Am Animagic Sonntag von 11:30-13:30 fand im großen Anime-Kino das Special zur Serie Sword Art Online statt. Dieses bestand aus einem Screening der ersten Episode mit deutschem Dub, einer Q&A Runde und abschließend einer Signierstunde.

Dieser Eintrag wird sich dem Fragen- und Antwortteil widmen.

Anwesende:

Shinichiro Kashiwada (Produzent von OreImo 2, SAO)

Aoi Eir (Theme Song Fate/Zero (ED), SAO (OP2))

Patrick Keller (Sprecher Kazuto Kirigaya/Kirito (SAO), Nova (Arcana Famiglia))

Peter Lehn (Sprecher Tsutsugami Gai (Guilty Crown), Nobuyuki Sugou/Oberon (SAO))

Der ursprünglich angekündigte Gast Tomonori Ochikoshi musste aufgrund eines Todesfalles in seiner Familie kurzfristig absagen, Ko-Produzent Kashiwada konnte jedoch für ihn einspringen.

 

Nebst Fragen rund um Sword Art Online selbst, gibt es noch einige interessante Informationen von Aoi Eir über ihre Sängerkarriere und einen Einblick in die Arbeitsweise deutscher Synchronsprecher.

 

Frage: (An Kashiwada) Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Sword Art Online zu machen? Hat Sie z.B. der Anime .hack inspiriert, in dem es ja auch um ein Online-Spiel geht?

Kashiwada: Ich denke, dass es sich dabei um ein komplett unterschiedliches Werk handelt. Sword Art Online ist zwar in der Tat nach .hack entstanden, aber sie haben nichts direkt miteinander zu tun. Beides sind Fantasy-Geschichten und es gibt sicherlich viele Dinge, die sich überschneiden oder ähnlich sind, was sie vor allem für das Publikum möglicherweise gleichermaßen interessant macht.

 

Frage: (An die Synchronsprecher) Wie ist es so, seine eigene Stimme im Anime zu hören?

Lehn: Ich hab ja meine Stimme vorhin nicht gehört (Gelächter).

Keller: Also ich hab ja schon ein bisschen Synchro gemacht und von daher kenne ich meine Stimme mittlerweile einfach, man ist an sie gewöhnt. Ist natürlich cooler mit dem ganzen Bass, den man eben gehört hat (lacht) und es ist auch eine wahnsinnig große Ehre, sich in so einem absolut noblen Animetitel hören zu dürfen.

 

Frage: (An Kashiwada) Als die Geschichte ausgearbeitet wurde, stand da der Plot im Vordergrund und die Charaktere wurden quasi in diese Welt reingeschrieben? Oder sollte die Story über die Charaktere erzählt werden und die Welt ist dann darum gewachsen?

Kashiwada: Ich weiß nicht, ob es in Deutschland erschienen ist, ich glaube ja eher nicht… Aber ursprünglich gibt es in Japan die Light Novel Sword Art Online, das die Originalvorlage des Anime darstellt. Sie wurde von Reki Kawahara geschrieben, also stammen sowohl Geschichte als auch Charaktere von ihm. Das Werk ist vor über zehn Jahren erstmalig auf seiner privaten Homepage veröffentlicht worden und später dann als gedrucktes Buch über Ascii Media Works in der Reihe Dengeki Bunko erschienen. Der Roman hat auch Preise erhalten, deshalb wundere ich mich, warum er nach so vielen Jahren wieder aufgegriffen wurde und jetzt erst einen Anime bekommen hat.

 

Frage: (An die Synchronsprecher) Ist der Aufnahmeprozess hier in Deutschland ähnlich wie in Amerika? Von der amerikanischen Synchronszene habe ich gehört, dass am Anfang des Tages oder am Anfang der Woche die ruhigen, normalen Szenen eingesprochen werden und das ganze Geschrei und die Kampfszenen dann an einem Stück am Ende abgearbeitet werden.

