3 Conventions innerhalb von 6 Wochen überforderten etwas mein Zeitmanagement, deswegen kommen die passenden Berichte nun geballt.^^

Dieses Jahr wollte ich eigentlich sparen und nicht unbedingt jede Con mitnehmen und da die Animuc von der Anreise her logischerweise die teuerste ist (Hannover -> München), stand sie stark auf der Kippe, aber da Lini Lehita und Nataku De Lahar oldsqL und mir einen Schlafplatz angeboten haben, und ich den armen oldsqL den Sprit für die lange Fahrt nicht alleine zahlen wollte, kam ich mit. Dass Kumo auch Chu-2-Cosplay dort angekündigt hatte und dass es mir letztes Jahr auf der Con eh gut gefallen hatte, erleichterte die Entscheidung dann auch noch einmal.^^

Da es sich um die 5. Animuc handelte wurde dieses Jahr auch der Freitag mit Programm gefühlt, aber den Tag nutzten wir lieber für die Anreise in de Nähe vom Ulm, wo der erwähnte Schlafplatz uns erstmal erwartete (leider kam ich erst später los, da die Arbeit mich noch länger als geplant in Beschlag nahm >_<). Am Samstag Morgen machten wir uns dann auf zum Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck, wobei das Wetter mal wieder überhaupt nicht auf unserer Seite war. Die Tage davor waren weitaus wärmer, aber die eher kühlen Temperaturen (unter 10° teilweise am Samstag) ließen wieder zahlreiche Cosplays unter Jacken verschwinden oder Cosplayer in den Inneräumen verharren. Manch einer blieb wohl auch gleich ganz zu Hause. Tja, für das Wetter können Conventions ja generell nichts, aber bei der Animuc ist es besonders schade, da die Convention doch draußen eine der schönsten Deutschlands ist, finde ich. Zumindest gibt es genug Grün und die Gebäudemauern bieten auch recht hübsche Hintergründe für manch Cosplay.

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Dieses Mal stand die Convention unter dem Thema „Märchen“, was sich nicht nur auf das Programmheft auswirkte, sondern auch z.B. auf die Namen der Räume. Der Zusammenhang mit japanischerPopkultur geht dabei zwar etwas verloren, finde ich, aber so bekommt man zumindest etwas Abwechslung jedes Jahr und die Connichi macht ja im Prinzip so etwas ähnliches. Zum Veranstaltungsort passte das Thema aber doch sehr gut. An Programmpunkten habe ich nicht gerade viel gesehen und irgendwie kommt es mir so vor, als wird das mit jedem Jahr schwieriger, weil man immer mehr Leute kennt und immer weniger Zeit findet für die Con selbst…aber z.B. besuchte ich das Panel mit Yuji Nunokawa, der als Mitbegründer vom Studio Pierrot u.a. Saber Rider and the Star Sheriffs, Great Teacher Onizuka und Naruto mitgeplant bzw. produziert hatte. Das ganze Panel stand dann auch sehr unter Motto „Naruto“, was mich auch nicht sonderlich störte, nur wurden mir ein paar zu viele Videos gezeigt. Zum einen wurde ein Video über die Werke des Studios gezeigt, ein Making of des ersten Naruto Films (stammte offensichtlich von einer englischsprachigen DVD) und allerlei Trailer zu Naruto-Filmen. Zwischendurch erzählte er noch etwas über seine Erfahrungen auf internationalen Conventions und seine Mitarbeit an Anime, die in Deutschland bekannter sind als in Japan, und diese Teile waren sehr interessant, so dass ich mir mehr davon gewünscht hätte. Natürlich wurde auch noch ein wenig Q&A durchgeführt, wobei ich mir selbst auch keine Fragen überlegt hatte. Allerdings bin ich bei den Serien auch nicht gerade ein Experte und zerbreche mir selten über z.B. Naruto den Kopf bzw. möchte unbedingt mehr über die Entstehung des Anime wissen…

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Später gab es dann auch noch eine Signierstunde, aber da ich nichts passendes mitgenommen habe, blieb ich ihr fern. Später am Abend besuchte ich noch das Konzert von Ryo Kunihiko (Klavier, Komponist der OSTs zu Emma-Staffeln, Tegami Bachi, Level E, Aion, Lineage), Reiko Tsuchiya (Violine beim ef Opening, Grandia, Rewrite) und Yamada Wataru (Schlagzeuger). Bei eigen Lieder gab es noch einen weiteren Gast, an dessen Namen ich mich aber nicht mehr erinnern kann. Ich glaube, er spielte an einem mongolischen Instrument. Wie man sich schon denken, ist das Konzert mit solchen Instrumenten etwas ungewöhnlicher im Vergleich zu dem, was an sonst so auf Cons präsentiert wird, und es gab „nur“ instrumentale Stücke aus den Werken von Ryo Kunihiko.

