Auf dieser dieser Animagic durfte ja Vash the Stampede eine größere Rolle einnehmen, denn sowohl der frische Kinofilm „Trigun Badlands Rumble“ auch 3 Ehrengäste passend zum Franchise wurden präsentiert. Am Anfang gibt’s noch ein paar klassische Screenshots, dann folgt eine „wall of text“, denn vom Film konnte ich schlecht welche machen und bei den Panels habe ich keine Fotos gemacht ^^;.

Bei der Eröffnungsveranstaltung der Convention wurde dann leider eine schlechte Nachricht überbracht, denn es wurde mitgeteilt, dass der Mangaka von Trigun, Yasuhiro Nightow, aus persönlichen Gründen nicht selbst erscheinen konnte. Als „Vertretung“ wurde aber Masaya Onosaka (Seiyuu von Vash in Trigun, Leeron in Gurren Lagann, Isaac Dian in Baccano!, Frankreich in Hetalia) geholt, der für mich eigentlich interessanter als der Mangaka ist^^. Witzigerweise war vor der Eröffnungsveranstaltung noch eine Autogrammstunde mit allen jap. Ehrengästen und ich wunderte mich zum einen, dass der vermeintliche Mangaka plötzlich anders hieß und mit seinen blonden Haaren auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Vash besaß^^;. Allerdings ärgerte ich mich etwas, dass diese Änderung der Ehrengäste nicht zuvor angekündigt wurde, da ich ein großes Yoko-Poster mit 9 Unterschriften von beteiligten Seiyuus und „Staff“ aus Gurren Lagann besitze, und gerne eine weitere Unterschrift darauf besessen hätte. Aber da ich von dem Wechsel nichts wusste, blieb das Poster halt zuhause an der Wand hängen -_-.

Da das Trigun-Franchise mir bisher nicht sonderlich bekannt war und ich nur vor hatte mir die Serie endlich mal bei der nächsten Veröffentlichung in den USA zuzulegen (Blu-rays waren mal angekündigt), war ich erstmal etwas ratlos als die ursprünglichen Ehrengäste angekündigt wurden. Normalerweise habe ich von den meisten Leuten zumindest irgendwas in meiner Sammlung oder habe gar ihre aktuellen Werke gesehen, aber diesmal hatte ich mal gar keine Ahnung. Glücklicherweise fand ich noch auf ein paar alten DVD-Rs noch die TV-Serie (*hüstel*) und so dachte ich mir, gucke sie mir doch mal an, damit die Panels zumindest etwas Sinn für mich machen.

Und ich wurde positiv überrascht! Ich habe generell nichts gegen ältere Serien, aber 1998 sahen Serien noch etwas simpler aus bzw. man war vom Budget her etwas stärker eingeschränkt als heutzutage. Auch die Geschichtenerzählung war damals teilweise noch etwas unausgereifter, zumindest sieht man einigen Serien aus der Zeit in mehrfacher Hinsicht ihr Alter an. Bei Trigun ist dies glücklicherweise nicht der Fall, denn auch wenn man teilweise sichtbar sparen musste, um bei den Actionsequenzen einiges bieten zu können, sieht die Serie noch ziemlich gut aus und die Handlung ist auch sehr interessant. Natürlich gab es wie heute oftmals ein paar Probleme mit der Qualitätskontrolle,  aber schlecht sieht es keinesfalls aus. Da ich gerade zu träge bin, die Handlung der Serie zusammenzufassen, zitiere ich mal von Wikipedia:

Die Geschichte spielt auf dem Wüstenplaneten Gunsmoke. Dieser wurde von Menschen besiedelt, die meist in kleineren, verstreuten Siedlungen leben, ähnlich dem Wilden Westen Amerikas.

