Die Frühlingssaison hat begonnen und noch nie zuvor hatte ich so viele Serien auf meiner Liste zum Anschauen und selten habe ich mir so viele Gedanken über die Beschaffung machen müssen. Früher konnte man sich darauf verlassen, dass irgendjemand schon vernünftige Fansubs von jeder Serie machen wird, doch diesmal läuft nun vieles auf Streaming-Sites, was im Prinzip eine feine Sache ist, aber auch viele Nachteile mit sich bringt. Zum einen sind die meisten Seiten nur für bestimmte Regionen und z.B. Full Metal Alchemist – Brotherhood wird zwar bei Funimation laufen, aber als Europäer hat man da nix von. Immerhin scheint das Shinsen-Subs nicht gestört zu haben, und ihr Fansub fliegt schon durch Netz. Hayate no Gotoku – 2nd Season gehört auch zu den Serien, die ich angefangen habe, aber da sie schon bei Crunchyroll läuft, werden wohl keine Subs mehr von Static-Subs-Eclipse erscheinen (vielleicht noch von letzteren). Und heute wurde dann angekündigt, dass Natsu no Arashi, die Serie, die auf Jin Kobayashi’s (School Rumble) Manga basiert, auch bei Chrunchyroll kurzzeitig nach dem Ausstrahlen in Japan laufen wird. Zwar stand ich CR wegen der nicht gerade tollen technischen Qualität von Naruto Shippuden kritisch gegenüber, aber für Hayate und NnA würde ich schon die $7 im Monat zahlen.

Im Moment gibt es auch ein Angebot, dass man 14 Tage kostenlos bei CR gucken darf, also meldete ich mich da mal an. Dann habe ich sofort geprüft wie Hayate bei denen aussieht und mit der Qualität konnte ich leben, allerdings ruckelt die Videowiedergabe immer etwas und auch nach Browser und Rechner-Wechseln war das Problem nicht wegzukriegen, wenn ich versucht habe 480p oder 720p Videos abzuspielen. Normalerweise haben meine Rechner damit nicht so das Problem, aber der Flash Player scheint etwas langsamer zu sein und als NnA um 19:00 auf der Seite erschien, habe ich den Cache mal volllaufen lassen, und die 480p und 720p Folgen aus den temporären Internetdateien des Internet Explorers gefischt und konnte so mal prüfen, ob das Video an sich abspielbar ist.  Wie nicht anders zu erwarten, laufen die MP4-Dateien ruckelfrei (bis auf das normale Animeruckeln) im Media Player Classic. Naja, die Erkenntnisse habe ich nun mal im CR-Forum geposted, mal sehen, ob mir jemand helfen kann.

In diesem Text habe ich ja eigentlich schon die Neuigkeit beiläufig erwähnt, dass man NnA bei CR gucken kann, und das stimmte sogar für ca. 90 Minuten….

Kurz nachdem ich die Folge mit Ruckeln konsumiert hatte, machte mich die Seite der Serie beim nächsten Besuch darauf aufmerksam, dass ich die Folge in meiner Region gar nicht sehen darf….oh, Du tolles Internet mit Deinen Regionsbeschränkungen -_-. Vielleicht passiert ja noch ein Wunder und die Serie darf auch international irgendwann wieder gezeigt werden, aber im Moment ist diese Taktik mit den Regionen ziemlich nervig. Ein Teil der Welt darf mehr oder weniger schnell nach dem Ausstrahlen die Folge kostenlos gucken, während ein anderer Teil wieder auf Fansubs zurückgreifen muss….

Übrigens, schlecht fand ich die Umsetzung von CS bei NnA gar nicht mal, muss ich zugeben, und ich würde gerne dafür auch Geld zahlen, aber wenn ich ab nächster Woche im Prinzip nur noch Hayate als „Must-See“ zum Gucken auf der Seite habe, muss ich mir das noch mal überlegen. Diese 720p Videos sind eh etwas komisch, denn zumindest bei NnA sieht das auch wieder sehr stark nach Upscale aus. Da ich die MP4-Dateien ja aufbewahrt habe (ist das eigentlich verboten?), kann ich nun mal ein paar Screenshots zeigen:

Aus der 480p -Version:
nna1_01_480pnna1_02_480pnna1_03_480pnna1_04_480p

Aus der 720p-Version:
nna1_01_720pnna1_02_720pnna1_03_720pnna1_04_720p

Tja, ich erkenne da ehrlich gesagt nicht mehr Details als in der 720p-Variante, also handelt es sich wohl um einen simplen Upscale.