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Da mir aber orchestrale Soundtracks sowieso sehr gefallen, fand ich das Konzert sehr gelungen und es war definitiv mal etwas anderes, auch wenn ich es bei Konzerten normalerweise lieber mag, wenn ich Stücke vorher schon mal gehört habe (d.h. irgendwas schon kenne), war die Auswahl der Stücke sehr gelungen und sie wurden auch per Videoleinwand noch unterstützt. Dieses Mal nutzte ich auch die Signierstunde aus, um mir von Reiko Tsuchiya die ef Opening-Single und eine Grandia-CD signieren zu lassen. Etwas blöd war nur, dass man nicht richtig ausgeschildert hatte, wo das Ganze stattfinden sollte. Nur durch großes Glück verlor ich meinen Platz vorne in der Schlange nicht, als wir zum richtigen Ort geführt wurden.

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Am Sonntag nahm ich dann wieder wie letztes Jahr mit leicht veränderter Team-Besetzung am Animuc-Quiz teil und wir konnten den Titel verteidigen, wobei die Fragen eher noch schwieriger als auf der Connichi waren. Da wurde z.B. nach Kinder-Animes gefragt, die, glaube ich, noch nicht mal im Westen im Fernsehen liefen…und auch die Japan-Fragen waren eher noch obskurer als sonst. Dem Motto folgend gab es auch eine Märchenkategorie Naja, einfach soll es ja nicht, sein und Spaß machte es ja trotzdem sehr viel. Mal sehen, wie es nächstes Jahr laufen wird. 2 andere Quiz-Varianten gab es auch noch im Programm: den Triathlon-Quiz (hört sich anstrengend an) und das Animuc-Märchen-Quiz ( war eh am Freitag und wohl nicht genug Moe drin).

Zwischendurch schaute ich auch mal beim peppermint anime „Suprise Screenning“ vorbei, wo ich mich dann kurz von einer Valvrave-Folge spoilern konnte, die ich davor noch nicht gesehen hatte (gab’s aber schon als Simulcast). an ihrem Stand hatte ich auf der Hanami aber noch nicht vorbeigeschaut.

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Wie immer hielt ich mich von Workshops fern, aber ich hörte viel gutes über den zum Thema „Cosplay Fake Boobs“. Tja, das passiert, wenn es zu viel Oppai in Anime gibt: Die Cosplayer müssen zu Tricks greifen und das viele überflüssige Fleisch (Zitat von Yozora aus Haganai) vernünftig nachzuahmen. Eigentlich hätte ich ja beim „Tanzworkshop Hare Hare Yukai“ vorbeischauen müssen, aber Tanzen war und wird wohl nie so ganz meins sein. Und das Haruhi-Tanzspiel auf der Wii bereitet mir immer noch schlaflose Nächte…(ok, nein, tut es nicht, aber diese Steuerung war wirklich schlimm!). Als ich etwas über den „Fansub Workshop“ gelesen hatte, fand ich schon etwas ironisch, dass die RAW-Besorgung erklärt werden sollte. In Japan gehen die Leute für’s Hochladen ins Gefängnis und hierzulande wird auf einer Anime-Convention „darüber“ nen Panel gemacht…

Ein DCM-Vorentscheid fand auch statt, von dem ich aber nur die Verkündung der Gewinner kurz vor der Abschlussveranstaltung gesehen hatte. Von den Showgruppen bekam ich nicht viel mit, aber bei der großen Auswahl sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Etwas überrascht war ich, als ich beim Durchblättern des Programmheftes bei „Serenata“ die Namen „Taiga“, „Minorin“ und „Takasu“ las…die machten wohl ein Ouran Highschool Host Club Crossover mit Toradora…

Natürlich schaute ich mal im Händlerraum vorbei, der zumindest figurenmässig nicht sonderlich fälschungsverseucht war wie auf manch anderer Con. Diese kleinen Dakimakuras oder manch großes kam mir aber nicht sonderlich original vor. Auch Kopien von Doujinshi-Kissen sind nicht gerade ok, finde ich. Viele der Oppai-Mauspads sind normalerweise genauso wenig original…

Ein traditioneller „Gamesroom“ darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn es eher ein abgetrennter Bereich über dem Händlerraum war, bot er Platz, große Fernseher und für eine „kleine“ Con doch einiges.

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Positiv wirkt sich auch aus, dass der Einzugsbereich der Animuc sich weiter nach Süden ausstreckt und auch mehr Österreicher und Schweizer anlockt. Ich denke, die Animuc ist auf dem richtigen Weg, weiter zu wachsen und lebt vor allem von der tollen Location, die einem bei schlechten Wetter aber leider weniger hilft, aber vielleicht zeigt sich der April auch mal wieder von seiner besseren Seite in den nächsten Jahren. Und bei schlechten Wetter gibt es immer noch eine große Auswahl an Programm, was will man also von einer Convention mehr erwarten?

Weitaus mehr zur Animuc gibt’s im Podcast, der mit Ani von der Orga der Convention und Kumo zwei besonders kompetente Gäste hat.^^