Auch wenn ich nicht so oft über aktuelle Serien blogge, da es dafür ja genügend andere Seiten gibt, schaue ich doch viele aktuelle Serien. Im Moment z.B. Tokyo Magnitude 8.0, Hayate no Gotoku 2nd Season, Zan Sayonara Zetsubō Sensei, Canaan, Needless, Valkyria Chronicles, Full Metal Alchemist Brotherhood und auch mal sowas wie Naruto Shippuden. Aber die größte Überraschung dieser Season ist für mich zweifellos Bakemonogatari.

Da ich seit ef – A Tale of Memories und Sayonara Zetsubō Sensei den Stil von SHAFT vergöttere, war’s für mich klar dass ich die neue Serie auch gucken muss. Während ich Maria Holic und Natsu no Arashi auch schon sehr gelungen fand, ist das neuste Werk die perfekte Verbindung der tollen SHAFT-Optik mit einer ebenso kreativen Vorlage mit richtigen Handlungen (also anders als „Unser Lehrer Dr. Spe… Verweiflung…).

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Klar, die Hintergründe sehen weniger nach Anime aus und mehr nach Hausaufgaben von Architekturstudenten, aber sie passen perfekt zur Handlung und das simple Design ermöglicht weitaus mehr Schnitte und auch Kamerafahrten, die wunderbar die Gespräche der Charaktere visuell unterstützen. Auch bleibt wohl so auch mehr Geld für flüssige Animationen übrig, wenn die Szene diese braucht.

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Das beste an der Serie sind aber die Dialoge, die so zynisch, sarkastisch und absolut treffsicher sind, wie ich es noch nie in einem Anime erleben durfte. Die Protagonistin Hitagi Senjougahara ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch der heftigste weibliche Charakter seit langem, der in jedem Gespräch die Oberhand zu haben scheint und die Schwächen des Gegenüber auf eine besonders fiese Art zur Sprache bringen kann. Zudem neigt sie auch noch sehr zum Lügen und ist alles andere als ein Engel. Trotzdem ist sie einem sympathisch…naja, wenn man sie wegen ihrer Art nicht einfach zum Mond schießen möchte^^.

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Wie man vielleicht, habe ich noch gar nicht erwähnt, worum es überhaupt geht, aber meiner Meinung nach wirkt die Serie am besten, wenn man nicht die geringste Ahnung hat, was da auf einen zukommt. Vor allem für Leute, die sagen, dass heutzutage nur 08/15-Animes rauskommen, sollte unbedingt einen Blick riskieren. Wie an jeder kreative Serie, werden sich an diesem Werk wieder die Gemüter erhitzen. Während die einen die Serie vergöttern, werden andere sie halt überhaupt nicht mögen. Wer aber zynischen Humor mag, der sich weit von normalen Anime-Konventionen entfernt, liegt hier richtig. Die Serie zeigt klar wie toll die Optik eine Handlung unterstützen kann, und zwar auf eine Art und Weise, die nur als Anime funktionieren kann.

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Nicht zu vergessen sind auch die tollen Openings und Endings, ja, richtig gelesen, es sind gerade 6 Folgen gelaufen und es gab schon verschiedene Versionen zu bewundern, die typisch für SHAFT wieder vor Kreativität strotzen und auch von der Liedauswahl absolut gelungen sind. Das ganze basiert übrigens mal wieder auf Light Novels und zum Inhalt verrate ich zumindest noch die Genres: action, comedy, mystery, psychological, romance, supernatural (von ANN geklaut, aber das passt schon ganz gut).

Die Blu-rays von Vol. 1 und 2 habe ich mir übrigens schon vorbestellt, auch wenn keine Untertitel dabei sind. Die Serie könnte etwas zu…seltsam sein, um im Ausland lizenziert zu werden…