Ich bin ziemlich spät dran mit diesem Artikel, aber ich habe nun gelernt, dass man im Anschluss großer Conventions mehrere Tage Urlaub nehmen sollte, um noch ohne Stress Artikel produzieren zu können. Ich plante eigentlich auch am ersten Wochenende nach der Convention diesen Artikel zu schreiben, aber da setzte mich eine Art Grippe für fast eine Woche außer Gefecht und dann kam die NiCon, anderer Kram wollte erledigt werden, und dann gab’s letzte Woche die FBM. Da ich lange Artikel fast nur am Wochenende schreibe, stand dieses Werk nun unter einem schlechten Stern, aber nun ist es ja vollbracht. Ein paar weitere Artikel zur Connichi kommen noch, dann werden noch kurz die anderen Cons behandelt und dann gibt’s wieder normale Artikel, ich versprech’s^^.

Wie bei den meisten Cons hatt ich mal wieder eine zeitigere Anreise geplant, aber im Endeffekt war ich mal wieder nur Minuten vor der offiziellen Einlaßzeit da, welche, wenn ich mich nicht irre, aber eh nicht eingehalten wurde. Zumindest war’s kein Problem, die Pressekarte abzuholen, aber dann habe ich doch bereut, nicht einfach mal etwas früher dagewesen zu sein. Ich hatte nämlich geplant, beim Bring&Buy etwas Kram loszuwerden, denn die Connichi bietet doch die größten Verkaufschancen, aber das dachten sich auch viele andere und zwar hatte ich um ca. 14:00 kein Problem, eine Nummer zu erhalten, aber dann später den Kram dann auch loszuwerden, gestaltete sich als ziemlich langwierige Angelegenheit, denn die Schlange führte aus dem Raum raus und rein vom Gefühl her, hatte ich die ersten 90 Minuten der Con mit Holen, Bekleben und Wegbringen von Bring&Buy-Kram verbracht >_<, Dabei bin ich aber schon vielen Leuten begegnet, die ich kannte, nur da ich etwas unter Zeitdruck stand, reichte es meistens nur für eine kurze Begrüßung (wie immer fange ich nicht an aufzuzählen, da ich eh irgendjemanden vergessen werden). Rumgelaufen bin ich aber am meisten mit oldsqL, JimmPantsu, Akatora, TheSavior und Akurai. Während ich zwischen Bring&Buy, Eingang und Auto hin und her wechselte, fiel mir zumindest auf, dass schon sehr viele Besucher eingetroffen waren und sowohl der Park als auch der Bereich vor der Stadthalle war schon für einen Freitag überraschend gut gefüllt mit Cosplayern. Zumindest bekam man gleich wieder das Conventiongefühl, was man auf der AnimagiC teilweise etwas vermisst hat, wobei die Connichi ja auch etwas besseres Wetter erwischt hatte, was sich natürlich auch positiv auf die Stimmung auswirkte.

Als erster Programmpunkt stand dann die Signierstunde mit May’n fest und hier konnte ich gleich eine angenehme Veränderung zu früher erkennen: Der Aschrottsaal und damit der ehemalige Gamesroom wurde zweigeteilt und ermöglicht es so nebeneinander 2 Signierstunden abzuhalten. Auf diese Weise waren jeweils auch immer nur 1-2 Ehrengäste gleichzeitig in jedem Raum, was die Schlangen kürzer hielt, denn man stellt sich dann natürlich nur dort an, wo man auch wirklich ein Autogramm haben möchte. Der traditionell etwas leerere Freitag und das Glück, das May’n alleine in ihrem Raum signiert hat, ermöglichte dann auch, dass ich nur ca. 5 Minuten anstehen musste. Vor dem Raum wurden übrigens noch CDs und ähnliches verkauft, da May’n nur auf ihre „Produkte“ und, ich glaube, ins Programmheft unterschrieben hat. Man konnte sich auch ein Foto mit ihr machen lassen, aber da ich vermutlich relativ fertig aussah, durch das viele Hin- und Herrennen, habe ich das mal gelassen…

Zumindest konnte ich mir so meine jap. Macross Frontier Blu-ray vom ersten Kinofilm signieren lassen *_*:

Nun blieb mal etwas Zeit zum Cosplay-Suchen, aber da um 17:30 die Eröffnung anstand und wir vernünftige Plätze haben wollten, begaben wir uns recht schnell Festsaal. Da, wie später verkündet wurde, Redner der Eröffnung im Stau standen, verschob sich dieser Programmpunkt etwas – aber das hat bei Eröffnungen auch irgendwie Tradition.

