Ich habe mich immer gefragt, warum Jahresrückblicke eigentlich gemacht werden, bevor das Jahr eigentlich zu Ende ist und irgendwie muss man doch so ein ganzes Jahr auch erstmal verdauen, bevor man sich überhaupt daran wagen sollte, darüber irgendwas zu schreiben…und deswegen kommt erst jetzt ein leicht ironischer Artikel, über Charaktere, Serien oder sonstwas, was mir beim Durchgehen meiner Animeliste bei MAL so auffällt. Kleine Spoilerwarnung, und das ganze ist rein subjektiv!

Bester Nebencharakter: Shinka Nibutani aus Chuunibyou Demo Koi ga Shitai!

Etwas Chu2 muss auch mal sein und Shinka ist ein Nebencharakter, wie man sie sich eigentlich immer wünscht! Sie bringt die Handlung voran und spricht das aus, was die Hauptcharaktere nicht gebacken kriegen. Dabei macht sie selbst auch noch eine Entwicklung durch und behält trotzdem ihre teilweise bissige Art. Sie ist nur sogar mütterlicher als jede Mutter in der ganzen Serie – keine schlechte Leistung für eine Highschool-Schülerin!

Sie wird auch nicht Teil einer Dreiecksbeziehung, nur weil der männliche Hauptcharakter plötzlich sein Interesse an ihr verliert, und seine Zuneigung Rikka schenkt. Damit schafft es die Serie nicht die üblichen Fehler zu machen, dass es immer hin und her geht. Das heißt für Yuta aber auch: kein Haremende! Aber seit School Days wissen wir ja, dass so etwas in Katastrophen endet. Frühe Monogamie ist die Lösung für den Animecharakter von heute! Das würde uns auch solche Serien wie To Love Ru ersparen (Aua, bitte Fans, nicht schlagen!).

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Beste J.C.Staff-Serie / Beste Comedy: Joshiraku

Irgendwie witzig, dass J.C. Staff gerne runtergemacht wird, aber einige Perlen haben sie doch produziert, man denke nur an Toradora!…und äh…ganz viele doch ganz gute Serien, z.B. Railgun, Azumanga Daioh, R.O.D. TV, Karin, Shakugan no Shana, Bakuman, und sogar noch eine Serie von 2012, nämlich Ano Natsu de Matteru. Wenn ich da mal an DEEN denke, wird das schon schwieriger, da vernünftige Erzeugnisse zu finden, aber da kommt mir gerade eine Idee für eine neue Kategorie…aber zurück zum Thema: Joshiraku. An Joshiraku habe ich überhaupt nichts bei der Umsetzung auszusetzen, es sieht hübsch genug aus für eine Slice-of-Life-Serie um Mädels, die eigentlich nichts wirklich tun und sich nur unterhalten und es gibt auch kein seltsames erzwungenes Ende, ein Unding, das viele Serien aus diesem Studio verfolgen. Ein Ende gibt es schon, worauf die Charaktere ja sogar ständig hinweisen, aber irgendwie passt es zur Abwechslung mal zur „Handlung“ zuvor. Optisch fand ich die Hintergründe sogar wirklich hübsch, sobald mal das „Hinterzimmer“ verlassen wird. Vor allem funktionierte die Comedy prächtig, auch wenn man einiges als unwissender Europäer nicht verstanden hat, aber man fühlte sich ja auch bei Sayonara Zetsubou Sensei manchmal etwas dumm, aber was will man als Nicht-Japaner da auch machen? Zumindest bot die Serie viel zu lachen, herrliche Ideen und durchbrach oft die „Fourth Wall“, so muss das sein für eine solche Comedy! Übrigens bietet sie ein tolles OP und ein geniales ED, letzteres ist auch bestellt. Interessanterweise regt sich zwar alle Welt gerne über J.C. Staff auf, aber selten wird dann mal betont, wenn sie etwas richtig machen, wie hier. Aber vielleicht ist die Serie auch zu abgedreht für manch Zuschauer? Hätte ich eine Rubrik-Comedy…ah…Moment…nun habe ich eine! Auch in der Rubrik Comedy ist sie natürlich ganz oben.