Auf Vash the Stampede, auch Humanoid Typhoon („menschlicher Taifun“) genannt, sind 60 Milliarden $$ (Doubledollar) Kopfgeld ausgesetzt. Er wird für die Zerstörung der Stadt July verantwortlich gemacht. Dort, wo er auftaucht, sorgt er für Unruhe und Chaos, was allerdings auch an dem Kopfgeld liegt. Denn seine Verfolger sowie deren Abwehr richten meist den Schaden an. Als ihn die Regierung als Naturkatastrophe einstuft, werden die beiden Versicherungsagentinnen Millie und Meryl geschickt, um weitere Schadensfälle zu vermeiden. Vash stellt sich allerdings als tollpatschiger, jedoch zäher Kerl heraus, der zwar wahnsinnig gut schießen kann, aber fest behauptet, noch niemals einen Menschen getötet zu haben und das auch weiterhin beibehalten möchte.

Später trifft Vash auf Nicolas D. Wolfwood, einen Wanderpriester, der auch ein guter Schütze und Besitzer eines großen Waffenarsenals in Form eines riesigen Kreuzes ist. Zudem wird er von einer Gruppe von Kriminellen gejagt, die sich Gung-Ho Guns nennen.

Mich begeisterte vor allem der Humor bei Serie, denn Vash ist größtenteils ein sehr alberner Charakter, der aber durch sein Können aus jeder Situation lebend herauskommen kann. Der Humor behilft sich größtenteils Slapstick und ist sehr übertrieben, aber voller Herz. Interessant ist dabei, dass er eigentlich ein sehr nachdenklicher und auch trauriger Mensch ist, der seiner Umwelt durch die alberne Art oftmals nur eine Maske zeigt. Vor allem ist interessant wie die Serie mit Moral umgeht, denn Vash möchte niemanden töten, aber seine Umwelt ist oftmals brutal und ein Großteil der Serie dreht sich darum, wie er mit der Situation umgeht, dass Menschen wegen ihm sterben müssen und wie er damit umgeht.

Zu der Serie würde ich auch sagen, dass es schade ist, dass heutzutage so etwas nicht mehr gemacht wird, denn Sci Fi mit Western vermischt, mit jeder Menge Humor schaue ich eigentlich immer gerne. Vor allem wenn auch mal trotz der Action und dem Slapstick auch mal die ein oder andere moralische Frage gestellt wird. Übrigens fand ich ich mal wieder interessant weibliche Charaktere in einer Serie zu sehen, die in keiner Stelle zu Fanservice herangezogen werden und einen nur durch ihren Charakter sympathisch gemacht werden. Un der Running Gag mit der Katze ist auch großartig^^.

Um die Serie ging es aber eigentlich weniger am letzten Wochenende, sondern um den aktuellen Film. Trigun war, so weit ich es weiß, in den USA fast erfolgreicher als in Japan, und da Madhouse in den letzten Jahren in Japan nicht unbedingt viele Hits hatte (in den ANN Podcasts hieß es öfter, dass es ihnen finanziell nicht gut geht, trotz Tokikake und Summer Wars), überlegte man sich wohl sich etwas mehr dem internationalen Markt zu widmen. Das sieht man an den Animes zu Iron Man und Wolverine und auch an Trigun Badlands Rumble. Während in Japan action-orientierte Serien weniger gefragt sind, fragt vor allem der amerikanische Markt danach, und die Weltpremiere des Films auf einer amerikanischen Convention spricht deutliche Worte, für wen dieser Film wohl konzipiert wurde^^.