  

Zunächst gab es einige eher ernste Worte vom japanischen Konsul und dem Veranstalter der Japan Week in Frankfurt und darauf folgte der doch sehr lockere Stadtrat Hajo Schuy (wenn meine Recherchierfähigkeiten nicht versagt haben).

Da die Connichi ja dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feierte, gab man sich sichtlich Mühe, hier wieder etwas besonderes zu bieten, denn man richtete eine Art Preisverleihung im Hollywood-Stil aus, inklusive „Berichten“ vom roten Teppich aus dem Eingangsbereich, die zwischendurch auf der großen Leinwand im Hintergrund gezeigt wurden.

Natürlich kamen die Ehrengäste jeweils kurz auf die Bühne und Kaya Matsutani und Kohei Tanaka hatten mit ein paar Liedern sogar einen kurzen Auftritt. Erstere hatte sogar passend zur Ihrer Rolle in Bleach ein Rangiku Matsumoto Cosplay an^^. Wenn ich mich recht erinnere und die Ansagen zwischendurch richtig verstanden habe, war zumindest ein Lied aus Sakura Wars. Der Auftritt gefiel mir sehr gut und ich bereute etwas, dass ich Ihre Konzerte zeitlich nicht unterkriegen konnte.

Für eine Preisverleihung braucht man natürlich auch Preisträger und dies waren die Orgas, welche die Convention schon seit den Anfängen auf die Beine stellen – natürlich inklusive Dankesreden.

Moderiert wurde das ganze von Elvira Elzer und Shinji Schneider – wer letzteren mal in Frauenklamotten sehen wollte, hatte hier zwischendurch das zweifelhafte Vergnügen^^

GAINAX-Chef Hiroyuki Yamaga hatte wieder einen Überraschungsgast dabei, nämlich Novala Takemoto, der, wie sich später herausgestellt hatte, den Text zum Ending von Dantalian no Shoka geschrieben hat – deswegen war sein Cosplay als Huey doch ziemlich passend. Er schrieb übrigens auch das Buch, worauf der doch recht bekannte Film Kamikaze Girls basiert (den ich ziemlich genial fand).

Der Produzent Michihiko Suwa stellte sich natürlich auch kurz vor und versucht bei der Eröffnung noch recht erfolglos das Publikum zum Rufen einer bekannten Detective Conan Phrase zu animieren – bei der Endveranstaltung lief das dann bedeutend besser. Leider weiß ich nicht mehr, wie der Ausspruch lautet…irgendwas mit „Wahrheit“, glaube ich. Er machte aber einen sehr sympathischen Eindruck und auch hier bereute ich etwas, das Panel nicht besucht gehabt zu haben.

Immerhin habe ich Freitag auch schon ein Asuka-Cosplay zu sehen gekriegt^^

May’n! Ja, May’n stellte sich auch kurz vor – leider versperrte mir die Kamera für die Leinwand etwas die Sicht >_<.

Auch Osamu Kobayashi versprühte auf der Bühne gute Laune und sang sogar kurz – zum Glück war er ja später beim GAINAX-Panel dabei.

Die Eröffnungsveranstaltung war trotz der üblichen technischen Probleme durchaus gelungen, auch wenn ich sie mir etwas gestraffter gewünscht hätte, da sie mir doch etwas zu lang vorkam, was vielleicht auch daran lag, das wir zuvor recht lange auf den Beginn gewartet hatten.