[gg]_Joshiraku_-_01_[51DDCEF5].mkv_snapshot_09.25_[2012.07.15_23.22.28]

Beste Studio DEEN Serie / bester Hauptcharakter (Drama): Sankarea / Rea Sanka aus Sankarea

Gute(?) Ideen muss man gleich umsetzen, also geht’s gleich weiter mit einem Studio, dass man meinetwegen auch schließen könnte, da sie höchstens mal alle Jubeljahre was Brauchbares produzieren. Jetzt mögen einige Higurashi-Fanboys aufschreien, aber die Serie sieht auch nur unwesentlich besser aus als die Sound Novel,die uns durch ihr schreckliches Charakterdesign wohl schon vor dem ganzen Horror, der dann im Verlauf kommt, das Fürchten lehren will. Über die Regie bei Higurashi kann man streiten, aber ein anderes Studio hätte das wohl auch gebacken gekriegt, und wer mochte eigentlich die Umineko-Umsetzung (die ich nicht gesehen habe, aber Gerüchte erreichten mich)? Und wer jetzt mit Kenshin kommt, das ist schon ne ganze Weile her und die neuen OVAs habe ich noch nicht gesehen. Fate/stay night TV hätte  auch fast jedes andere Studio wohl besser umsetzen können, und UBW gestehe ich immerhin eine hübsche Optik zu, aber vielleicht hätte Animestudio B den Mut gehabt zu sagen: Nein, wir packen keine ~20 Stunden Route in einen ~100 Minuten Kinofilm. Kore wa Zombie Desu ka war ganz in Ordnung, aber irgendwie hätte ich auch drauf verzichten können…

Aber Moment, ich wollte hier ja gar nicht über DEEN lästern, sondern Sankarea loben, denn die Umsetzung hat mir gefallen, und sie stammt von DEEN. Ich vermute, vielleicht half diesmal, dass bessere Leute, die sonst nicht bei DEEN-Produktionen mitarbeiten, an Bord geholt wurden. Series Composition ist immer wichtig bei Adaptionen und auch J.C.Staff (unzählige Werke) oder A-1 Pictures (SAO) machen da sie ihre Fehler, aber bei Sankarea half vielleicht Noboru Takagi, den Zombie aus der brütenden Hitze holen. Immerhin war er in gleicher Position auch bei Baccano!, Durarara!! und My Little Monster (Tonari no Kaibutsu-kun) tätig. Dann wunderte ich mich auch beim Angucken, dass die Optik doch einen leichten SHAFT-Anstrich hatte, und kein Wunder, denn Regie führte ein ehemaliger SHAFT Episodenregisseur: Shinichi Omata, z.B. bei Denpa Onna to Seishun Otoko oder Madoka Magica. Interessanterweise ist auch der Art Director zuvor z.B. Zoku Sayonara Zetsubō Sensei tätig gewesen. Ich kann nur spekulieren und auch wenn Sankarea keine perfekte Serie ist, hat sie mir viel Spaß gemacht, und irgendwie fand ich die Story mal interessanter.

Denn das ganze ist doch etwas tragischer als die Standard-Romantic-Comedy. Eine kurze Zusammenfassung: Chihiro ist Zombie-Fan, wünscht sich eine Zombie-Freundin. Rea ist das hübscheste Mädchen der Schule, hat aber einen sehr durchgeknallten Vater, verwandelt sich in einen Zombie (sie behält ihren Charakter dabei, ich gehe mal nicht weiter ins Detail) und lebt nun bei Chihiro. Nun ist zum einen das Problem, dass unser Zombie-Fan nun seinen Wunsch erfüllt bekommen hat, aber eigentlich merkt er schnell, dass das Zombie-Dasein allerlei Nachteile hat. Und Rea ist wirklich ein tragischer Charakter, der dank fortschreitender Verwesung nicht mehr lange „lebendig“ über die Erde wandeln wird. Und sie möchte doch endlich mal ein normales Leben wie andere Schulmädchen haben. Dabei bleibt Rea aber wirklich ein Sonnenschein vom Charakter her und deswegen fällt sie angenehm auf in dem Anime-Charakter-Einerlei. Zumindest bei mir.^^

Besonders dramatisch ist die Serie nun auch nicht, aber da sie eher ein tragischer Charakter ist, passt die Kategorie dann doch besser.