Inhaltlich ist der Film ungefähr zwischen Folge 9 und 10 angesiedelt, hat also keinerlei Auswirkung auf die bestehende Handlung der TV Serie, ist aber um einiges bombastischer inszeniert. Die technische Weiterentwicklung in der Anime-Industrie ist deutlich (positiv) sichtbar: Belebte Straßen, Kamerafahrten und sehr flüssige Action. Man sollte sich den Film als wahren Fanservice verstehen (in der traditionellen Bedeutung des Wortes): Man kriegt die bekannten Charaktere in einer Geschichte, die auch aus einem Hollywood-Blockbuster von der Komplexität her stammen könnte (habe ich kein Problem mit) sehr spektakulär präsentiert. Der Humor ist der gleiche wie vorher, nur lässt er sich dank höherem Budget viel besser inszenieren und wenn mitten in einer toll choreographierten Saloon-Schlägerei durch eine typische Vash-Aktion der ganze Saal laut zu lachen und zu klatschen beginnt, dann hat man das Geld wohl richtig eingesetzt. Auch eine an Mad Max erinnernde Verfolgungsjagd mit zahlreichen Fahrzeugen in der Wüste sah fantastisch aus und auch ein großes rollendes Objekt in einer Stadt wurde selten so spektakulär und witzig auf die Leinwand gebracht wie hier^^. Storymässig verrate einfach mal nix, nur dass eine neue weibliche Hauptfigur auftaucht, die von Maaya Sakamoto gesprochen wird (Mari in Evangelion 2.0, Hitomi in Vision of Escaflowne), und der übliche Bösewicht darf natürlich auch nicht fehlen. Meryl, Millie und Wolfwood sind natürlich auch dabei. Wie schon erwähnt, keine kreative Geschichte, aber der Film macht trotzdem mehr Spass und macht mehr Sinn als die normalen Filler-Movies aus One Piece und Bleach. Man merkt dem Film in jeder Sekunde an, dass die Macher ihren Spass hatten und man sieht eine deutliche Qualitätssteigerung zu einer TV Serie, was will man mehr. Wenn der Film mal bei uns erscheint, unbedingt anschauen, wenn man humorvolle Action mag. Auch JimmPantsu hatte seinen Spaß, auch wenn zuvor noch nix aus dem Franchise kannte.

Etwas schade war, dass der Film nur am Freitag Abend im „Studio“ gezeigt wurde, das sich nur bedingt dazu eignet, vielen Leuten Animes mit Untertiteln zu zeigen, denn der Großteil der Sitzplätze befindet sich auf einer waagerechten Fläche, so dass man in den hinteren Reihen ständig Köpfe vor den Untertiteln hatte -_-. Um diese entziffern zu können, änderte ich ständig die Kopfposition…zum Glück bot der Film viel Action, so dass man sich ab und zu dann auch nur mal auf das Bild konzentrieren konnte. Zudem litt die Vorführung etwas darunter, dass die DVD teilweise nicht korrekt gelesen werden konnte, d.h. ab und zu stockte das Bild, es gab ein paar Sekunden Pause und dann fehlte wohl ein Stück (Sekunden) und es ging weiter. Joah, sowas kennt man ja von Conventions^^. Wenn ich das richtig gesehen habe, waren die Ehrengäste wohl bei der ganzen Vorführung dabei, so dass sie sich sicherlich gefreut haben, dass das Publikum den Film durchgehend begeistert aufzunehmen schien. Etwas komisch, dass man den Film nicht etwas prominenter präsentiert hat, denn dieser Film existiert noch nicht mal in Japan auf DVD oder Blu-ray und ist für Deutschland noch nicht angekündigt worden. Filme wie Astro Boy und Bleach laufen dann aber im großen Festsaal…wenn auch erst um 0:00.

Am Samstag und Sonntag gab’s dann die Podiumsdiskussionen und Signierstunden, die ich mittels meines Handys einfach aufgezeichnet habe, damit ich hier nun die behandelten Themen vernünftig wiedergeben kann, zusammengefasst mit meinen eigenen Worten. Teilweise weiß ich nicht mehr, wer was geantwortet hat, aber das sollte meistens keine grosse Rolle spielen^^. Jede Frage- und Antwortrunde ging ca. 45 Minuten. Ich habe übrigens die Antworten wieder in die Ich-Perspektive umgewandelt, um nicht ständig indirekt schreiben zu müssen^^; und ich habe nicht großartig versucht, alles flüssig klingen zu lassen, da Übersetzungen nun mal meistens etwas holpriger sind und ich nicht da auch noch was ändern möchte.

Anwesende: Masaya Onosaka (Vash), Satoshi Nishimura (u.a. Regisseur), Takahiro Yoshimatsu (Animation Director, Character Design) + die üblichen „Übersetzer“

Samstag:

An Masaya Onosaka: Identifiziert er sich selbst mit der Hauptfigur?