Da die Sonne nun mittlerweile schon fast untergegangen war, bewegten wir uns fix zum Mini-McDonald’s im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, nur um dort festzustellen, dass diese Filiale sich zu fein war, JimmPantsu’s Gutscheine entgegen zu nehmen. Dank Navi im Handy wechselten wir dann zu einer richtigen Filiale, die uns auch tatsächlich dank Gutscheinen etwas preiswerter speisen ließ. Auf dem Rückweg verpassten wir leider die letzte Bahn, die uns pünktlich zu unserem letzten Programmpunkt für den Freitag bringen sollte – dem Anime Quiz! Aber glücklicherweise beginnt ja fast nix pünktlich auf Conventions, so dass wir nichts wesentliches verpasst hatten.

Wir hatten uns im Gegensatz zum letzten Jahr etwas früher angemeldet und waren nun nicht mehr Team 8, behielten aber trotzdem den Namen „Endless Eight“. Da Ben gerade in Japan ist, sprang Akatora ein, ansonsten war neben JimmPantsu noch Naprecks dabei. Dieses Jahr hatten wir etwas mehr Probleme bei den Fragen, da die Menge an Otakus in den anderen Gruppen doch größer war und damit konnten wir nicht mehr so leicht mit unserem „Wissen“ glänzen. Zudem lagen mir einige Fragen von der Art her auch nicht so gut (verzerrte Lieder erkennen ist bei meiner Unfähigkeit in Musik ein Problem), so dass ich, glaube ich, erst beim Stechen tatsächlich mal mit einer Antwort glänzen konnte, die wohl der Rest des Teams nicht liefern konnte. Dank der anderen erreichten wir aber den zweiten Platz^^. Als Gewinn gab’s nen Manga, den ich irgendwie schon letztes Jahr bekam, ein Nissin-T-Shirt, eine Witch Hunter Robin DVD und Animax Stifte/Pins. Ach, ja und natürlich die Urkunde, die beweist, das man scheinbar sein Gehirn mit viel zu viel unnützen Wissen gefüllt hat…aber Spaß macht das ganze sehr, so dass wir nächstes Jahr wohl auch wieder teilnehmen werden. Einige Fragen waren übrigens so schwer, dass ich mich frage, wie man das wissen soll (was steht auf einem Grabstein in einer bestimmten El Hazard-Folge…und das waren mehrere Zeilen Text!).

Während JimmPantsu noch der AMV-Nacht einen Besuch abstattete, setzte ich mich lieber fix ins Auto um zu meiner Tante und Onkel zu fahren die in Hann. Münden mir nen Schlafplatz samt Frühstück uns sonstiger Verpflegung geboten haben. *_*

Am Samstag Vormittag stand erst mal etwas Fortbildung auf dem Programm, denn ich beschloss mir das Vocaloid-Panel anzuschauen, denn wenn schon mal der Chefentwickler Hideki Kenmochi (rechts im Bild) persönlich da ist, dann steigt bei mir das Interesse. Er sprach glücklicherweise gut englisch, so dass man seine Präsentation leicht folgen konnte. Ich kenne mich mit Vocaloid nicht sonderlich gut aus, kenne zwar mehrere Lieder und natürlich die verschiedenen „Stimmen“ samt Miku, aber allzu sehr habe ich mich damit nicht beschäftigt, so dass ich sehr gut fand, mal eine Einführung mit etwas Erklärung der Technik geboten zu kriegen. Auch die Live-Vorführung der Version 3 half mir, zu verstehen, wie die Software überhaupt funktioniert. Er spielte auch ein paar Beispiellieder und das letzte fand ich wirklich beeindruckend, da es recht „realististisch“ klingt, ich hoffe, ich habe die richtige Version gefunden:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=HUa9eqniNrc[/youtube]

Ich fand seine „Meinung“ zum Sinn der Software sehr gut: Sie soll es allen interessierten Menschen ermöglichen, eine möglichst eigene komplette Version eines selbstgeschriebenen Liedes zu verwirklichen, ohne das man selber singen können muss, oder dass man auf andere Sänger angewiesen ist, die immer ihre eigene Interpretation in die Darbietung einfließen lassen.

