Puh, das Aufschreiben des Black Butler Panels dauerte länger als ich gehofft hatte, aber in 45 Minuten kann doch etwas mehr geredet werden, wenn deutsche Synchronsprecher dabei sind, da dann weniger Zeit durch Übersetzungen verloren geht >_>, Ich habe übrigens keinerlei Ahnung von Black Butler und JimmPantsu, Kumo und ich wollten das Panel nur besuchen, da die Produzenten zufälligerweise auch u.a. hinter Ano Hana stecken. Kumo trug übrigens ihr Menma-Cosplay und trat später am Tag noch als Mitglied von TnS in einem Black Butler – Stück auf – und da sie sich deswegen auch mit dem Franchise beschäftigen musste, konnte sie uns zumindest einiges erklären. Als ich dann auf der Suche nach einem Bild für den Artikel auf das obere Fanart stieß, musste ich es gleich mal für den Artikel verwenden. ^^;

Übrigens drehten sich nicht alle Fragen um Black Butler, denn wenn man die passenden Produzenten da hat, dann wollen wir natürlich die Chance auch mal nutzen und selbst die ein oder andere Frage stellen…

Dabei waren:

Hiroyuki Shimizu (Produzent von Dog Days, Black Butler I/II, Ano Hana, Blood-C, Working!!, Hourou Musuko)
Shunsuke Saito (Produzent von Dog Days, Black Butler I/II, Ano Hana, Working!!, Hourou Musuko)
Bernhard Völger (dt. Stimme von Sebastian Michaelis)
Sebastian Fitzner (dt. Stimme von Ciel Phantomhive)

Ich habe zunächst 1:1 aufgeschrieben, was im Panel gesagt wurde und dann zumindest einige Teile etwas glattgebügelt, Füllwörter entfernt und teilweise Redundanzen entfernt. Etwas holprig klingt es noch, aber ich wollte nicht zu viel ändern, um den Sinn nicht zu sehr zu verdrehen. Leider habe ich nur ein Foto während des Panels gemacht und nun den Artikel etwas mit Fotos der Signaturen gefüllt (Vorderseite der Autogrammkarte, Rückseite mit Unterschriften, Ano Hana BD Vol. 1, Working!! US DVD-Box).

Frage: An die Produzenten: Wie kam es zu dieser Idee diese Anime-Serie zu produzieren.
Antwort (Hiroyuki Shimizu): Das Original ist der Manga und in Japan war der 1. und 2. Band gerade erschienen und er selbst hatte immer öfter das Cover im Buchladen gesehen und gedacht, dass könnte sicherlich ganz gut laufen. Dann hat er einfach beim Verlag angerufen und nach den Rechten gefragt.

Frage: An die Produzenten: Es sind ja momentan 2 Staffeln von Black Butler erschienen und der Manga ist jetzt ja auch schon weiter. Besteht vielleicht die Möglichkeit oder die Hoffnung auf eine 3. Staffel, die sich ähnlich wie bei Full Metal Alchemist Brotherhood mehr am Manga orientiert?

Antwort (Shunsuke Saito): Natürlich gibt es die Überlegung und die jap. Fans warten wie die dt. Fans darauf und genauso wie das Manga ein Ende hat, möchte man das natürlich auch als Anime irgendwann verfilmen, aber bisher ist noch nichts in Planung.

Frage: An alle: Wie läuft das mit dem Austausch ab, weil die jap. Synchronisation ist ja doch ein bisschen anders als die dt. und umgekehrt.

Antwort (Bernhard Völger): Ich kann da schon mal von der dt. Seite aus was sagen. Wir haben leider mit den jap. Produzenten – die habe ich hier erst kennen lernen dürfen – vorher wenig direkten Austausch gehabt. Wir bekommen natürlich das Material – ganz klar – also den jap. Originalanime und wir erhalten eine Übersetzung und dann müssen wir mit dem Material versuchen, eine dt. Fassung zu erarbeiten. Es wäre in der Tat schön, wenn man bei weiterer Zusammenarbeit vielleicht auch vorher nochmal in Kontakt treten kann, weil manchmal ist es gar nicht so einfach, alles richtig zu ergründen, wie sich die Produzenten und die Macher das vorgestellt haben und wir haben da natürlich unser Bestes versucht. Ich hoffe auch, dass es uns geglückt ist – mehr oder weniger, aber es ist manchmal gar nicht so einfach und da wäre so ein Austausch gar nicht schlecht.

