Bevor ich wieder meine Fazits zu abgeschlossenen Serien immer Monate vor mir her schiebe, habe ich nun eine Taktik begonnen: Wenn ich eine finale Folge gesehen habe, schreibe ich möglichst zeitnah den Artikel, auch wenn dann nur eine Serie alleine behandelt wird. Mal sehen, ob das besser klappt…

Achtung Spoiler!!!

Meinen ersten Eindruck gibt’s hier. Wie man sieht, stieg meine Meinung zu der Serie^^.

B Gata H Kei ist nun der erste Vertreter, der nun nach 12 Folgen zu Ende gegangen ist und bietet netterweise sogar ein vernünftiges Ende. Yamada hat Kosuda vernascht und dann ihre 100 Sex-Freunde gefunden. Ne, Spass bei Seite, manch einer hatte das ja befürchtet, aber die Serie endet eigentlich sehr „romantisch“, d.h. Yamada steht zu ihren Gefühlen und Kosuda…ist halt Kosuda, und sie sind am Ende wohl ein richtiges Pärchen. Zwar drehte sich die letzte Folge ausschliesslich um Sex (es war gar nicht so einfach harmlose Screenshots zu finden^^), der aber mittels Slapstick eigentlich nie zur „Ausführung“ kam. Dabei merkt man, dass man sich nun mit der Handlung etwas beeilen möchte, denn man hetzt regelrecht von Schauplatz zu Schauplatz, was aber die Gagdichte sehr stark erhöht und ganz gut funktioniert.

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Ich glaube, es gibt nur wenige Serien, wo die weibliche Hauptfigur eine solch positive Entwicklung durchmachen darf, die ja fast schon pädagogisch wertvoll sein könnte^^; . Auch wenn der Humor kaum schlüpfriger sein kann, wird mit der Thematik aber eigentlich recht moralisch umgegangen, und man merkt, dass man nicht auf richtigen Fanservice aus ist (wobei mich interessieren würde, ob die BDs unzensierter sein werden).

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Das Ende mag ich wirklich gerne und bringt die Geschichte sehr gut zum Abschluss, denn es ging wirklich nicht um Sex, sondern darum, dass Yamada zu ihren Gefühlen steht und ihre Tsun-Eigenschaften verdrängt. Ich fand auch in der Serie sehr gut, wie mit der dem mangelnden Selbstvertrauen von Kosuda umgegangen wird, das mit Yamada kollidiert. Zum einen hält sich Yamada für die Krönung der Schöpfung (aber gar nicht so sehr die Aufmerksamkeit anderer mag) und denkt, dass Kosuda froh sein sollte, dass sie sich für ihn auf irgendeine Art und Weise interessiert. Leider verhält sie sich auch meistens genauso und sendet Kosuda die falschen Signale. Zum anderen denkt Kosuda, er hätte eh keine Chance und ist deswegen nicht allzu mutig, was natürlich Yamada wieder etwas nervt, da sie das ganze von der Seite nicht betrachtet. Das ist jetzt im Prinzip nix sonderlich kreatives, aber durch die sympatischen Charaktere und der Vermeidung zu vieler Harem-Einlagen kommt die Handlung und die Charakterentwicklung sehr gut rüber.

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Das Bewerten der Serie fällt mir etwas schwer. Normalerweise würde ich vom Unterhaltungswert eine 4.5 von 5 abschließend geben(verdammt witzig, gute Charaktere/Handlung für eine Romantic Comedy), aber da die Technik nicht allzu spektakulär ist und Yamada teilweise etwas zu sehr konstruiert ihre Tsun-Seite gezeigt hat, ziehe ich 0.5 Punkte ab. Ich muss ja im oberen Feld etwas differenzieren^^;.

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Ich hoffe, jemand schnappt sich die Lizenz in den USA, wobei die Serie für den Markt der normalen Serien schon fast etwas zu gewagt sein könnte.