Die Grundidee dahinter gefällt mir sehr gut und seine Betonung auf den Community-Aspekt der Software und seiner Erzeugnisse war mir auch sehr sympathisch. Am Ende gab es auch noch etwas Q&A, wobei natürlich auch gefragt wurde, wann denn mal eine dt. Stimmenbibliothek verfügbar sein könnte. Sie sind wohl auf der Suche nach einem Partner in Deutschland, der diese entwickelt (auch andere Sprachen sind so entstanden). Er selbst hat auch schon mit deutschen Gesang gearbeitet, in dem er aus „Die Zauberflöte“ „Arie der Königin der Nacht“ umgesetzt hat in Vocaloid. Mir gefiel das Panel sehr gut und es hat mir definitiv geholfen, dass ganze „Phänomenen“ Vocaloid besser zu verstehen. Am nächsten Tag gab es noch einen praktischeren Workshop, welchen ich aber wieder mal aus Zeitmangel nicht besuchen konnte.

Um 12 Uhr ging’s dann weiter mit der vielleicht letzten Aufführung von „Dokyugure – The Gurren Lagann Documentary“, welche von Mario Hirasaka gemacht wurde, der Connichi-Besuchern als Übersetzer der GAINAX-Gäaste bekannt sein sollte. Da es Probleme mit dem Vertrieb in Japan gab, ist dieses Werk niemals dort gelaufen und wurde nur auf Conventions gezeigt (Connichi und FanimeCon, so weit ich weiß). Zwar ist die Struktur der Dokumentation recht ähnlich zu Hollywood-Making Ofs, d.h. es beginnt mit der Planung, dann die Arbeitsschritte der Animation, der Soundtrack, usw., aber der Inhalt wird anders präsentiert. Viele der Macher kommen dabei zu Wort und im Gegensatz zu Hollywood kriegt man hier unterhaltsamere, und nicht gestellte Aussagen präsentiert, die einen spüren lassen, warum Gurren Lagann eine solche geniale Serie geworden ist. Schön fand ich auch, dass sogar die schlecht bezahlten Zwischenbildzeichner zu Wort gekommen sind und sogar ihr Lohn zur Sprache kam. Der Blick auf die Arbeit mit den Seiyuus fand ich auch sehr interessant und die Entwicklung der Handlung während der Planung bot für mich doch die ein oder andere Überraschung. Es ist wirklich sehr schade, dass diese Dokumentation nicht irgendwo erschienen ist, denn sie ist um einiges unterhaltsamer als normale Making Ofs und bietet mehr reale Informationen, die nicht so geschönt sind, wie man das sonst so kennt. Übrigens war diese Version schon etwas zensierter als ursprünglich geplant, aber so stark fiel mir das nicht auf. Am Sonntag unterhielten wir uns auch noch kurz mit Mario und ich konnte so mal direkt etwas Feedback geben, wobei mir in dem Moment gar nicht so viel einfiel^^;. Vielen Dank für das nette Gespräch! Falls die Dokumentation wie durch ein Wunder doch noch mal irgendwo zu sehen ist, unbedingt reinschauen, vor allem als Gurren Lagann Fan erfährt man viel interessantes.

Neben dem obligatorischen Fotografieren von Cosplay hörten wir für ein paar Lieder in das Konzert von Cécile Corbel rein, welche natürlich viele Stücke aus dem Arietty-Soundtrack spielte, aber auch anderes aus Ihrem Repertoire.

Zwischen den Liedern erklärte sie z.B. bei welcher Szene das Stück verwendet wurde und auch die Zusammenarbeit mit den Machern des Films kam zur Sprache. Mir gefiel das Konzert sehr gut, aber leider mussten wir frühzeitig raus, um beim Raubkopien und Chinaware-Panel vorbeizuschauen. Hier sollte etwas Aufklärung gemacht werden, wie man gefälschte Ware erkennt und was die Con-Orga tut, damit diese erst gar nicht auf der Convention angeboten wird. Im Panel saßen u.a. die beiden Händler Takagi und Manga Box, welche auch etwas darüber erzählen konnten, auf welchen Wegen Figuren nach Deutschland kommen (sie verkaufen natürlich selbst nur legale Ware). Meinem Gefühl nach kratzte das Panel etwas zu viel an der Oberfläche und wer etwas genauer in den Händlerräumen hingeschaut hat, fand immer noch die ein oder andere zweifelhafte Ware, aber immerhin konnte man eine Besserung zu den Vorjahren feststellen.

