Da ich seit Mitte letzter Woche durch eine Virusinfektion außer Gefecht gesetzt war, wurde es hier etwas ruhig, deswegen gibt’s jetzt mal ein langes Post zu meinen Eindrücken zur aktuellen Anime-Season. Als Unterstützung für die Bewertung habe ich mir Rin dazugeholt.

A Certain Scientific Railgun (Stand Ep. 8 )

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Es dreht sich um 4 Mädels, die halt so das machen was heranwachsende Japanerinnen in ihrer Freizeit so machen: Eis essen, einkaufen gehen und die Ordnung der Stadt aufrecht erhalten. Ok, letzteres ist weniger normal, aber bei dieser Serie handelt es sich ja auch nicht um das nächste Slice-Of-Life-Werk, sondern um das Spin Off der Action-Mystery-Sci-Fi-Comedy „Überraschung“ des Jahres 2008, A Certain Magical Index. Und da im „A Certain…“-Universum sehr viele Leute mit Kräften verschiedener Stärke ausgestattet sind, sind 2 der Mädels in der Organisation beschäftigt, die etwas für Ordnung sorgen sollen. Die namensgebende Railgun sollte zwar sich nicht überall einmischen, tut dies aber natürlich trotzdem. Da man sich schon in der Serie damals fragte, warum die Serie überhaupt „Index“ im Titel hat, obwohl der namensgebende Bibliotheksersatz zum Ende der Serie hin fast zum Nebencharakter degradiert wurde, kriegt man das, was die „Verpackung“ verspricht: Misaka, Misaka und Misaka (nein, nicht ihre Klone) und sogar Tōma darf ihre Tsunderequalitäten etwas kitzeln. Natürlich darf Kuroko ihre Yuri-Fantasien etwas ausleben, wobei alles ziemlich harmlos und slapstickartig bleibt. Wie anfangs schon erwähnt, besteht der Cast aus 4 Mädels, wobei die anderen beiden eher zur normalen Gattung der Standard-Anime-Archetypen gehören und dazu da sind, etwas mehr Geschichten erzählen zu können.

Es handelt sich ja um ein Spin Off, so dass die Handlung keine großen Auswirkungen auf das Universum haben darf. Das ganze ist also wie ein MMORPG….äh…wie ein Movie zu einem Shonen Jump Franchise, das heißt es ist im Filler-Time! Das ist aber hier gar nix schlimmes, denn für 12 Folgen kann sowas schon mal funktionieren, denn z.B. hat J.C.Staff dem Toradora-Regisseur das Ruder überlassen und das Budget ist hoch genug, so dass man flüssige Animationen und vernünftige Hintergründe kriegt. In den aktuellen Folgen hat sich sogar so etwas wie eine Rahmenhandlung entwickelt, wobei die Folgen in sich immer noch ziemlich abgeschlossen sind.

Klar, die Serie ist bestimmt kein Meilenstein, gefällt mir aber besser als das Original, da ich Misaka eh am witzigsten dort fand und die Serie ist lustig und beleidigt die Intelligenz nicht allzusehr. Und vor allem sind mir Protagonistinnen sympathisch, die unterm Rock mal etwas kreativeres tragen als immer nur das Standardhöschen^^.

Das Opening  „Only My Railgun“ ist meiner Ansicht nach das beste OP dieser Season.

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Bakemonogatari (Stand Ep. 13)

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Die Serie läuft ja immer noch mehr oder weniger…und ich glaube, in ein paar Tagen könnte es wieder eine neue Folge geben. Folge 13 war zumindest großartig und wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte dies einfach langsam mal nachholen. Die Dialoge sind einfach nur großartig und die Augen werden Shaftmässig auch verwöhnt.

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Darker Than Black – Gemini of the Meteor (Stand Ep. 7)

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Im Gegensatz zu „A Certain Scietific Railgun“ ist das hier schon eher ein richtiger Nachfolger, nämlich zu Darker Than Black. Anders als die ursprüngliche Serie sind’s diesmal aber nur 12 Folgen und Hei ist nicht mehr direkt der Hauptdarsteller, sondern die Sicht ändert sich auf das kleine Mädchen Suou, das seine Contractor-Kräfte und die üblichen Nebenwirkungen kennen lernen darf. Netterweise werden aber viele offene Enden aus der alten Serie aufgenommen, aber ob sie das ganze nun gut zu Ende führen werden, kann man noch nicht absehen. Immerhin wird die ganze Contractor-Sache nun etwas besser erklärt und die Geschichte wird etwas rascher und einfacher erzählt. Action gibt’s natürlich auch wieder und über mangelnde Kreativität kann man sich in dieser Hinsicht aber nicht beschweren. Schlechter als die erste Staffel finde ich das ganze nicht, aber irgendwie macht sich bei mir keine richtige Begeisterung breit.