Lehn: Ja, denn sich wirklich alle fünf Minuten einen Kamillentee oder so reinzupfeifen wäre unsinnig. Damit nicht alles schon total aufgekratzt ist und man eben die ruhigen Dinge nicht mehr hinkriegt, macht man das schon so, dass man sich wirklich alles Geschreie und Gesterbe– (Gelächter) für den Schluss aufhebt. Um da ein bisschen die Stimme zu schonen und ihr eben bis zum nächsten Tag auch die Chance zur Regeneration zu geben(, macht man das füe gewöhnlich so). Damit man da nicht (nach kurzer Zeit schon) so „ah—“ (imitiert ein heiseres Geräusch)

Keller: Was ich dazu vielleicht noch erzählen könnte… Gerade bei Sword Art Online haben wir extra einen Aufnahmetag ganz am Ende für alle richtig extrem krassen Schreie angedacht. Es hieß nämlich „wenn du die Schreie machst, dann kannst du fünf Tage nicht mehr sprechen“. (Gelächter)

Und ich hab auch, glaube ich, wirklich drei Tage keinen Ton mehr rausgekriegt, weil das teilweise Sieben-Sekunden-Schreie waren, die wirklich mit voller Wucht und Inbrunst gebrüllt werden mussten–

Lehn: Da ist er noch gut weg gekommen. (Gelächter)

 

Frage: (An Kashiwada) Besteht die Möglichkeit, dass die Light Novel Arcs Phantom Bullet und Alicization auch noch verfilmt werden? Soweit ich weiß, läuft die Light Novel Reihe ja noch in Japan.

Kashiwada: Nach dem Fairy Dance Arc gibt es ja noch einige weitere Geschichten wie zum Beispiel das von dir genannte Alicization. Genau wie ihr hier in Deutschland würden auch die japanischen Fans gern eine Fortsetzung sehen.

Wir versuchen diesen Wünschen nachzukommen, aber in der Produktion eines Anime sind eine Menge Institutionen involviert und deshalb kann das noch dauern. Also wir würden es wirklich gerne umsetzen, aber noch steht da nichts konkretes fest. Wir denken darüber nach.

 

Frage: (An Lehn) Wie hat man sich so gefühlt Oberon zu sprechen? (Gelächter, Zwischenruf: „Nicht spoilern!“)

Lehn: Du machst mir Spaß.

Also das hat brutal Spaß gemacht. Es gibt eigentlich nichts in dem Bereich, was mir tatsächlich so viel Spaß gemacht hat. Weil der eben auch so eine krasse Entwicklung durchmacht, einen Wandel vom perfekten Schwiegersohn, den er versucht vorzuspielen und dann am Ende (stoppt). (Gelächter) Naja, dann hat er doch schon ordentlich einen an der Klatsche. Das macht total Spaß, dieses Ausrasten und diese fiese Ader auch mal ausleben können, nicht nur im Straßenverkehr. (Gelächter) Das hat total Spaß gemacht, ja.

 

Frage: (An Kashiwada) Im Anime wurde im zweiten Abschnitt, dem Fairy Dance Arc, ein Story-Abschnitt ausgelassen, in dem Kirito und Leafa nach Jötunheimr reisen. Warum wurde das nicht animiert und besteht die Möglichkeit, dass es vielleicht als OVA umgesetzt oder in eine zweite Staffel integriert wird? Es ist ja so, dass diese Geschichte später eine Basisinformation für das Caliber Arc darstellt.

Kashiwada: Ich bin etwas überrascht über so eine spezielle Frage, das hatte ich nicht erwartet. Du kennst dich da ja besser aus als ich. (Großes Gelächter gefolgt von Applaus)

Das eben war die Witz-Antwort. Es ist so, dass ein Anime in einem bestimmten Rahmen produziert wird und man eben auch nur ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung hat. Da muss man dann entscheiden, welche Teile der Story essentiell sind und dabei fallen auch schon mal Sachen unter den Tisch. Es kann natürlich sein, dass es später noch einmal wieder aufgenommen wird, aber hier war es zu unserem Bedauern zeitlich nicht mehr möglich es umzusetzen.

Das Caliber Arc… Nun, darin taucht auch noch ein Charakter namens Sinon auf, der bisher noch nicht (im Anime) aufgetreten ist. Wie schon gesagt gibt es so einige Dinge, die zeitlich eben nicht mehr machbar waren. Es ist noch unklar, ob es eine Fortsetzung geben wird oder nicht, bitte seid da geduldig. Ich persönlich würde ja sehr gern eine zweite Staffel machen, kann aber nichts versprechen.