Moderation: Vielleicht möchte die jap. Seite auch dazu noch antworten, ob der Austausch vielleicht auch von jap. Seite wünschenswert wäre.

Antwort (Hiroyuki Shimizu): Generell ist es ja so, dass aus Japan das Orginaldrehbuch an den Übersetzer geschickt wird und an dessen Vermögen liegt es natürlich es in Deutsche zu übersetzen. Es wird an die dt. Sprache auch noch angepasst. Da hat er generell einfach Grundvertrauen, dass das auch gut läuft.

Antwort (Bernhard Völger): Ich habe ja auch die dt. Dialogbücher zu dem Anime geschrieben und manchmal war es schwer eine Adaption im Deutschen zu finden, weil einfach manchmal die Bilder im Kap. andere sind – die Bildsprache eben. Aber wir haben natürlich auch eine sehr gute Übersetzerin, die das Material auf Jap. bekommen hat. Das hat auch sehr gut funktioniert. Mit ihr habe ich auch sehr eng zusammengearbeitet und tue es auch weiterhin. Wir sitzen ja gerade an Black Butler II und es macht sehr viel Spaß und es ist aufregend.

Frage: Ich wollte noch einmal eine Frage an Shunsuke Saito richten. Ich habe nämlich gelesen, sie haben auch an Hourou Musuko mitgearbeitet und das ist natürlich (…) auch eine hervorragende Geschichte, hat aber mit vielen komplizierten Themen zu tun und ich wollte wissen: Wie haben Sie sich für eine so komplizierte Geschichte entschieden, um das auch in die Animation zu übertragen. War das vielleicht sehr riskant oder kommt das gut an?

Antwort (Shunsuke Saito): Er selbst hat den Manga als sehr beeindruckend gesehen und gerade das Thema, was ja davon handelt, dass ein Junge ein Mädchen sein will [Anmerkung: und andersherum auch]. Das Setting ist die Grundschule und die Mittelschule und viele Fans befinden sich vielleicht in dem Alter, in dem man sich oft fragt: Wer bin ich eigentlich? Was will ich eigentlich? Einen bestimmten Entwicklungsprozess so darzustellen ist sehr spannend und in der Form eines Anime kann man ihn natürlich an viel mehr Leute heranbringen als im Manga. Natürlich ist auch ein wichtiger Punkt ist, dass der Anime eine hohe Qualität hat.

[hier herrschte nun etwas Verwirrung, denn plötzlich redet man wieder über Black Butler II, die erste Box erscheint im November usw. – zudem anders als dann gesagt wurde, ist Hourou Musuko nicht das Werk an dem er zuvor gearbeitet hat, sondern es müsste er das danach gewesen sein, wenn die Produktion in Erscheinungsreihenfolge passiert ist]

Frage: An die beiden Synchronsprecher: Gefallen Euch die Rollen? Könnt Ihr Euch damit identifizieren? Oder was interessiert Euch an den Charakteren?

Antwort (Sebastian Fitzner): Mit der Rolle musste ich mich auch erst mal identifizieren. Es war ein bisschen konfus am Anfang und man musste sich erst mal reinfinden, aber mit der Zeit versteht man sich mit der Rolle. So macht es dann auch viel mehr Spass und wenn man dann versucht ihn zu verstehen, so ist dann auch die Arbeit viel besser.