Im Anschluss sammelten wir noch fix beim örtlichen türkischen „Imbiss“ etwas Nahrung ein, damit wir gut gestärkt uns in die Wartenden für das May’n-Konzert mit Leuchtstäben bestückt einreihen konnten. Wir hatten ja geplant recht weit vorne zu stehen und stellten uns deswegen auch an die vorderste Tür, nur leider wurde kurz vor dem Einlass verkündet, dass nur hinten die Türen aufgehen sollten. Das lange Anstehen hat also nix gebracht, aber wir konnten trotzdem noch ganz gute Stehplätze ergattern. Auch wenn ich selber keine May’n CDs besitze, sind mir die Macross Frontier Titel doch gut in Erinnerung geblieben, wovon die meisten bekannteren Lieder wohl auch zu hören waren und ich freute mich besonders, dass auch die Openings zu Ookami-san und Hidan no Aria Teil des Konzerts waren. Zwar bin ich zu unfähig und zu faul, um alle Leuchtstab-Geschichten mitzumachen, aber Spaß hat das ganze sehr gemacht und ich fand auch die Tonqualität vorne in Ordnung, wobei andere woanders weniger zufrieden waren. Die Lautstärke war für Konzertverhältnisse für normale Ohren auch in Ordnung und so weit ich das beurteilen kann, hat sie live gesungen, wobei die Instrumente vom Band kamen. Sie strahlte übrigens sehr viel Lebendigkeit auf der Bühne aus und sie machte den Eindruck als wäre sie auch mit Spaß bei der Sache. Ich fand’s toll, dass eine im Moment erfolgreiche Sängerin auf eine deutsche Convention geholt wurde und würde auch gerne noch einmal ein weiteres Konzert von ihr besuchen. Etwas ungewohnt fand ich, dass es keinerlei Zugabe gab, da nicht mehr Titel als die Abgesprochenen möglich waren, tja, japanisches Management ist wohl noch etwas komplizierter als deutsches…

Danach ging’s mit den Videowettbewerben weiter, wo der Gewinnerbeitrag des Cosplay-Video-Wettbewerbs präsentiert wurde: Batman & Grell Fanmovie, wobon zumindest ein Trailer bei YouTube verfügbar ist:

[youtube width=“600″ height=“500″]http://www.youtube.com/watch?v=lJeMMyF2mxM[/youtube]

Das Filmchen gefiel mir ganz gut, wobei man ruhig die ein anderer Szene hätte schneiden können, um das ganze etwas flüssiger zu gestalten. Und natürlich finde ich einen Black Butler Charakter als Hauptcharakter auch nicht so furchtbar spannend, da ich auch ne Weile gebraucht habe, bis ich dann den Hintergrund von Grell richtig verstanden hatte.

[youtube width=“600″ height=“500″]http://www.youtube.com/watch?v=is6AoND24hI[/youtube]

Der Gewinner des Game-Video-Wettbewerbs war ein Warhammer 40.000 – Dawn of War Video, was im Prinzip ein AMV ist, nur das Szenen aus einem Videospiel genommen wurden. Tja, das Warhammer-Universum hat schon was…

Dann folgte natürlich der richtige AMV-Wettbewerb, der mir etwas komisch vor kam, da die Videos recht zusammenhanglos abgespielt wurden und die Moderation nur recht spärlich vorhanden war. Die Videos an sich waren ganz gut, wobei aber richtig geniale Exemplare diesmal fehlten. Auffällig war, dass immer wieder die selben Szenen bzw. Anime auftauchten (K-ON!, Haruhi, das Yoko-PV…). Sehr gelungen fand ich Mr. Maniac – Party hard und i__3 – 10 rules of a gamer. Die komplette Liste samt Platzierungen kann man hier einsehen.

Nun war auch der Samstag vorbei und am Sonntag Vormittag machte ich mich dann alleine zum GAINAX-Panel auf, da ein gewisser Herr Pantsu es nicht rechtzeitig geschafft hatte^^;.