 

Frage: (An Kashiwada) Vor ein paar Monaten wurde ein Spin-Off angekündigt vom Alfheim Arc mit Leafa, Silica und Liz. Gibt es da irgendwie schon mehr Informationen zu? Bisher gab es da nur einen kleinen Zeitschriftenartikel zu, in dem es hieß „erscheint Ende Sommer“ und danach kam nichts mehr.

Kashiwada: Naja, einen Manga gibt es schon, aber einen Anime geplant haben wir davon nicht. Es ist ja ehrlich gesagt so, dass von der Hauptstory noch unzählige spannende Geschichten fehlen. Natürlich sind auch die Charaktere aus solchen Spin-Offs ansprechend und man würde gern mehr dazu veröffentlichen, aber wir wollen uns doch zuerst auf die Hauptstory konzentrieren und selbst da kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nichts zu einer direkten Fortsetzung sagen.

Ach und, das hat jetzt nichts hiermit zu tun aber es wäre schön, wenn ihr auch mal Fragen an Aoi Eir hättet, damit ihr ihre schöne Stimme hören könnt! (Gelächter)

Aoi Eir: Dann stelle ich mich doch mal verspätet vor. Ich bin Aoi Eir und habe den Titelsong des Fairy Dance Arcs „Innocence“ gesungen.

 

Frage: Was für ein Zufall, ich hatte nämlich gerade eine. (Applaus)

Ich wollte wissen, wie Sie in das Projekt involviert wurden, wurden Sie da einfach angesprochen von den Produzenten? Außerdem würde ich noch gern wissen, ob Sie da völlige Freiheit hatten oder ob Sie Vorgaben erhalten haben?

Aoi Eir: Also ich mochte Spiele ja ohnehin schon gern und für Sword Art Online habe ich Demo-Tapes mit verschiedenen Liedern aufgenommen, von denen ich dachte, dass sie passen könnten. Diese habe ich an die Produzenten geschickt und eines von ihnen wurde dann schließlich ausgewählt.

Frage: Und das hat schon so gefallen, dass es quasi so übernommen wurde?

Aoi Eir: Nachdem sie sich für das Lied selbst entschieden hatten, wurde schon noch Feinarbeit daran geleistet, sodass es zu Sword Art Online passt und ein bestimmtes Gefühl wiedergibt. Das fertige Stück war dann „Innocence“ wie ihr es kennt.

 

Frage: (An Kashiwada) Stimmt es, dass Accel World und Sword Art Online in der selben Timeline spielen und dass Kuroyukihime eventuell die Tochter von Kirito und Asuna ist? (Gemischte Reaktionen, Zwischenrufe „Spoiler!“)

Kashiwada: Ob sie die Tochter ist oder nicht weiß ich nicht. Aber – ich denke von euch wissen das vielleicht schon einige – der Autor Kawahara-san hat tatsächlich eine Geschichte geschrieben, in der Kirito und der Held von Accel World gegeneinander kämpfen. Ob sie nun wirklich in der gleichen „Welt“ spielen kann ich nicht sagen, aber die beiden Serien ähneln sich vom Setting her ja schon, von daher wäre das schon möglich.

 

Frage: (An alle) Habt ihr selbst schon mal MMORPGs gespielt und könnt ihr euch vorstellen, wenn es so etwas wie Sword Art Online im realen Leben gäbe, es zu spielen?

Lehn: Also ich könnte es mir an sich schon vorstellen. Aber nicht, wenn man sich nicht ausloggen kann. (Gelächter)

Keller: Wenn man sich nicht ausloggen kann, würde ich die ganze Zeit in der Anfangsstadt bleiben und darauf warten, dass das andere für mich machen. (Gelächter) Ansonsten, ja… Wär schon cool.

Aoi Eir: Also ich mag sowieso Online-Spiele sehr gern, früher habe ich auch Ragnarok Online gespielt. Wenn es ein Full-Dive Spiel wie Sword Art Online gäbe, würde mich das gefühlsmäßig so sehr mitnehmen, dass ich wahnsinnig werden würde, und genau deshalb… würde ich es gern spielen. (Gelächter und Applaus)

Kashiwada: Ich mag solche Spiele sehr gern und wenn man vergessen könnte, was in Sword Art Online passiert ist, würde ich so etwas gern spielen. Da könnte ich dann auch meine Arbeit vergessen.

