelpunkt und dessen Passagen sind dann auch naturgemäß etwas ernster und machen den Film so auch allgemein etwas düsterner, wobei natürlich die anderen Charaktere und teilweise auch die neuen Charaktere etwas Humor einstreuen. Interessant für einen Filler-Film fand ich, dass man etwas Zoro’s Vergangenheit beleuchtet hat, aber ich fand seine temporäre Abkehr von Luffy & Co etwas übertrieben, wobei ich mich auch nicht als Experten des OP-Universums bezeichnen würde. Dadurch konnte man den Film aber etwas dramatischer machen und dieser Punkt ist ja wichtig, um auch bei einem Filler-Film, der eigentlich nichts an der Rahmenhandlung ändern darf, etwas Spannung zu verleihen. Vor allem die Kämpfe fand ich gut umgesetzt, z.B. den größeren Teil an Schwertkämpfen fand ich gut. Die neuen Charaktere waren zumindest zu einem Teil recht einprägsam, was bei solchen Filmen auch nicht immer der Fall ist. Optisch kann ich mir nicht nicht mehr an den Stand der TV-Serie zur Veröffentlichung erinnern, aber meinem Gefühl nach ist er aufwendiger und flüssiger animiert. Die Hintergründe fand ich allerdings nicht sonderlich spektakulär für einen Kinofilm. Die Qualitöät der Chrakterzeichnungen schwankt auch etwas. Der Computer wurde u.a. kurz für die Going Merry eingesetzt und für das ein oder andere Objekt und die Ergebnisse sind für das Alter des Films in Ordnung.

Für mich nicht gerade der beste One Piece – Film, aber ich fühlte mich ganz gut unterhalten. Fans der Serie können hier beruhigt zugreifen.

Die Technik

Die Bildqualität ist eigentlich gut, allerdings scheinen Teile des Films in niedriger Auflösung verarbeitet worden sein, wie man sehr gut in folgenden Screenshot sehen kann:

Ein Schnitt weiter sieht es dann wieder „normal“ aus:

Es sieht so aus, als wurden die Charaktere in niedriger Auflösung mit den höher aufgelösten Hintergründen verbunden. Dieser „Fehler“ tritt ungefähr ab der Hälfte des Films vereinzelt auf und ich würde tippen, dass er schon im Master vorhanden war. Ich vermute, dass dieser Film das erste OP-Projekt war, was in HD produziert wurde, und die Produktion zu dem Zeitpunkt noch nicht komplett umgestellt war. So etwas bin ich bislang aber noch bei keiner Anime-Blu-ray begegnet. Es sind aber nur wenige Schnitte, die dieses Problem haben, so dass man damit leben kann. Wenn der Film so produziert wurde, dann wird man das wohl auch nicht mehr besser zu sehen bekommen. Ich weiß allerdings nicht, ob diese Probleme auch bei der japanischen Blu-ray aufgetreten sind, ich vermute es aber. Ansonsten schwankt die Schärfe etwas und die Konturen sind oft unscharf, aber man kann trotzdem eine klare Verbesserung zu einer DVD sehen.

Die Kompression arbeitet recht unsichtbar, wobei manch Kontur nicht ganz sauber ist. Die Verläufe sind nicht perfekt aber nicht allzu stufig, da habe ich schon viel schlimmeres gesehen. Allgemein könnte hier aber manches schon im Master drin gewesen sein.

Ich habe den Film mit japanischer Synchronisation (5.1 Spur) und deutschen Untertiteln geschaut und die hinteren Boxen wurden auch in einigen Szenen gut eingesetzt. Probleme in der Tonspur konnte ich nicht feststellen. Das Lied im Abspann wurde nicht untertitelt. Für die deutsche Tonspur existiert eine Untertitelspur für Schilder etc. .

Auf der Blu-ray befindet sich auch der fünfeinhalbminütige Kurzfilm „Die Baseball-Champions.

Hier habe ich mir die deutsche Synchronisation mal genauer angeschaut und musste feststellen, dass man hier doch recht „frei“ lokalisiert hat, denn während im japanischen Original die beiden Kommentatoren des Spiels auch die Stimmen der Strohhut-Piraten gesprochen hatten, übernehmen hier die deutschen Originalsprecher der Charaktere ihre Parts. Zudem hat man den „Toei“-Witz irgendwie im Deutschen vermasselt, denn es gibt eine Szene mit einer großen Welle, die an das Toei-Opening (am Anfang des Films z.B. auch sichtbar) erinnert und im Japanischen wird hier „Toei“ gesagt. Im Deutschen höre ich da ein „Autsch“….?

Das Menü ist recht simpel, hat aber immerhin Musik im Hintergrund.

Fazit

Die Bildqualität hat zwar ihre Macken, die aber wohl im Master schon drin waren, so dass ich eigentlich den Kauf der Blu-ray One Piece Fans empfehlen kann. Als Neueinsteiger würde ich aber eher mit der Serie anfangen, die ja auch bald in Deutschland auf DVD erscheinen wird, da diese meiner Meinung nach einfach mehr Spass, Spannung und „Tiefgang“ bietet.

Spezifikationen:

Video: MPEG-4 AVC Video             19287 kbps          1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Audio: DTS-HD Master Audio             German          4049 kbps       5.1 / 48 kHz / 4049 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Audio: DTS-HD Master Audio             Japanese        3947 kbps       5.1 / 48 kHz / 3947 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Audio: Dolby Digital Audio             German          320 kbps        2.0 / 48 kHz / 320 kbps
Audio: Dolby Digital Audio             Japanese        320 kbps        2.0 / 48 kHz / 320 kbps
Ländercode: A,B (C kann nicht testen)
BDInfo

Vielen Dank an Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!