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Full Metal Alchemist Brotherhood (Stand Ep. 33)

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Bei der anderen aktuellen Bones-Serie habe ich dagegen gar nix negatives zu sagen: Einfach nur großes Kino! Jede Folge ist spannend und wird aufgelockert durch tollen Humor. Toll gezeichnet und auch die Musik passt mittlerweile perfekt!

rin50

Hetalia Axis Powers (Stand Ep. 44)

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Tja, ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich verstehe die meisten Anspielungen aus der Serie auf Anhieb…irgendwie ist mein Geschichtsunterricht zu lange her…aber vieles wird ja netterweise erklärt, so dass man ja wirklich etwas in der Serie lernen könnte. Immerhin werden die Länderklischees wirklich kreativ durch den Kako gezogen, auch wenn Italien doch gar nicht soooooo unfähig gewesen sein kann^^. Da die Folgen so angenehm kurz sind, wird man dem Schwachsinn zumindest nicht überdrüssig^^.

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Kiddy Girl-and (Stand Ep. 6)

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Noch eine Nachfolgeserie, diesmal zu einem alten Hype-Anime, nämlich Kiddy Grade. Die Serie sah ich zwar komplett, aber ich kann mich nicht mehr an viel erinnern, was kein gutes Zeichen sein kann. Zumindest gibt’s nun eine Art Spin Off und diesmal geht’s um 2 Mädels, die zunächst als Bedienungen arbeiten müssen, bevor als ES Mitglieder Recht und Ordnung im Universum aufrecht erhalten dürfen. Die beiden haben so übliche Namen wie Q-feuille und Ascoeur und dürfen sich durch Geschichten „quälen“ die immer pünktlich zu Folgenende zu Ende sind bzw. im Falle von Folge 6 sogar in einer halben Folge abgeschlossen wurden. Mal machen sie sich auf die Jagd nach einem Nachtisch (der durch Fallen gesichert ist) und eine obligatorische Geisterfolge gab’s auch schon.

Bis Folge 3 war für mich die Welt in dieser Serie noch in Ordnung, denn Ascoeur ist zwar etwas zu quitschig naiv-nett-blöde, aber die Q-feuille konnte durch ihre Tsundere-Qualitäten für etwas Ausgleich sorgen. Dann allerdings stieg der Quitschfaktor ins Unermessliche, denn der Cast musste ja unbedingt durch ein kleines Kind erweitert werden, das mich einfach nur nervt:

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Nun ist ist der Quitschfaktor zu groß…

Übrigens ist die Serie aber schon sehr gut animiert und sieht verdammt scharf aus in HD. Satelight bringt dort schon einige Qualität auf den Bildschirm, auch wenn die Hintergründe zwar meistens detailliert sind, aber bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnen.

Bei der Serie frage ich mich wirklich, warum ist der Inhalt so verdammt durchschnittlich bis nervig?

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Kimi ni Todoke (Stand Ep. 7)

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Nun mal etwas Kontrastprogramm in Form eines Shojo-Animes. Sawako sieht eher so aus, als stammt sie aus einem jap. Horrorfilm und wird deswegen von ihren Mitschülern auch so „behandelt“. Eines Tages entschließt sich ihr Mitschüler Kazehaya, daran etwas zu ändern und setzt seine Beliebtheit ein, um Sawako zu helfen.

Es wäre kein Shojo, wenn nun nicht noch etwas Romantik und allerlei Dramatik ins Spiel kommen und die Serie enttäuscht in dieser Hinsicht wirklich nicht. Auch als männlicher Zuschauer kriegt am einiges geboten, denn Sawako ist verdammt niedlich und School Rumble-Gucker müssen die ganze Zeit an Yakumo denken, da diese auch von Mamiko Noto gesprochen wird….

Production I.G durfte hier für die Animationen sorgen und diese sind auch wirklich gelungen. Zwar ist die Story schon arg konstruiert und überzogen dramatisch zwischendurch, aber die Hänseleien sind oftmals gar nicht mal so unrealistisch dargestellt und Sawako’s Minderwertigkeitskomplex ist größtenteils nachvollziehbar. Also mir gefällt die Serie sehr gut, auch wenn ich teilweise mit den Augen rollen musste^^.

rin40

Das war nun erstmal Teil 1 und ich hoffe, dass ich morgen mit Teil 2 weitermachen kann…