 

Frage: (An Eir) In Japan gibt es ja das Event Animelo Summer Live, auf dem viele große Musiker vor einem riesigen Publikum auftreten. Da waren Sie ja auch dieses Jahr. Wie ist das denn so vom Gefühl her, da das Publikum hier in Deutschland vergleichsweise ja eher klein ist?

Aoi Eir: Gestern durfte ich ja hier auftreten und weil das mein erster Deutschlandauftritt war, war ich auch sehr aufgeregt. Die Größe des Publikums hat damit nichts zu tun, egal wo ich hingehe, bin ich nervös. Und gestern, als ich zum Beispiel alle lachenden Gesichter gesehen habe und gemerkt habe, dass ihr voll dabei wart, hat mir das natürlich auch viel Freude bereitet. Heute werde ich ja draußen noch einmal auftreten, worauf ich mich schon freue und ich würde auch gern nochmal herkommen!

 

Frage: (An Eir) Wie sind Sie zu dem Künstlernamen Aoi Eir gekommen ist und welche Bedeutung hat der Name?

Aoi Eir: Der Name Eir stammt von der Göttin der Heilkunde. Ich hatte früher schon den Traum Sängerin zu werden, was aber nicht so einfach geklappt hat. Stattdessen dachte ich dann daran, Krankenschwester zu werden. Und während ich darauf hingearbeitet habe, bin ich über ein Videoportal entdeckt worden. Um etwas von dieser Zeit sozusagen etwas „mitzunehmen“ habe ich den Namen Eir gewählt.

Und Aoi… Bei Computern und im Internet zum Beispiel gibt es ja immer einen Benutzernamen und da habe ich Aoi benutzt. Ich dachte der Name Aoi-chan ist niedlich, also habe ich das hinzugefügt.

 

Frage: (An Eir) Was ist Ihr bedeutendster bzw emotionalster Song?

Aoi Eir: Mir sind alle wichtig. Aber wenn ich zum Beispiel Innocence singe, dann spüre ich da ein besonders starkes Gefühl.

 

Frage: (An Eir) Haben Sie einen Lieblingscharakter in Sword Art Online? (Der Übersetzer spricht Aoi Eir zunächst auf deutsch an. Großes Gelächter. Der Fragesteller stellt seine Frage anschließend selbst auf Japanisch.)

Aoi Eir: Ich mag ja Männer, die gut im Zocken sind und deshalb liebe ich Kirito!

 

Frage: (An Kashiwada) Es gibt es ja Gerüchte über eine Fortsetzung, die den Gun Gale Online Part behandeln soll. Wie sieht es damit aus?

Kashiwada: Wenn man nach der Reihenfolge geht, kommt vor Alicization ja noch Gun Gale Online mit der zuvor genannten Sinon und auch noch Mother’s Rosario. Diese Arcs sind auch sehr beliebt und viele Leute würden diese gern noch (animiert) sehen. Es wäre schön, wenn wir weiterhin mit diesem Werk weiterarbeiten könnten (aber noch steht nichts fest).

 

Frage: (An alle) Was ist eure Lieblingsszene in Sword Art Online?

Keller: Ich glaube meine Lieblingsszene ist aus dem zweiten Arc, als Kirito im Weltenbaum mit voller Kraft nach oben rusht und dann diese ganz vielen Wächter kommen und ihn mit Pfeilen abschießen wollen und er da halt einfach nicht aufgibt. Er schreit „Und los!“ und metzelt dann alles nieder, reißt dem einen den Kopf ab und ist total Feuer und Flamme für seine Geliebte da hoch zu rennen. Das fand ich so emotional und so gewaltgeladen (Gelächter). Das war eine sehr coole Szene.

Lehn: Ich darf ja eigentlich nicht.

Naja, aber wie schon gesagt hat mir der Charakter an sich schon total Spaß gemacht, weil er halt so schön einen an der Klatsche hat (Gelächter). Dementsprechend ist das auch meine Lieblingsszene, in der er Kirito verspottet, um Asuna zu ärgern und immer wieder nachbohrt und mit dem Level spielt, wie viel Schaden oder Schmerz man tatsächlich spüren kann. Das ist eigentlich für mich die coolste Szene gewesen. Dieses Verhöhnen und am Ende dann doch aufs Maul (Großes Gelächter).