[Commie] Sankarea - 06 [7D057758].mkv_snapshot_17.55_[2013.01.06_22.15.53]

Bester Fetisch-Anime: Nazo no Kanojo X

Ist die Serie wirklich eine Fetisch-Anime? Ich weiß eigentlich gar nicht…von vielen wurde sie ja so dargestellt. Wenn man nur nach der beschreibenden Handlung geht, könnt man das auch denken: Junge wird süchtig nach dem Speichel eines Mädchens – ein wenig übernatürlicher Kram spielt da auch noch mit rein. Joah, etwas eklig ist das schon, hat mich aber nicht sonderlich tangiert. Ich meine, das ganze ist gezeichnet, und als Zuschauer guckt man ja nun mal nur zu. Und da finde ich 2324 Autopsie-Szenen in 3343 Krimiserien doch etwas schlimmer, aber jedem seine eigenen Ekelgefühle. Naja, zumindest fand ich die Liebesgeschichte zwischen Mikoto und Akira doch sehr knuffig umgesetzt. Ein wenig Drama, aber es passiert zumindest in jeder Folge irgendwas und die Handlung bewegt sich weiter. Was will man mehr bei einer solchen Serie? Das Charakterdesign ist etwas ungewohnt, aber es ist doch schön, wenn nicht jede Serie versucht, einem die Wohnung mit Postern von Bishojos vollzukleistern…

[GotWoot]_Nazo_no_Kanojo_X_OVA_[DVD][027C7086].mkv_snapshot_10.22_[2013.01.06_22.18.31]

Bestes Otaku-Bait: Asuna aus Sword Art Online

Hörer des Sword Art Online Podcasts wissen wohl schon worauf ich hinaus will: Bei Asuna wurde einiges richtig gemacht, damit die Fanboys sich Figuren, Poster und Badezimmergarnituren von Kirito’s besserer Hälfte ins Haus holen. Etwas Tsun, ganz viel Dere später, das Mädel kann online super kochen, würde vermutlich Miss Aincrad werden, ist nett, hilfsbereit und intelligent. Und mütterliche Gefühle zeigt sie bei Yui auch sofort…joah, man hat sich bemüht, dass Kirito ihr doch möglichst schwer widerstehen kann. Nach Punkten würde sie wohl schnell bei jedem Beliebtheitswettbewerb gewinnen, und zumindest auf Twitter versammelte sich eine kleine Fanbase, die es aber immerhin begrüßte, dass sie mit Kirito anbandelte – das sind hier ja keine japanischen Verhältnisse.^^;

Mir persönlich ist sie etwas zu langweilig, nicht genug Ecken und Kanten, um sie etwas dreidimensionaler wirken zu lassen, und ich würde mir nach aktuellen Stand höchstens eine Leafa-Figur hinstellen.

Naja, zumindest habe ich ein Gefühl, dass sehr viele Asuna sehr mögen und gerne von ihr Kram in ihren 4 Wänden abladen werden. Ist ja auch gut für die Wirtschaft und von jeder gekauften Figur wandert bestimmt ein Yen an notleidende japanische Zwischenbildzeichner.^^

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Positive Überraschung des Jahres: Kokoro Connect

Es gab von mir zwar „nur“ eine 8 von 10, aber ich erinnere mich noch gut daran, als wir hier zu dritt saßen und die Summer-Season in 2-Folgen-Stücken begonnen hatten und die Serie uns etwas kalt erwischte. Sie hatte eine gewisse Tiefe, etwas Humor und ganz viel Drama, ziemlich ungewöhnlich für ein Silver-Link-Werk. Früher war Silver Link für mich ein Studio, dass Serien im SHAFT-Stil herstellte, ohne dass SHAFT sie selbst gemacht hat, nun dachten wohl einige an Kyoto Animation bei Kokoro Connect. Nun gut, dass Charakterdesign ist im K-ON!-Stil und Aki Toyosaki (Yui /K-ON!)  spricht mit Iori Nagase einen Hauptcharakter, aber sonst fallen doch nur den wenigsten Seiyuus auf…ne, die Serie hat wenig bis nichts mit KyoAni am Hut.

