Hier nun der Review zum 2. Eden of the East-Film, der auch früher geplant war, aber wie beim ersten Film sich wegen meiner Erkältung sehr nach hinten verschob. Als nächstes setze ich mich an den Artikel zum 1. Bleach-Film, der mir schon einiges Kopfzerbrechen bereitet hat. ^^;

Inhaltsangabe von der Hülle

Saki Morimi und Akira Takizawa sind in den USA nur knapp einem Attentat entkommen und dank der unerwarteten Hilfe eines weiteren Selecao wieder nach Japan zurückgekehrt. Dort schrauben sich die Ereignisse ihrem Höhepunkt entgegen: Polizei und Geheimdienste rücken dem Eden-Unternehmen auf den Leib und stellen Sakis Freunde und Kollegen unter Terrorverdacht. Für die Software-Entwickler und Hacker wird es immer schwieriger, Akira bei seiner Mission zu unterstützen. Während das tödliche Spiel der Selecao weitergeht, gelingt es Saki, ein wesentliches Geheimnis über Akiras Vergangenheit aufzudecken. Wie wird sich die Beziehung zwischen Akira und Saki entwickeln und wird Japan sein „Paradies“ verlieren? Das gefährliche Spiel neigt sich dem Ende und es gibt endlich Antworten auf die vielen offenen Fragen…

Verpackung (4,5 von 5)

 

Wie nicht anders zu erwarten reiht sich auch der 3. Film in die Reihe der hübsch gestalteten Digipacks von Eden of the East ein, wobei ich bemerkte, dass die Kanten schnell mal etwas Farbe verlieren können. Die Infos auf der Rückseite machen auf mich einen vollständigen Eindruck und als Bonus liegen 3 Postkarten und ein Bogen mit Aufklebern bei.

Bild (4,5 von 5)

MPEG-4 AVC Video 22976 kbps 1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1

Wie beim ersten Film erreicht der Film keine Schärferekorde, kommt aber sehr gut mit anderen (TV-)Veröffentlichungen aus dem Zeitraum mit, man kann also klar erkennen, dass hier mit einer Auflösung oberhalb von DVDs gearbeitet wurde, so dass die Blu-ray klar ihre Vorteile präsentieren kann. Artefakte halten sich sehr im Hintergrund, etwas Rauschen im Hintergrund lässt sich feststellen und der ein oder andere dunkle Verlauf im Nachthimmel zeigt mal ein paar Stufen, die man aber nur sieht, wenn man sehr genau hinschaut. Ein leichtes Aliasing an manchen Kanten kann man aber auch beim 2. Film entdecken.

Ton und Untertitel (4 von 5)

DTS-HD Master Audio German 2207 kbps 5.1 / 48 kHz / 2207 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
DTS-HD Master Audio Japanese 2234 kbps 5.1 / 48 kHz / 2234 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)

Wie schon bei den anderen Eden of the East-Werken kann man die Synchronisation als sehr gelungen bezeichnen, wobei ich diese bislang nur teilweise mir angehört habe, da ich den Film zunächst mir nur auf japanisch mit deutschen Untertiteln angeschaut habe. Der 5.1 Mix sorgt auch in einigen Szenen für einen feinen Raumklang. Suffixe werden verwendet, sowohl in der Synchronisation als auch in den Untertiteln.

Für die Handlung wichtige Texte im Bild wurden natürlich per Untertitel auch übersetzt und sowohl Timing als Formulierungen fand ich gelungen. Natürlich handelt es sich auch nicht um Dubtitles.

Menü (4,5 von 5)

Hauptmenü

Kapitelmenü

Einstellungen

Popup-Menü

Wie nicht anders zu erwarten, orientiert sich das Menü an den beiden vorherigen Veröffentlichungen, hübsch, übersichtlich und gut bedienbar.

Extras (2 von 5)

Das „Interview mit Regisseur Kenji Kamiyama“ ist etwas mehr als 5 Minuten lang und handelt u.a. von seiner Sicht auf den Hauptcharakter und wie er über das Ende seines Werkes denkt. Wie beim ersten Film gibt es auch wieder ein textloses Opening und 3 TV-Spots.

