Mittlerweile ist j auch die 2. Light Novel von Haruhi Suzumiya in den USA erschienen und ich habe sie nach der Ankunft auch regelrecht verschlungen. Zum Verglech habe ich oben mal die 3 „Versionen“ fotografiert. Oben links die Softcover-Version und oben rechts die Hardcover-Version (Inhaltlich sind beide wieder gleich). Unten gibt’s die jap. Ausgabe zu sehen.

Alle Zeichnungen scheinen die Übersetzung überlebt zu haben und was in Farbe war, blieb in Farbe. Ich hatte schon vor der Ausstrahlung der Animefolgen gehört, das dieser Band weniger gelungen sein soll und als ab der 4. Folge waren die meisten wohl auch der Meinung, das die Animeumsetzung besser gelungen sei als die Light Novel…also schraubte ich meine Erwartung mal nicht zu hoch.

Das Buch behandelt wie die gleichnamigen Folgen den Dreh von „Asahina Mikuru’s Adventure Episode 00“ und mir fielen nur 2 grössere Unterschiede zwischen der Light Novel und dem Anime auf (kleine Spoiler):

1. Tsuruya-san mischt Mikuru in der Light Novel Tequila in den Saft, im Anime ist es Amazake (Laut Wikipedia ist das Zeug alkoholfrei…also da könnte man ja fast denken, dass Mikuru wirklich Kyon nur etwas vorspielt…). Im jap. Fernsehen darf man wohl keine alkoholtrinkenden Teenager zeigen, also kann man KyoAni da keinen Vorwurf machen.

2. Der Epilog des Animes ist der Prolog des Buches (das „Date“ von Haruhi und Kyon, als Kyon die wahre Identität von den anderen der SOS-Brigade erzählt)

Eine Kleinigkeit ist auch noch anders: Im Buch gibt es richtige Kapitel, der Anime dagegen macht ja gar keine richtigen Pausen, noch nicht mal am Ende der Folgen.

Ich kann leider nicht beurteilen wie nah sich das Buch an die jap. Version hält, aber die Übersetzung liest sich zumindest sehr flüssig und allzu kompliziert ist das verwendete Englisch auch nicht gerade (gut für Importeure).

Ich muss übrigens auch sagen, dass die Animeumsetzung humortechnisch besser funktioniert, denn bis zu der kleinen Auseinandersetzung zw. Haruhi und Kyon plätschert die Geschichte so vor sich hin. Erst dann wird es richtig „spannend“ und die Dialoge mit all den philosophischen Untertönen nehmen wieder zu und damit kriegt das ganze wieder mehr Substanz. Obwohl ich die Handlung der 1. Light Novel fast auswendig kannte, da ich die Animeversion schon unzählige Male gesehen hatte, fand ich diese trotzdem einfach spannender. Ich kann also auch sagen, dass „Sigh“ etwas abfällt, aber trotzdem immer noch lesenswert ist. Kyon ist und bliebt ein herrlich zynischer Erzähler und das bleibt die Stärke dieser Buchreihe. Durch die vielen visuellen Aspekte des Buches (Mikuru Beam usw.) funktioniert das alles als Anime aber einfach besser, vor allem da KyoAni wirklich viel aus dem geschriebenen Wort gemacht hat.

Kaufen sollte man sich die Light Novel aber unbedingt, wenn man die späteren Bände noch lesen möchte, damit Yen Press / Little Brown auch weiterhin so nett ist, und die Bände in überschaubaren Abständen veröffentlicht.

sigh_02

Hoffentlich lizenziert auch mal jemand die Bakemonogatari Light Novels, aber dafür müssen wohl noch ein paar mehr die schon in den USA erhältliche Light Novel „Zaregoto 1: Book 1: The Kubikiri Cycle“ vom gleichen Autoren kaufen. Die lese ich übrigens gerade und sie gefällt mir bislang sehr gut.