„Ich selbst bin Vash! Auch in meinem normalen Leben stelle ich dem weiblichen Geschlecht nach. Trotzdem bin ich immer noch Single.“

Wollte man  den alten Fans Fanservice bieten, die vielleicht gar nicht mehr im richtigen Alter sind, oder neue Fans mit einer etwas einfacheren Variante und Action gewinnen?

„Beides. Es ist jetzt 12 Jahre her, dass die Fernsehserie zu Ende ist. Es hat sich zu früher nicht viel verändert, aber er wollte auch neuen Zuschauern etwas bieten, die die alte Serie nicht kennen“

Takahiro Yoshimatsu: „Klar, die Serie ist schon 12 Jahre her, sie lebt aber noch in mir weiter und in diesem [verstehe ich akustisch nicht -_-]-Bild habe ich [den Film] gezeichnet und wäre auch sehr froh, wenn die Serie noch weiterleben könnte.“

„Eigentlich war die TV-Serie eine abgeschlossene Geschichte. Ich mochte die ganze Welt bzw. die Weltanschauung am meisten an der Serie und deshalb hatte ich etwas Bedenken, dass ganze zu einem Film zu machen, aber da alles erhalten geblieben ist, bin ich sehr froh darüber. Es gab damals viele Dinge, die man damals als die Serie lief, nicht machen konnte, die man aber nun, da die Mittel da sind, umsetzen konnte. Deswegen bin ich sehr froh, dass der Film gemacht werden konnte.“

[Gekürzte Frage wegen Lob und so^^] Ist eine OVA oder eine Serie geplant, die sich direkt an den Manga (Trigun, Trigun Maximum) und seine Charaktere hält?

„Die TV Serie ist im Prinzip abgeschlossen, deswegen ist es fraglich, dass es am Manga fortgesetzt wird. Ich freue mich sehr darüber, dass es hier so enthusiastische Fans gibt.“

An Masaya Onosaka: Wusste er, als er den Charakter das erste mal gesprochen hat, dass der Vash nicht immer so lustig ist? Wusste er, wer Rem ist?

Masaya Onosaka: „Als mit der Produktion begonnen wurde, lief der Manga noch. Ich kannte die Handlung des Mangas und habe auch den Manga selbst gelesen, aber da der Anime ein anderes Ende hat, wußte ich nicht, was mich erwartet. Immer wenn ich ein Drehbuch bekam, war ich sehr gerührt von der Handlung.“

Frage auf japanisch von einer Cosplayerin im Meryl-Outfit(^^;) Was mögen die Gäste am liebsten an Deutschland?

Masaya Onosaka: „Ich bin so beschäftigt mit Arbeit, dass ich es noch nicht geschafft habe draußen etwas essen zu gehen.“

„Ich habe vor der Halle eine Curry-Wurst gegessen und die war unglaublich lecker. Die war noch viel, viel leckerer, als ich mich in meinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können. Ich möchte auf jeden Fall noch eine essen. Wenn das hier vorbei ist, werde ich noch einmal direkt dort hingehen.“

„Alle hatten sich schon, bevor es nach Deutschland los ging, auf das Bier gefreut. Seit dem sie hier sind, machen wir nix anderes als Bier trinken.“

Satoshi Nishimura: „Vor allem das Weizenbier ist sehr lecker.“

[Leider weiß ich nicht mehr, wer das gesagt hat]: Ich habe ein neues dt. Wort gelernt: Bierbauch!

[Man bietet bietet dem Mädel nun an, mit den Gästen nachher ein Bier zu trinken]

[Cosplayer einer US-Comic-Figur läuft zum Mikro und wird von den Gästen gefragt, aus welchem Comic das Kostüm stammt]

Welche Figur, außer Vash und Wolfwood, mögen die Gäste am liebsten?

„Rem, weil sie eine Frau ist [^^;].“

Takahiro Yoshimatsu[wenn ich mich recht erinnere]: Kuroneko, die schwarze Katze. Deren Existenz stellt das ganze von Trigun da. [??]

„“Da es nicht viele weibliche Charaktere bei Trigun gibt, mag ich alle, die es gibt, sehr gerne.“

Auch die aus dem Film?