Antwort (Bernhard Völger): [der erste Satz ging etwas unter, also rate ich etwas] Ich hatte mich davor ja schon damit beschäftigt, da ich ja auch die dt. Dialogbücher geschrieben habe und fand es von Anfang an ziemlich klasse. Diese ganze Geschichte, auch die Qualität der Produktion fand ich klasse und bekam dann Riesenlust dieses Sebastian auch zu sprechen, weil er eben ein Teufel ist, aber trotzdem auch ein lieber Teufel, der immer wieder seine bösen Seiten hat. Ich fand das unglaublich spannend und habe mich dann sehr gefreut, dass ich es auch machen durfte. Und mal sehen, wie es noch weiter geht.

Frage: An alle: Was gefällt Euch an der AnimagiC?

Antwort (Hiroyuki Shimizu): Er war schon auf vielen anderen europäischen Anime-Conventions, z.B. Japan Expo in Frankreich und was ihm besonders gefällt, ist, dass man verschiedene Länder und Leute kennen lernt. Und was ihm besonders an den dt. Fans gefällt, ist, dass sie mit so viel Eifer dabei sind und das mag er noch ein bisschen mehr als z.B. in Frankreich.

Antwort (Bernhard Völger): Ich bin zum ersten Mal auf einer AnimagiC und ich bin begeistert von der Stimmung hier, von diesen fantastischen Kostümen. Wie sehr Ihr alle dabei seid und wie liebevoll ihr alle miteinander umgeht. Ich finde das richtig großartig und bin sehr beeindruckt. Ansonsten bin ich hier jetzt gerade mal ein bisschen rumgeschlendert und habe noch gar nicht so wahnsinnig viel gesehen, weil ich immer ein bisschen in die Veranstaltung involviert bin. Ich fühle mich aber hier sehr warm und wohlig aufgehoben. Es macht mir viel Spass!

Antwort (Sebastian Fitzner): Daran möchte ich mich auch anschließen. Bevor ich hierher gefahren bin, konnte ich mir darunter nicht richtig was vorstellen [nun geht einiges unter da wir untereinander gerade gesprochen haben, Kostüme werden erwähnt]

Antwort (Shunsuke Saito): In der Animewelt werden ja gerade immer weiter neue Animes produziert und in Japan ist es so, dass es sehr viele Events gibt, wo Leute Cosplays tragen. Aber dort ist es so, dadurch das immer weiter neuere Animes auf den Markt kommen, richten sich viele Cosplays nach den neusten Animes. Auf der AnimagiC gefällt ihm sehr, dass er hier sehr viel Cosplay aus alten Anime gibt und dann fühlt er sich nach früher bzw. seine Jugend versetzt. Zum anderen hat er sich überhaupt über der dt. Gastfreundlichkeit gefreut. Wenn er in einer Kneipe ist, sind alle sehr direkt und gehen auf einen zu. Zu allerletzt wollte er sich nochmal bei den Deutschen bedanken, da ihr wahrscheinlich alle der jap. Fußballfrauennationalmannschaft im Finale die Daumen gedrückt habt.

Frage: An die Synchronsprecher: Wie sind sie Synchronsprecher geworden? Wie sind sie da (…) reingerutscht? Ich habe nämlich gelesen, dass wäre verdammt schwierig.

Antwort (Bernhard Völger): Ja, das ist auch verdammt schwer. Bei mir war das so: Ich bin gelernter Schauspieler. Ich habe Mitte der 80er Jahre meine Ausbildung gemacht und habe angefangen Theater zu spielen. Ich lebe schon lange in Berlin und bin dann irgendwann Kollegen begegnet, die auch beim Synchron arbeiten und bin dann in die Synchronbranche reingekommen. Ich bin dann auch langsam an immer größere Aufgaben ran gekommen. Seit fast 20 Jahren mache ich das mit viel Spass und hier bleibe ich, hier fühle ich mich wohl. Für jüngere so wie Sebstian ist es natürlich einfacher, aber das kann er vielleicht auch selber beantworten.