Das Panel drehte sich hauptsächlich um Dantalian no Shoka und war sehr unterhaltsam und lieferte auch einiges Neues. Ich werde dem ganzen noch mal einen eigenen Artikel gönnen. Ansonsten nutzte ich den Tag, um endlich mich mal in Ruhe auf dem Gelände umzusehen und noch einige Fotos zu machen.

Dieses Jahr bot der Blaue Saal nicht mehr den Händler ein Zuhause, sondern stand als weitere Bühne den Showgruppen und musikalischen Gästen zur Verfügung. Allerdings habe ich ihn selbst nie besucht, sondern nur das eine Foto oben von ihm zwischen Auftritten gemacht.

Im Mittelfoyer befanden sich wieder einige Anime-Publisher, Händler, Verlage und Vereine – und ich sehr da oben, glaube ich, ein Tiger & Bunny Cosplay von Karina Lyle aka Blue Rose *_*

In die Eingangshalle durfte man natürlich wieder kostenlos, denn irgendwo musste man ja seine Karte kaufen oder abholen. Dort befand sich auch u.a. Animexx und der Infostand, an dem wir öfter Kumo antrafen, die dort fleißig den Con-Besuchern weiterhalf und sich damit als idealer Gast für unseren Connichi-Podcast qualifiziert hat, der auch bald erscheinen sollte.

Der Kazé-Stand war zweigeteilt, wobei ich die andere Hälfte irgendwie nicht abgelichtet habe, obwohl ich mich dort sogar wieder eine Weile aufhielt, um mich wieder etwas schlauer über zukünftige Veröffentlichungen zu machen und etwas Feedback zu geben. Und wie immer fand man immer wieder ein weiteres Thema, über das man sich austauschen konnte^^

Ich war irgendwie zu unmotiviert, um mich mit Animaze über die zweifelhafte Qualität einiger ihrer Produkte zu unterhalten…

Wie oben schon angedeutet wurde, konnte man viele Händler nicht mehr im Blauen Saal finden, denn diese sind in den frischen Anbau gewandert. Dort gab’s mehr Platz und die Luftzufuhr klappte meinem Gefühl nach auch besser. Gekauft habe ich mal wieder gar nichts, aber hätte ich mich nicht zum Sparen gezwungen, hätte ich bestimmt etwas gefunden, was mich interessiert hätte.

Hinten gab’s auch Türen, um hinter das Gebäude zu kommen, aber es war gar nicht so einfach wieder reinzukommen, aber mittlerweile habe ich verstanden, welchen Weg ich hätte einschlagen sollen^^;.

Mir fällt übrigens auf, dass ich vom Händlerraum zum Park hin keine Fotos gemacht habe, aber dieser Unterschied sich nur geringfügig von den letzten Jahren und bot doch die ein oder andere Ware, die wohl nicht ganz legal war. Der Bereich war übrigens wieder ohne Karte erreichbar.

Dann gab’s natürlich noch den Park selbst, der vor allem am Samstag extrem voll war, wobei die Fotos unten vom Sonntag stammen.

Vorne stand zumindest am Samstag ein Gamestop-Fahrzeug, dass zum Spielen an aktuellen Konsolen einlud und der ein der Essensstand bot auch seine Waren an.

Zu der Schlange gesellte ich mich dann, um meine Bring&Buy Dinge und den Erlös abzuholen und wie man sieht, ging diese ein ganzes Stück aus dem Raum raus, so dass ich doch viel zu viel Zeit dort verbrachte. Immerhin waren aber doch viele Helfer unterwegs, um das ganze zu beschleunigen, aber ich hoffe, das wird im nächsten Jahr noch optimiert.