Naja, zumindest ist doch recht auffällig, dass die Serie für die Hintergründe keinen Blumentopf gewinnt (diese verschwommenen Poster im Clubraum z.B.) und teilweise versagte man auch deutlich daran, die Charaktere korrekt aussehen zu lassen, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Das Drama war dank des übernatürlichen Aspektes aber fein umgesetzt und ich fand vieles auch gar nicht mal so unrealistisch, von den Hintergründen der Charaktere her. Nur Taichi ist für mich etwas zu sehr der typische männliche Hauptcharakter und manchmal brauchen die Arcs etwas, um auf den Punkt zu kommen. Wer etwas Drama haben will und ein angenehmes Charakterdesign möchte, sollte hier ruhig mal reinschauen.

kokoro

Bestes Ending zu einem ansonsten vergessenswürdigen Anime: Kill Me Baby

Es ist schräg und man sollte das Lied besser nicht im CD-Regal haben, aber dieser Tanz…

https://www.youtube.com/watch?v=ZBu20c5156U

Der Anime an sich hat 3 Witze, die sich immer wiederholen, wobei ich die Seiyuu brauchbar fand und teilweise zündete auch mal ein Gag…aber hier frage ich mich, warum man bei dieser Vorlage keinen 3-Minuten-Anime daraus gemacht hat…

Bester Charakter (Romantic-Comedy): Rikka Takanashi aus Chuunibyou Demo Koi ga Shitai!

Schon beim Lesen der Light Novel schwirrte mir ein „Awwwww~~~“ durch den Kopf und der Anime macht hier bei der Umsetzung fast alles wie erwartet. Sie ist irgendwie cool, aber kann im nächsten Moment auch unglaublich niedlich sein – reinster Zucker, unser kleiner Patient! Zum Anime selbst muss ich ja nichts mehr sagen…

Übrigens gibt es einen interessanten Zusammenhang zwischen den beiden „ausgezeichneten“ Charakteren: Sie teilen die gleiche Seiyuu: Maaya Uchida

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Bester Anime für’s weibliche Publikum: Chihayafuru

Etwas Shojo ist immer gut und Josei ist auch wichtig, und welcher Anime brachte uns 2011/2012 so schön ein eigentlich ziemlich unspektakuläres Spiel nahe wie Chihayafuru! Man ist in diesem Anime wirklich überrascht wie spannend so ein Karuta-Spiel sein kann, und irgendwie mag man einfach die Charaktere und möchte wissen, für wen sich  Chihaya denn am Ende entscheiden wird. Sowieso ist Chihaya ein sehr unterhaltsamer Lead für eine Serie dieser Art.

Die 2. Staffel steht in den Startlöchern und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Mehr kann man dazu nicht sagen, außer vielleicht, dass Madhouse hier wirklich eine auch optisch sehr feine Serie abgeliefert hat. Vergesst Btooom!, Chihayafuru ist die Madhouse-Serie, die man gut finden muss. 😉

Chihayafuru

Bester Tomboy der Season (oder heißt es Beste Tomboy der Season?): Mayaka aus Hyouka

Naja, ob man sie wirklich als Tomboy bezeichnen kann, ich weiß nicht, aber gegenüber zauberhaften Eru wirkt jeder Charakter irgendwie weniger „weiblich“ in Hyouka. Irgendwie muss ich Hyouka hier irgendwie unterbringen und vor allem im „Schulfest-Arc“ wurde sie mir doch sehr sympathisch. Wie auch die anderen Charaktere in der Serie entwickelt sie sich weiter und zeigt für Anime-Verhältnisse doch sehr oft sehr menschliche, verletzliche Züge, die aber nicht so aufgesetzt wirken, wie in vielen anderen Werken. Deswegen erwähne ich sie hier mal an dieser Stelle.