[Die Antwort  wendet sich aber seltsamerweise dem Bösewicht des Films zu, ne Art Spoiler!] „Auch wenn Gasback ein böser Charakter ist, wäre ich froh, wenn er mein Vater wäre.“

Was war das für eine „Frucht“ in Vash’s Tasche (Spoiler!!!)?

„Thomas. [So hieß das Zeug, wenn ich mich recht erinnere]. Das ist keine Frucht. Das ist das Fleisch der Reittiere, die Meryl und Millie reiten. Da steckt keine Bedeutung hinter, das ist einfach sehr hartes Fleisch, durch das keine Kugel durchkommt. Da Trigun auch ein Actionfilm ist, wurde er so fertiggestellt, dass man wirklich über das nachdenken soll,was auf einen zukommt und es einfach nur genießen soll.“

„Das Fleisch ist ein Äquivalent zu amerikanischen Kriegsfilmen, wenn der Soldat an der Brust getroffen wird und Feuerzeug dem Soldaten das Leben rettet, da die Kugel drin stecken bleibt bzw. abprallt.“

Könnte Gasback noch mal in einem OVA oder so erscheinen?

„Letztendlich ist Gasback ein Produkt aus der Fantasie von Nightow-Sensei und zum Teil stellt der Charakter auch einen Teil von ihm da. Aber ein Spin Off oder ähnliches mit Gasback ist nicht geplant.“

In allen Folgen ist Kuroneko schwarz, aber in einer Folge sind die Ohren braun? Ist das dieselbe Katze?

„Es kann sein, dass es nur eine Kuroneko gibt. Es kann aber sein, dass es mehrere Würfe gab in der Welt von Trigun, und das dann ein Exemplar braune Ohren hat.“

„Wenn man zu viele Fragen über Kuroneko stellt, ist das übrigens sehr gefährlich…“

Mögen die Gäste gerne Donuts?

[Hörte sich nach einem „Ja“ an].

Masaya Onosaka: „Ich habe in einem Donut-Laden gearbeitet.“

Welche Szene in der Serie oder Film hat den Gästen an meisten gefallen dran zu arbeiten [Spoiler!!!]?

Spoiler: „Wenn die ‚Fabrik‘ durch die Stadt rollt“

„In der ersten Folge, wenn eine Bar zerschossen wird. Von dem Moment dachte ich, dass wird ein ganz krasser Anime.“

„In der 5. Folge gibt’s am Ende eine Schießszene, wo er mit der letzten Kugel gewinnt“

Ist ein Spin Off mit Kuroneko geplant, da es ja ein so tiefgründiger Charakter ist (Ironie)?

„Da hinten sitzt einer der Produzenten, wenn der sich das wünscht, kann man sich das vorstellen. Man müsste ihm gut zureden.“

Was ist der wichtigste Charakterzug von Wolfwood (außer dass er ne coole Sau ist) [ich zitiere!]?

„Ich versuche ehrlich zu antworten. Er ist ein totaler Realist. Für die Serie ist wichtig, wie er auf den Charakter von Vash reagiert. Wie er von der Art von Vash genervt ist.“

Wie ist man auf die Idee gekommen Maaya Sakamoto für die Rolle von Amelia im Film zu verpflichten?

„Sie hat eine sehr burschikose Stimme und moé-Mädchen sind gerade sehr bleibt in Japan sind [das Wort hat er, glaub ich, wirklich gesagt]. Sie ist zudem eine sehr professionelle Sprecherin.“

[Achtung, Fremdschäm-Alarm -_-] Die Gäste sollen „Ich liebe euch!“ sagen, Masaya Onosaka bitte in Vash’s Stimme.

„Ich liebe_euch!“ mit Vash’s japanischer Stimme und Applaus (bitte „Ziel speichern unter“)

[Das war das Panel vom Samstag]

Sonntag:

Eine Frage zu Gungrave. Was haben Takahiro Yoshimatsu und Satoshi Nishimura mit diesem Werk zu tun gehabt?