Antwort (Sebastian Fitzner): Mein Vorteil war, dass ich schon früh angefangen habe, vor 7-8 Jahren, und mein Vater ist auch bei einer Synchronfirma Aufnahmeleiter. Er hatte mich mal für eine kleine Rolle besetzt, aber das heißt nicht, dass man gleich groß rauskommt. So kam es dann halt, dass langsam mal ein paar Rollen kamen. (…)

Frage(meine): Herr Saito, Sei tragen ja schon das passende T-shirt zu Jintan aus der Serie Ano Hana und da würde es mich interessieren, wie man auf die Idee kam diese Serie zu produzieren. Sie ist ja etwas ungewöhnlich für den Noitamina-Block und etwas mehr an die „Otakus“ gerichtet, an die klassischen Anime-Fans und sie verkauft sich auch hervorragend. Wieso hat man z.B. auch die Toradora-Leute geholt, um da mitzumachen? Wie ist dieses Team entstanden?

Antwort (Shunsuke Saito): Er arbeitet gerade an diesem Anime [eigentlich ist Serie ja fertig, aber vielleicht ist er ja noch bei den BDs involviert?] Im Gegensatz zu Black Butler handelt es sich hierbei um einen Original Anime, das heißt es gibt keinen Manga oder Roman als Vorlage. Das heißt man musste bei Null anfangen, d.h. Drehbuch, Charakter Design, Story etc. und da haben sie sich halt auch alle zusammengesetzt, Mari Okada hat das Drehbuch gemacht und sich dann zusammengesetzt und die Folgen 1-11 einfach zusammen durchgesprochen und so die Story und das ganze Setting entwickelt. Generell wollte man einfach einen Anime machen, in dem 6 Jugendliche im Highschool-Alter im Mittelpunkt stehen und die Dinge erleben, die damit zusammen hängen: Frauengeschichten, ein bisschen Ero-Komponente. Es ist gerade in Japan ein unglaublich beliebter Anime und ein sehr großes Thema . Deshalb hat er sich heute auch das T-Shirt , das die Hauptperson Jintan in der ersten Folge trägt, angezogen, um ein damit ein bisschen Werbung zu machen und hofft, dass vielleicht ein dt. Distributer oder Verlag sich findet, der diesen tollen Anime auch in Deutschland veröffentlicht. [Kumo’s Einwurf: Finde ich auch!]

Frage an den Produzenten: Ich würde gerne wissen wie die Zusammenarbeit mit Gazette für das OP der 2. Staffel zustande gekommen ist?

Antwort (Shunsuke Saito): Es ist so, dass die Produktionsfirma Aniplex zusammen mit Sony Entertainment arbeitet bzw. ein Teil davon ist und bei OPs und EDs generell auch mit Sony zusammenarbeitet. Beim ersten Teil war SID, in Japan ganz auch bekannter Visual Kei Artist und man hatte für den 2. Teil von der Firma Gazette vorgeschlagen bekommen und Herr Saito und auch die anderen Verantwortlichen haben sich den Song angehört und haben gedacht, ok das passt genau auf das Buch und die Story und haben sich dann dafür entschieden.

Frage an die Produzenten (von JimmPantsu): Es ist ja leider so, dass in Deutschland nicht alle Anime auf DVD oder Blu-ray erscheinen können und die beiden Ehrengäste haben z.B. an dem Anime Dog Days gearbeitet, der in Japan mit Untertitelm erscheint. Wäre es nicht öfter möglich, dass in Japan Anime mit Untertiteln erscheinen, als Alternative, falls sie hierzulande oder sonst irgendwo in westlichen Ländern nicht erscheinen.

Antwort (Shunsuke Saito): Er sagt, zum einen ist so, dass auch in Japan es die Fans sehr freut, wenn man im Package die verschiedenen Untertitel hat und zum anderen ist es natürlich auch deren Anliegen möglichst zeitgleich einen Anime nicht nur jap. Fans sondern auch nicht-jap. Fans präsentieren zu können, aber das Problem ist z.B. eine Kostenfrage, eine Zeitfrage, und ntaülich auch eine Verkaufsfrage. Aber er sagt, die Frage die Du gerade an sie gerichtet hast, wird er auf jeden Fall mit nach Japan nehmen und auch nochmal den anderen Produzenten zu Herzen geben.