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Bester männlicher Hauptcharakter Koyomi Araragi aus Nisemonogatari

Niemand ist so gut darin, einen so großen Harem zu pflegen wie unser aller Lieblings-Ex-Vampir. Im Prinzip ist er Hitagi ja auch treu, macht also keine School Days-Fehler bislang, aber hat die Begabung immer wieder in recht anzügliche Szenen zu gelangen, für die er aber nicht von weiblichen Chara B verprügelt wird, sondern irgendwie verläuft das immer anders. Vielleicht hat die ständige Gefahr durch Tsukihi ihm einen Instinkt geschenkt, es doch niemals zu weit zu treiben? Zudem folgt er auch äußerst erfolgreich dem Ruf der Route und ihm gelingt es auch in Nisemonogatari 2 „Haremetten“ zu helfen, wobei man seine 2 Schwestern eher weniger als Teil des Harems sehen sollte, da sie ja eh bei ihm zuhause sind und man so ohne große Probleme, sie auf ihn treffen lassen kann. Irgendwie muss uns NisiOisin ja genug Abwechslung bei den Gesprächspartnern bieten können, und eine solche Einführung mit eigenen Geschichten gehört einfach zum guten Ton im Genre. Und niemand kann so gut vermöbelt werden wie Araragi!

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Erzähler des Jahres (oder in diesem Fall:Erzählerin) / OP des Jahres: die „U.N. Mediatorin“ / Jinrui wa Suitai Shimashita

Den Namen des Mädels kennt man irgendwie nun auch nach 12 Folgen nicht, aber ihr wunderbarer Zynismus verweist sogar Kyon in seine Schranken. Allerdings ist die Zukunft, die sie uns zeigt, auch noch eine Ecke surrealer als Haruhi’s Hirngespinste, so dass man sehr froh sein kann, dass man bei den ganzen seltsamen Charakteren zumindest eine Person hat, mit der man sich identifizieren kann. Die Handlung der Serie ist irgendwie eh nicht vernünftig zusammen zu fassen und die Reihenfolge der Geschehnisse ist auch nicht chronologisch…Moment, noch eine Parallele zu Haruhi…aber bis auf die weitere Gemeinsamkeit in Form der Art Vorlage, nämlich einer Light Novel, fallen mir keine weiteren Verwandschaften mehr ein.^^;

Zumindest ist Jinrui wa Suitai Shimashita bzw. Humanity has declined der Beweis dafür, dass in Japan auch noch Comedies entstehen, die nicht auf 4 Panels basieren, Mädels beim Rumhängen zeigen oder an einer Schule spielen – wobei am Ende trifft letzteres dann doch noch zu…hmmm…naja, anders als andere Werken ist es dann doch immer noch. Zum einen ist der Humor sehr böse, sehr absurd und irgendwie auch sehr niedlich, denn die neue beherrschende Spezies der Menschheit, die „Feen“ sind unglaublich niedlich und schwanken zwischen Genialität und kindlicher Naivität, und zum anderen schwingt immer sehr viel Satire mit, wie man sie z.B. auch in Sayonara Zetsubou Sensei finden kann, wobei bei Jinrui weniger Kenntnisse der japanischen Medienlandschaft benötigt werden. Vor allem die Folgen um die Wiederentdeckung von Yaoi-Manga und die Gefangenschaft in einem Manga benötigen nur normale Anime/Manga-Kenntnisse, damit man sich teilweise kringelig lacht. Und hierbei hilft vor allem die Erzählerin, die ja natürlich auch die Hauptperson ist, durch ihre sarkastischen Kommentare den bissigen Humor noch treffender zu machen, wobei man aber auch sagen muss, dass bei ihr das Herz auch am rechten Fleck ist. Und nicht vergessen darf man natürlich die pastellfarbene Optik, die zu den teilweise doch recht dunklen Geschichten einen feinen Kontrast bietet.

jinrui

Und das Opening ist eh einfach nur wunderbar, nano.RIPE eben. *_*

https://www.youtube.com/watch?v=0Vb8D1wxicA

Diese Choreographie hat einfach etwas!

Bester Anime des Jahres Chuunibyou Demo Koi ga Shitai!

Ohne weitere Worte.^^

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So, das fiel mir nun animemässig zum vergangenen Jahr ein. Keine Garantie auf Vollständigkeit, denn der Wortzähler sagt schon wieder mehr als 2500 Wörter, auch wenn ich gerne noch Danshi Koukousai no Nichijou erwähnt hätte…aber bin gerade zu träge, mir noch eine Kategorie auszudenken.^^