Kashiwada: Ich denke meine Lieblingsszene ist, als Kirito Asuna einen Heiratsantrag macht und sie diesen annimmt. Also nicht nur die Szene selbst, sondern wie sie anfangen, füreinander Gefühle zu entwickeln und dann darauf hinarbeiten.

Aoi Eir: Für mich ist der Fairy Dance Arc natürlich wichtig und naja… Es machte mich verlegen und regte mich gleichermaßen auf, als sich ganz am Ende Asuna und Kirito küssen. Das war so ein Gefühl von „Aaaaaah!! MEIN Kirito-kun…!“ (Gelächter) Das hat mich geärgert.

 

Frage: (An Kashiwada und Eir) Bei der letzten Folge sieht man ja wie sie alle– (Publikum wird laut) naja zu diesem… Turm gehen und es quasi noch einmal versuchen wollen. Wird es davon noch eine OVA oder einen Film geben? Und wenn ja, wird Aoi Eir dann noch mal ihre Stimme leihen und ein Lied dazu produzieren?

Kashiwada: In Japan wurde ja ein Spiel herausgebracht, bei dem man von Ebene 76 bis Ebene 100 kommen muss. Da es diese Ebenen auch in der Vorlage nicht gibt, ist es sowohl für die Leser der Novel als auch Zuschauer des Anime interessant zu sehen, wie diese aussehen und was dort passieren wird. Ein Anime ist in dieser Richtung allerdings nicht geplant.

Aoi Eir: Also wenn es da etwas gäbe, würde ich sehr gern dafür singen!

 

Frage: (An die Synchronsprecher) Seid ihr auch so Anime-begeistert und guckt euch welche in eurer Freizeit an? Oder habt ihr damit nur für den Beruf zu tun und guckt es quasi zur Vorbereitung?

Lehn: Also bei mir ist es tatsächlich so, dass ich, bevor ich damit angefangen habe solche Sachen zu sprechen, tatsächlich noch gar keine Berührung damit hatte. Dadurch bin ich dann erst so ein bisschen rein gekommen. Inzwischen gucke ich mir aber auch Serien an, bei denen ich selber nicht mitgemacht hab. Es hat mich jetzt tatsächlich auch so ein bisschen begeistert muss ich sagen und ich bin der Meinung, dass es einfach ziemlich unterschätzt ist. Ich hoffe, dass ich da jetzt nicht der Einzige bin, der sich das öfter mal anguckt.

Keller: Als Jahrgang ’91 denk ich mal, dass ich der Generation angehöre die, wenn sie von der Schule heimkamen, RTL2 geguckt haben (Applaus). Dementsprechend habe ich die ganzen Mainstream Serien von Dragon Ball Z, One Piece, Detektiv Conan– (Applaus). Ja und ich gucke immer noch gerne Anime und kaufe mir Anime. Was ich aber sagen muss… Ich bin jemand, der viel zu faul ist Untertitel zu lesen. Deshalb gucke ich eigentlich immer in deutscher Synchro und warte auch immer bis es eine deutsche Synchro gibt.

Allerdings war Sword Art Online der allererste Anime, den ich wirklich auf Japanisch geguckt habe. Weil ich dachte mir so, als ich gehört hab, dass ich Kirito sprechen soll, „Okay, als Vorbereitung schaust du dir mal alle 25 Folgen vorher an“ (Applaus).

 

Das Panel schien bei den Besuchern großen Anklang zu finden, da trotz anfänglicher Zurückhaltung zahlreiche Fragen gestellt wurden und die Runde gut zehn Minuten länger ging, als zu Beginn angekündigt.

Viele Leuten sprachen zusätzlich zu ihren Fragen noch Lob an die Beteiligten, vor allem die deutschen Sprecher aus.

Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass manche Besucher sich vorher darüber informiert hätten, dass SAO eine Buchvorlage hat. So wurden einige Fragen gestellt, die der arme Produzent überhaupt nicht wissen konnte ^^; (Ob sie eine Antwort bekommen hätten, wenn es Kawahara Reki selbst gewesen wäre, sei mal dahingestellt…) Auch einige Dopplungsfragen zu einer potentiellen zweiten Staffel hätten nicht unbedingt sein müssen. Langeweile kam trotzdem nicht auf; meiner Meinung nach haben vor allem die Synchronsprecher sehr zu einer aufgelockerten Atmosphäre beigetragen.

Fanartquelle