Takahiro Yoshimatsu: „Ich fand das Spiel und den Anime sehr unterhaltsam.“

Satoshi Nishimura: „Ich war nur am Anfang der Produktion beteiligt, hatte dann aber andere Dinge zu tun.“

Masaya Onosaka mischt sich ein: „Ich habe eine Rolle im Spiel gehabt.“

Welche?

Masaya Onosaka: „Einen Gegner, ziemlich weit am Anfang.“ [Nun wird etwas spekuliert, wer das gewesen kann. Laut ANN war es Balladbird Lee und die FAQ sagt, den Typen trifft man im 3. Level].

[Es folgt noch etwas Smalltalk über Gungrave Overdose, dann sagt Masaya Onosaka:] „Ich hätte gerne im Gungrave-Anime gesprochen, wurde aber leider nicht gefragt. Auch die Hauptrolle hätte ich gerne genommen. Eigentlich sogar am liebsten in allen Nightow-Adaptionen“

Wenn die Gäste sich in einen Animecharakter verwandeln könnten, wer wäre das und was für Fähigkeiten hätte dieser?

Takahiro Yoshimatsu: „Jemand, der einfach 10mal so schnell zeichnen könnte, das wäre dann ein Original Character.“

Satoshi Nishimura: „Ich hätte gerne Doraemon’s Bauchtasche, wo man alles rausholen kann.“

Masaya Onosaka: „Ich möchte in jedes Land reisen, wo ihn alle anhimmeln würden.“

Eine Frage zum Film, an was erinnert man sich gerne zurück, an was weniger gerne?

Satoshi Nishimura: „Im Gegensatz zur Serie, in der man nicht wirklich einen High-Level-Anime machen konnte, konnte man viel mehr Zeit in Qualität und die Farbintensität investieren und das hat wirklich Spass gemacht.“

Takahiro Yoshimatsu: „Für mich waren die Szenen sehr schwierig, wo viele Leute erscheinen – das ist für einen Charakterdesigner immer sehr schwierig. Das war sehr zeitintensiv.“

Masaya Onosaka: „Es war ein sehr gutes Gefühl nach so langer Zeit wieder Vash zu sprechen. Gerade bei der letzte Szene war ein gutes Gefühl sie zu sprechen.

Gab es in der Serie irgendetwas, was man machen wollte, aber nicht konnte (Budget, Technik)?

Satoshi Nishimura: „Bei einer TV-Serie hat man einen engen Zeitplan und nicht viel Geld. Deswegen gab es viele Dinge, die man nicht machen konnte, aber machen wollte. Vor allem Szenen mit vielen Menschen, die sich in einem Bild bewegen, die sehr viel Zeit und Kraft benötigen, lassen sich selten im TV umsetzen, aber ein Film bietet nun diese Möglichkeit.“

„Ein weiteres Problem ist auch im jap. Fernsehen, dass man nicht allzu viel Blut zeigen darf. Und nun konnte man das im Kinofilm ändern. Es ist aber nicht gleichzeitig Grundlage des Animes, dass Körperhälften abgetrennt werden, bzw. Blut spritzt. Es wurde versucht, das auf andere Weise darzustellen. Das war aber auch nicht immens wichtig. Beim Kinofilm kommt dazu, dass man dafür Eintritt zahlt und Trigun schon irgendwie ein „Junk-Movie“ ist, und das man natürlich schon gerne solche Szenen mit einbringt.“

Gab es Überlegungen bekannte Bösewichte in den Film zu bringen oder mit Gasback in Verbindungen zu bringen?

„Der Film sollte zwischen Folge 9 und 10 spielen, daher wäre es komisch gewesen wenn Charaktere bzw. Bösewichte aufgetaucht wären, die erst später in der Serie auftreten, aber dann schon vorher im Film.Es war als Zwischenfolge, Spin Off geplant.“

[sehr leise Frage -_-] Was werden die Gäste von der Animagic nach Hause mitnehmen?