Frage an die Synchronsprecher: Ich kenne Euch jetzt nicht, ich wollte Euch fragen, in welchen animes ihr auch noch synchronisiert habt. Also bekannte Animes.

Antwort (Bernhard Völger): Ich habe bei Dragonball den Oolong gesprochen, nur eine kleinere Rolle. Das ist auch schon eine Weile her. Ich weiß auch nicht mehr wie ich das gemacht habe, nur noch, dass ich manchmal gegrunzt habe [er grunzt nun->Gelächter aus dem Publikum^^]. [Mit verstellter Stimme:] Er hat irgendwie so mit quäkiger Stimme gesprochen und immer zwischendurch [Grunzgeräusch] gemacht [Gelächter aus dem Publiukum, Applaus]. Und ansonsten habe ich in Zombie Loan eine kleine Rolle gesprochen, ich weiß nicht, ob das ein bekannter Anime ist, da war ich der Schmetterling [ANN sagt Cho], ein wirklich durchgeknallter [er lacht nun etwas „durchgeknallt“], das war jetzt mein Beitrag [ANN nennt noch Hap in Eureka 7, Dominic in Eureka 7 Movie, Mitsuhiro Maniwa in Paranoia Agent, Suonkasu in Utawarerumono, Hiroshi in The Wallflower, Guilmon in Digimon Tamers].

Antwort (Sebastian Fitzner): Ich bin im Animebereich noch gar nicht richtig tätig gewesen. Ich hatte nur eine ganz, ganz kleine Rolle gehabt, ich weiß auch gar nicht mehr wo…ich glaube das steht im Heft. Das [Black Butler] war die erste große Rolle, die ich bekommen habe. Deswegen war es auch mal etwas neues für mich und nichts ganz normales. Anime ist schon etwas anderes und da muss man sich auch etwas mehr reinhängen.

Zwischenfrage von Kumo: Wen hast Du bei Grey’s Anatomy gesprochen?

Antwort (Sebastian Fitzner): Folge 417 und 418 [Gelächter]

Frage an alle: Bei der Umsetzung vom Anime und der Synchronarbeit, gab es da bestimmte Probleme oder gab es bestimmte Szenen, die ihr gerne gesprochen habt, die ihr gerne angeschaut habt und inwieweit ging eigentlich diese Zusammenarbeit mit Yana Toboso. Inwieweit war sie involviert? Lieblingsszenen, bzw. Probleme bei der Animation?

Antwort (Hiroyuki Shimizu): Zu der Frage mit der Zusammenarbeit mit dem Mangaka Yana Toboso. Die war unglaublich. Es gab, glaub ich, keinen Anime, wo so eng mit der Mangaka zusammengearbeitet worden ist. Sie hat nicht nur im Hintergrund mitgearbeitet, sondern hat auch z.B. die ganzen Figuren, Claude, Alois aus ihrer Feder gezeichnet. Sie hat komplett von der ersten bis zur letzten Folge einfach mitgeabeitet. Was ein schwieriger Punkt bei der Produktion war, oder wo sie vor allem vor allem sehr drauf geachtet haben, war natürlich die Welt und die Kleidung möglichst original darzustellen und da hat man auch auf die Hintergründe, die Settings geachtet. Man ist z.B. zweimal nach London geflogen, um möglichst originalgetreu alles im Anime darstellen zu können.

Antwort (Bernhard Völger): Ich hatte ja jetzt einen Moment Zeit mir über zu überlegen, was meine Lineblingsszene ist. Es gibt da eigentlich ganz viele. Ich muss hier auch noch mal ein grosses Lob an die Produzenten aussprechen, alleine schon für die Openings, wenn Big Ben zu sehen ist, wenn die Landgüter von Ciel Phantomhive zu sehen sind. Das ist einfach so liebevoll, so detailgetreu und so stimmungsvoll gezeichnet worden, das man da auch wunderbar gleich reinkommt. Eine meiner Lieblingsszenen ist die sehr gefühlvolle Szene am Schluss von Folge 24, kurz bevor Sebastian Ciel’s Seele verschlingen möchte, weil die einfach so liebevoll gespielt ist , wie er ihn dort auf diese Teufelinsel bringt. Eine andere, völlig konträre Szene ist z.B. auch die Szene, wo Sebastian und Grell ein kleines Duell haben [Gelächter], der verliebte Grell dann anfängt aus Shakespeare’s Romeo und Julia zu zitieren [Gelächter], dass ist einfach schon sehr lustig gewesen und es hat viel Spass gemacht, es zu schreiben und es aufzunehmen.