Die Untertitel sind übrigens SoftSubs gewesen, also nicht in dem MP4 enthalten, aber ich muss mal betonen, dass die komplette Folge (720p: ~ 283 MB / 480p: 150 MB) in wenigen Minuten sich bei mir jeweils auf der Platte befand, also in der Hinsicht ist Crunchyroll wirklich gut.

Ich könnte nun mal ein paar Worte zum Inhalt verlieren und wird es kompliziert….denn im Gegensatz zum Manga hält sich die Serie nicht mit dem richtigen Einführen von Charakteren auf, und die ersten Kapitel des Mangas habe ich vor längerer Zeit gelesen…

Zudem kann ich ja nun nur noch im RAW was nachgucken, also fasse ich die Handlung der Folge mal nur sehr kurz zusammen.

nna_op

Der Junge Yasaka (im Hintergrund rechts) scheint im Moment mit Arashi zusammen zu wohnen (im Vordergrund). Er hat mehrere „explosive“ Erdbeeren gebastelt, die er nun für Streiche einsetzen möchte. Beide arbeiten in einer Art Cafe, wo er auch gleich beginnt die Erdbeeren ihm unsympathischen Gästen unterzujubeln. Als er bemerkt, dass Kaja, eine weitere Mitarbeiterin (deutscher Abstammung!), die letzte Erdbeere verspeisen könnte, beginnt die wilde Jagd, da Kaja unbedingt das Stück Kuchen mit der Erdbeere haben möchte, sich der „Gefahr“ aber nicht bewusst ist….

Ok, „besonders besonders“ hört sich das ganze jetzt noch nicht, aber diese Jagd findet statt, indem Arashi samt Yasaka und Kaja mit jemanden  in Yasakas Alter namens Kamigamo, quer durch die Zeit springen, um dem Kuchen an verschiedenen Punkten des Tages zu finden. Ganz „Zurück in die Zukunft“-mäßig dürfen sie nicht ihrem Gegenüber aus der aktuellen Zeit begegnen, da sie sonst aufhören würden zu existieren….

Als Zuschauer ohne Mangakenntnisse wird man erstmal etwas verwirrt sein, aber der Handlung an sich kann man trotzdem ganz gut folgen. Shaft liefert auch wieder sehr atmosphärische Hintergründe ab und auch die Kamerawinkel sind wieder ausgesprochen kreativ. Im Prinzip sieht die Serie teilweise aus wie die Comedy-Variante von ef- tale of memories, wobei das Charakterdesign zwar etwas „retro“ erscheint, aber mir eigentlich sehr gut gefällt. Sogar eine Anspielung auf Sayonara Zetsubou Sensei wurde untergebracht.

Yasaka wird übrigens gut hörbar von Yuko Sanpei ( Renton aus Eureka 7) und Kaja witzigerweise von Kaori Nazuka (Eureka aus Eureka 7…) gesprochen. Auch die anderen Sprecher machen ihre Sache sehr gut, und man kann noch andere bekannte Namen  in der Liste finden, wie z.B. Tomokazu Sugita (Kyon aus Haruhi) oder Yui Horie (Eri aus School Rumble).

Also mir gefiel die erste Folge ganz gut, da diese Zeitreise-Geschichten mal etwas frischen Wind in den Genre bringen, und bei Arashi merkt man wieder sehr gut, dass Jin Kobayashi sich sehr sympathische weibliche Hauptfiguren sich ausdenken kann. Sie erinnert etwas an eine lebhaftere Yakumo (aus School Rumble) und schafft es schon in dieser ersten Folge einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Klar, es gibt Serien, die besser gezeichnet und animiert sind und mehr Niveau haben, aber NnA  ist mit Humor im Stil von School Rumble ausgestattet, aber bislang weniger konstruiert und weniger auf Missverständnissen basierend, aber meiner Meinung nach ziemlich unterhaltsam. Jetzt bin ich mal gespannt, ob die Vorgeschichte nun auch noch erzählt wird, viel Zeit bleibt ja nicht, die Serie hat ja nur 13 Folgen.