„Ich bin jeden Tag sehr gerne zur Convention gekommen, habe sehr tolle Cosplays gesehen und viele Fotos gemacht. Ich werde auch meinen Freunden und denen ,die an der Serie mitgearbeitet haben, die verschiedenen Cosplays zeigen und ihnen sagen, ‚Hier, das ist Dein Charakter‘.“

„Auf mich haben den größten Eindruck die vielen Cosplays gemacht, die von sehr hoher Qualität sind. Gerade das weibliche Geschlecht fand ich sehr „charming“ und das werde ich auf jeden Fall in Japan weiter erzählen.“

„Was die dt. Cosplayer sehr stylisch macht, ist, dass sie teilweise sehr groß sind. Das drückt das Originale des Charakters sehr gut aus, wenn der Charakter groß ist und die Person im Cosplay genau so groß ist. Ich habe auch schon Fotos nach Hause gemailt und nun sind alle sehr neidisch auf ihn, dass er gerade hier ist.

[Meine Frage, leider brauchten die Übersetzer ne Weile bis sie mich verstanden haben und dann kam nur die Hälfte an -_-, wobei ich mich selbst ganz gut in der Aufnahme verstehen kann…irgendwie konnten sie mit Gurren Lagann nix anfangen -_-;] An Masaya Onosaka: Er spricht Leeron in Gurren Lagann. Hat er auch für andere Rollen vorgesprochen, z.B. Kamina oder nur für Leeron selbst?

„Zwar ist Leeron ein „Okama“ und es haben 30 Leute vorgesprochen, aber es war ganz schnell klar, dass ich die Rolle bekomme.“

[Ich lobte ihn noch kurz für diese Performance] „Danke. Ich selbst bin kein ‚Okama'“.

[Noch eine Frage von mir] Kommt der Trigun Movie nach Deutschland? Gibt es schon Verhandlungen?

„Der Produzent kann diese Frage beantworten“ [Er kommt aus dem Zuschauerraum, ich vermute, es ist Shigeru Kitayama]

Produzent: „Gestern gab es die ersten Gespräche mit europäischen Labels. So schnell wie möglich soll er vielleicht auch im Kino gezeigt werden und kurz Zeit danach, 3-4 Monate später, auch auf DVD erscheinen. Wann kann man aber noch nicht sagen. Irgendwann im nächsten Jahr.“

Ist eine Fortsetzung der Serie bzw. ein weiterer Anime geplant?

„Nix ist geplant. Man müsste wieder den Produzenten fragen“.

Produzent: „Trigun wird in bald in Europa / Japan / USA auf DVD/Blu-ray erscheinen. [Später erfuhr ich von ihm, dass kein BD-Release der TV Serie in Japan geplant ist, aber vielleicht meint er den Film]. Wenn ihr als Fans fleißig kauft, wird er sich ganz schnell dran setzen, eine Fortsetzung zu planen.“

Sollten die Folgen mit Vash auf dem Raumschiff bzw. nach der Ankunft auf dem Planeten länger sein?

Es war nicht geplant. Bei der TV Serie war der Manga noch nicht so weit, so dass man sich mit dem Mangaka austauschte, um die Inhalte zu kriegen. Es war aber nicht mehr geplant. Es lege an Nightow-san, eine passende Short Story zu schreiben, wenn man hier noch mehr Inhalt erstellen wolle. Wir werden ihn mal fragen.

Wie entstehen die Ideen?

Vermutlich Shigeru Kitayama: „Oft ist es [nicht?] so, dass ich zu Nishimura-san gehe und sage, ‚Hey, ich habe eine Idee, wollen wir das nicht zusammen machen?‘ “

„Oft ist es so, dass ich dem Drehbuchschreiber [Namen verstehe ich nicht] Vorschläge liefere und er bearbeitet sie weiter.“

„Die ersten Gespräche passieren zumindest in der Kneipe.“

„Eigentlich ist es so, dass man sich abends trifft und dann bis früh am morgen darüber debattiert: „Was machen wir, wen rekrutieren wir…“. Aber letzter Zeit ist man ja etwas älter geworden und geht abends nicht mehr in die Kneipe und entscheidet das dort. [?]“

„Sobald die eigentliche Arbeit anfängt, sitze ich eigentlich jeden Tag am Schreibtisch und bringe meine Ideen ein.“

Vermutlich Satoshi Nishimura:  „Meine Aufgabe ist es, Ideen an den Produzenten weiterzuleiten, welcher dann entscheiden muss, was geldtechnisch und zeitlich umsetzbar ist.“

[Shigeru Kitayama bestätigt diesen Vorgang]

Wie geht man mit Blockaden um?