Antwort (Sebastian Fitzner): Ich persönlich finde es immer ganz lustig, wenn Sebastian Ciel Tanzen beibringen will [Gelächter]

Ansage: noch 2 kurze Fragen.

Frage: Eine Frage an die beiden Synchronsprecher. Ich hätte eine Frage an die beiden Synchronsprecher. Gibt es eine Szene, an der ihr Euch textmässig so erinnern könnt, dass ihr sie zitieren könntet.

Antwort (Bernhard Völger): Ich muss jetzt mal gestehen, dass ich das nicht kann, ausser bei den ständig wieder kehrenden Sätzen: „Jawohl mein Master“. [Gelächter] Obwohl ich es selber geschrieben habe, geht es doch schnell wieder raus aus dem Kopf. Im Studio hat man da ja den Text vor sich liegen und man versucht natürlich auch für den Moment für den kleinen Filmschnipsel, den man dann immer als Take aufnimmt, möglichst schnell diesen kleinen Satz auswendig zu können, nur dann kann man es richtig spielen, Aber das vergisst man dann auch schnell wieder, da dann noch hundert andere Sätze kommen.  Wenn man sich die alle merken sollte, dann wäre man eine ganze Weile damit beschäftigt.

Antwort (Sebastian Fitzner): Es sind halt viele Takes, es ist ist viel zu tun. Da sind viele Sätze und man hat ja auch andere Sachen zu tun. Aber ich finde es immer ganz lustig,wenn ich mal Sebastian etwas befehlen muss „Sebastian, ich befehle dir“ [Gelächter] (…) macht das Spass! (…)

Frage (von mir): Wird der Manga nach der 2. Staffel von Working ein Ende haben oder wird er noch weiter laufen, bzw. wird die 2. Staffel ein „Ende“ haben?

Antwort (Shunsuke Saito): Er ist der Chief Producer und er ist der Co-Producer von Working und der Manga wird noch weiter fortgesetzt…

Nachfrage von mir: Also nach der 2. Staffel dann auch, d.h. die 2. Staffel wird ein offenes Ende sozusagen ein offenes Ende haben?

Antwort (Shunsuke Saito): In Japan wird er erst ab Oktober die 2. Staffel ausgestrahlt und da weiß man selbst noch nicht genau, wie das weiter läuft. Er freut sich sehr, das es Fans in Deutschland gibt, die so viel darüber bescheid wissen.

Frage: Wie lange dauert die Vorbereitung einer Serie?

Antwort (Shunsuke Saito): Das ist natürlich immer von Anime zu Anime unterschiedlich. Wenn man jetzt z.B. bei Black Butler, wo man z.B. den Manga als Vorlage hat, da hat es von den Überlegungen es zu machen bis zum Termin der Ausstrahlung der ersten Folge ungefähr ein Jahr gedauert, was eigentlich sogar ziemlich schnell ist. Bei anderen Anime, wo es keinen Manga als Vorlage sondern eine Originalidee gibt, Da muss man alles selber machen, z.B. zunächst die Idee entwickeln das Drehbuch schreiben, da dauert es ungefähr 2 Jahre. Manchmal kann es es sogar bis zu 6 Jahren bei einem Kinofilm dauern, von der Idee bis zur Ausstrahlung . [wurde da Ano Hana nicht auch genannt?]

Nun folgte die „Signierstunde“, wo sich Kumo mit dem Produzenten Shunsuke Saito fotografieren ließ, wo man das T-Shirt sehr gut sehen kann^^.

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