Nachdem diese Hürde genommen war stand noch das öffentliche May’n Panel an, was ich leicht verspätet betrat (und vor der Tür Akurai auflas^^). Wie nicht anders zu erwarten, konnte sie auf Fragen zu zukünftigen Projekten nicht viel verraten, denn ihr Manager(?) achtete ziemlich genau darauf, was gefragt wurde und man merkte, dass sie ziemlich darauf trainiert ist, möglichst unverfängliche Antworten zu geben. Ich denke, das wird bei dem ein oder anderen „Popstar“ hierzulande auch nicht anders sein und wer sich etwas mit JPOP und im speziellen Idols beschäftigt erkennt schnell, dass hier vieles recht stark inszeniert ist und auch eine May’n darf nicht alles sagen, was ihr gerade in den Sinn kommt. Sowas gehört halt dazu, und ich finde es trotzdem schön, das überhaupt ein Panel stattfand und einen solchen „Star“ kann man ja auch nicht so oft einfach mal Fragen stellen. Wobei ich selbst gar nichts gefragt habe, denn ich habe einfach von Musik keine Ahnung. Das Fotografieren während des Panels war verboten, aber am Ende durfte man für den „privaten“ Gebrauch Bilder machen. Man hat gemerkt, dass sie viel Erfahrung hat, ein strahlendes Lächeln in die Kamera zu werfen.^^

Nun folgte nur noch die Abschlussveranstaltung…

…auf der auch Kaya Matsutani und Kohei Tanaka wieder kurz auftraten.

Ansonsten standen natürlich noch die Ergebnisse des deutschen Vorentscheids für den World Cosplay Summit 2012 aus.

May’n wurde extra noch auf die Bühne geholt, damit Sie den „1. Preis“ übergeben konnte und zwar an Anna Maxeiner und Claudia Heinrich, die als Team „Rainbow Riders“ Deutschland in Japan vertreten werden.

Auch die Helfer durften sich noch mal auf der Bühne feiern lassen:

Natürlich schauten auch die japanischen Ehrengäste noch mal vorbei, um sich einzeln zu verabschieden.

Die Gewinner der Conball-Jagd wurden auch noch verkündet, wobei ich die Fragen, die ich gesehen habe, wirklich heftig fand. Zudem wurden u.a. auch die Gewinner-Videos des AMV-Wettbewerbs noch einmal gezeigt.

Wie nicht anders zu erwarten war die Connichi 2011 mit dem Ende des Abschlussveranstaltung zu Ende, aber da ich natürlich nicht alles in dieser chronologischen Abhandlung unterbringen konnte, erwähne ich noch ein paar weitere Punkte zum Programm.

Zum einen gab es ein sehr umfangreiches Videoprogramm, welches von Deutschland-Premieren der deutschen Synchronisation wie bei Tokyo Magnitude 8.0, Welcome to the Space Show, Redline, One Piece Movie 6, Black Butler II oder Maid-sama bis hin zu Anime-Klassikern wie Slayers oder Maison Ikkoku ging. Die 4 Videoräume sollten eigentlich zu jeder Zeit für jeden Geschmack etwas geboten haben.

Natürlich konnte man sich auch wieder im Games-Room an Konsolen vergnügen, seine Gesangkünste(?) beim Karaoke zum Besten geben oder Go spielen. Neben dem Bring&Buy, was ich auch selbst als Einnahmequelle nutzte, konnte man auch absurd viel Geld für komische Artikel bei Bring & Auction loswerden. Es gab sogar einen Massageraum, wobei es im Gegensatz zu anderen Cons kein Maid-Cafe gab, aber dafür gab’s ja viele Cosplayer, die trotzdem so kostümiert herumliefen^^.

Wenn man sich an einem Wochenende weiterbilden möchte, kann man das sehr gut in den zahlreichen Workshops tun, von „Cosplay fotografieren (den hätte ich echt mal nötig), über „Japanisch für Anfänger“ bis hin zu Exoten wie „Kreatives Schreiben von Songtexten für Anime-Songs“ gab’s viel interessantes, auch wenn ich für sowas einfach zu faul bin. Beim „Kalligraphie-Kurs“ denke ich immer an eine Haruhi, die Mikuru aus ihrem Club wegzieht…

Die Cosplay-Wettbewerbe habe ich auch nicht gesehen und die Showgruppen mussten auch ohne mich auskommen, aber ich vermute mal, man konnte sich dort gut unterhalten lassen.^^

Zwischendurch nutzte ich aber noch die Zeit, um mir ein paar Sachen signieren zu lassen. Da Kaya Matsutani als Seiyuu von Diana Caprice und Kohei Tanaka als Komponist bei Sakura Wars V mitwirkten, bot es sich natürlich an, das Artbook der US-LE des Spiels mitzubringen.