Satoshi Nishimura: „Fahrradfahren am Fluss.“

Shigeru Kitayama: „Ich treffe mich Freunden und trinke was, und dann kommen die Ideen. Auch Fahrradfahren hilft. Ich hatte aber letztens einen Fahrradunfall und habe mir etwas gebrochen. Es ist besser Fahrrad zu fahren und nicht so viel nachzudenken…“

An Masaya Onosaka: Ob er schon mal so an einer Rolle interessiert, dass er noch hinterher telefononiert um sie zu bekommen?

In Japan gibt es sehr viele Seiyuus und ich kann leider nicht jede Rolle kriegen, die mir beim Mangalesen gefällt. Ich bin aber ein sehr individueller Charakter, deswegen geht das schon.

[Frage ist etwas sehr leise] Wie entsteht der Humor?

Vermutlich Satoshi Nishimura: „Eigentlich bin ich derjenige, der sich diese Szenen ausdenkt. Bei der TV-Serie war es Yousuke Kuroda. Das sind mit die schwierigsten, anstrengensten Szenen. Da das ein wesentlicher Teil von Trigun ist, hat man da möglichst viel Kraft reingesteckt, um möglichst lustig zu sein.“

An Masaya Onosaka: Spricht er lieber die lustigen oder die ernsten Szenen?

„Es ist für mich ein gutes Gefühl, wenn ich cool und seriös rüberkomme. Aber mein Charakter ist ganz anderer Kultur, deswegen ist sehr stressig für mich, seriös rüberkommen zu müssen. Deswegen mag ich es lieber, wenn ich „Waah“ machen kann [^^;].“

Eine Frage zum Ende der Serie [Spoiler^^]: Was wurde am Ende aus Knives?

„Er lebt noch.“

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Das war nun mein erstes „Transcript“ eines Panels und mir fällt auf, es wäre etwas einfacher, wenn ich noch gewusst hätte, wer was gesagt hat^^;.  Naja, zumindest habe ich nun einen Teil der Infos für die Nachwelt bewahrt. Wenn man von den antworten teilweise übrigens verwirrt ist, liegt das teilweise eher nicht an mir, denn teilweise war da schon mal etwas „Lost in Translation“. Einige Worte gingen auch mal Im Applaus unter, ich saß ja mitten im Publikum…

Nach dem Panel am Sonntag sprach mittels Übersetzer auch noch mal mit dem Produzenten ein paar Minuten  (vermutlich Shigeru Kitayama) und fragte ihn, ob die Amerikaner denn richtige Master vom Originalband für ihre Trigun-Blu-rays haben, oder ob das nur Upscales vom SD-Material wird. Er meinte dazu, es würde nur einen Upscale im „Funimation way“ geben und das es sogar fraglich ist, ob man für jap. Blu-rays noch mal eine neue Abtastung machen würde, da dies sehr teuer ist. Zudem machte ihn darauf aufmerksam, dass wenn man schon eine englische Tonspur auf die DVD packt (wie bei den aktuellen Trigun-DVDs), wäre es doch auch fein, wenn man die englischen Untertitel auch draufpacken würde. Ich machte ihn auch der Vollständigkeit halber darauf aufmerksam, dass es auch internationale Kunden gibt, die wegen englischen Untertiteln importieren^^.

Übrigens musste er irgendwie ein Faible für Haruhi haben, da er sich ziemlich über mein Haruhiism-T-Shirt am Freitag freute^^.

Zudem waren die Trigun-Leute tatsächlich nach den Panels recht fotobegeistert und lichteten viele Cosplayer ab und setzten das sogar später noch auf der Wiese fort.

So, das waren nun meine Eindrücke zum Thema Trigun auf der Animagic und ich bin froh, dass ich mir die Serie nochmal zuvor angeschaut habe. Es hat sich gelohnt^^.