Meine Meinung zum Film (4 von 5)

Nach der großartigen Serie, enttäuschte mich der 1. Film etwas und „Das verlorene Paradies“ folgt auch eher seinem Vorgänger und konnte mich nicht restlos überzeugen. Sehr schön finde ich, dass viele der Mysterien rund um das Spiel der Selecao gelöst wurden und auch die Vergangenheit von Akira Takizawa näher beleuchtet wurde. Auch gelingt es den Machern wieder, möglichst vielen der Charakteren sinnvolle Aufgaben im Film zu geben, so dass eigentlich die meisten alten Bekannten noch einmal wieder sehen darf. Leider springt der Film durch die verschiedenen parallelen Handlungsebenen etwas hin und her und manch Handlungsstrang geht etwas ins Leere bzw. man fragt sich, warum einiges so eingebaut wurde, wenn es am Ende keine große Auswirkung auf das „Ergebnis“ des Films hat.

Auch gelingt es dem Film nicht die gleiche Spannung und Kreativität zu versprühen, die am Ende der TV-Serie sichtbar war. Die beiden Filme setzen die Prioritäten eher darauf, wie man die Probleme Japans lösen könnte, aber eine wirkliche Lösung bzw. eine Veränderung kann der 2. Film am Ende nicht bieten (was auch offen zugegeben wird). Zwar sind die Überlegungen und die Kritik an der Gesellschaft sehr interessant, aber ich fand sie etwas zu abstrakt, wobei ich als Außenstehender natürlich auch nicht die Zielgruppe darstelle.

Gerade für einen Kinofilm hätte ich es eher begrüßt, wenn das Ende etwas „spektakulärer“ gestaltet worden wäre, denn auch von der Optik her kann man auch hier eigentlich keinen auffälligen Sprung zur TV-Staffel feststellen, welche natürlich schon sehr gut gemacht war. Die Hintergründe sehen stilisiert aus, wirken aber trotzdem sehr realistisch. Die Musik von Kenji Kawai (Ghost in the Shell) kann immer noch überzeugen und das Charakterdesign sorgt für angenehme Abwechslung zum Charakterdesigneinerlei, das einem sonst bei einem solchen Film mit ernster Thematik begegnen würde. Vor allem Akira Takizawa’s Ausstrahlung konnte so noch erfolgreich unterstrichen werden und die „romantischen“ und humorvollen Elemente kamen so auch perfekt zur Geltung – wobei der letzte Film allgemein etwas ernster wirkt und meinem Gefühl nach weniger Szenen dieser Art bot. Leider griff man aber zum Füllen der Straßen wieder vermehrt zum Computer. Die Autos sehen zwar noch ganz passabel aus, aber die Menschen sehen zu sehr nach CG aus und sind zudem auch recht hölzern animiert. Bei einem Kinofilm von einem renommierten Studio wie Production I.G. (Ghost in the Shell, Blood-C, Kimi ni Todoke, End of Evangelion) erwarte ich etwas mehr.

Trotzdem kann ich jedem Fan der Serie nur empfehlen, die Filme zu schauen, da man doch einiges über die Hintergründe erfährt. Man sollte nur nicht damit rechnen, dass man einen komplettes Ende erhält, wie man es z.B. eher bei Hollywood-Filmen erwarten würde. Ich denke auch, dass viele mit der Richtung, die die Filme einschlagen, auch zufrieden sein werden, aber es hängt wohl auch davon ab, welche Teile der TV-Serie man am meisten mochte.

Das ganze TV/Film-Projekt „Eden of the East“ schafft es meiner Meinung erfolgreich einen Thriller-Anime mit Humor und Tiefgang zu schaffen, der vor allem durch seine sympathischen Charaktere überzeugt und jede Menge kreative Ideen liefert, die man in solcher Form noch nicht auf dem Fernseher oder der Leinwand sehen konnte.

Screenshots (Full HD PNG)

Spezifikationen

Ländercode: B
Disc-Type: BD25
BD-Info: hier

Vielen Dank an Universum Anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!