Beide blätterten auch ziemlich aufgeregt und begeistert durch das Buch und freuten sich über dieses recht ungewöhnliche Merchandise. Auch Osamu Kobayashi war sehr interessiert, als ich ihm die Anleitung der deutschen Version von Grandia hinlag (dort wirkte er u.a. als World Designer mit) und mein Gurren Lagann / Yoko Poster ist nun auch mal wieder um eine Unterschrift reicher (er war dort Episodenregisseur) . Zudem lag ich Michihiko Suwa den 14. Detective Conan Film hin.

Nun wird’s aber mal Zeit für ein Fazit: Mit rund 18000 Besuchern ist die Connichi wohl nun die größte Anime-Convention in Deutschland und ich denke vollkommen zu recht. Auch wenn mich die Ehrengäste nicht unbedingt umgehauen haben, was aber bei deutschen Conventions auch selten passiert, hätte ich eh nur unter großer Mühe mehr Panels unterbringen können und das GAINAX-Panel war gelungen wie eigentlich jedes Jahr. Allerdings war May’n als musikalischer Gast sicherlich eine kleine Sensation für eine deutsche Convention und das Konzert wird für mich als Highlight der Convention in Erinnerung bleiben. Da bin ich mal gespannt, ob man da nächstes Jahr etwas vergleichbares bieten kann. Ansonsten sollte eigentlich keiner sich bei dem Programm langweilen, es ist sogar eher so, dass ich mir fast wünschen würde, man würde noch einen Tag dranhängen^^.

Zwar merkt man immer noch an mehreren Stellen, dass die Planung noch nicht ganz so rund läuft wie z.B. bei der AnimagiC (Verschiebungen im Festsaal, sehr lange Schlangen bei Bring&Buy) und das ganze wirkt immer noch etwas „unprofessioneller“ an einigen Stellen, aber da immer betont wird, dass es eine Convention ist „Von Fans für Fans“, muss man einiges nicht ganz so ernst nehmen wie bei einer Industrie-Convention, die zudem auch deutlich höhere Eintrittspreise verlangt. Sehr interessant fand ich auch, dass im Gegensatz zur AnimagiC das Gelände und sogar ein Teil des Innenbereichs ohne Karte erreichbar ist, wobei vielleicht auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel besser laufen könnte, welche vielleicht weniger hohe Auflagen fordert als Bonn bei der AnimagiC. Zudem hilft vielleicht auch der Park mit seinen recht wenigen Eingängen dafür, dass das Gelände teilweise etwas abgeschirmter ist, wobei man auch zahlreiche Spaziergänger sieht, die sich einfach nur am bunten Treiben erfreuen. Mir sind zumindest keine Störenfriede aufgefallen, die einfach nur Ärger machen wollten.

Vor allem der Anbau half dieses Jahr, dass sich die Lage innen trotz der vielen Besucher etwas entspannt hat, meinem Gefühl nach, und die Stadthalle zeigt, das sie wirklich ein fantastischer Ort für eine solche Convention ist. Sehr schön finde ich auch, dass sich die Connichi bei sehr vielen als die wichtigste Convention durchgesetzt hat, da man einfach sehr viele Leute aus dem „Internet“ trifft und im allgemeinen die Atmosphäre sehr locker ist – auch wenn der Altersdurchschnitt wohl bei der Connichi deutlich geringer als z.B. bei der AnimagiC ist. Besonders stark fällt mir das aber nicht auf, man kann sich ja aussuchen, mit wem man sich abgibt^^.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich möglichst Anfang des nächsten Jahres um eine Karte zu bemühen, denn auf dieser Convention findet man fix Leute, die man aus dem Internet kennt und es macht einfach Spaß sich ein Wochenende lang ohne „Alltagssorgen“ sich seinem Hobby mit Gleichgesinnten hinzugeben – und dafür bietet die Connichi auch viele Programmpunkte, die einen prima unterhalten können, was will man mehr?

Die nächste Connichi findet übrigens vom 7. bis 9. September 2012 statt und ich werde garantiert wieder dabei sein.