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Ein paar Gedanken zur DoKomi 2016

by TMSIDR

Durch Diskussionen auf Twitter kam ich nun doch noch auf die Idee ein paar Gedanken zur DoKomi 2016 niederzuschreiben. Das ist nun auch klar meine eigene Meinung und ich habe nicht noch lange recherchiert, welches Feedback im Netz an die Con ging.

Schon im Vorfeld wurde meine Vorfreude etwas getrübt, da zwar oft von Ehrengästen die Rede war, aber die abgedeckten Bereiche interessierten mich wenig bis gar nicht. Wirklich interessant für mich war nur die Sängerin Shiena Nishizawa, deren Lieder aus KanColle und The Asterisk War ich gern mochte. Das Konzert gefiel mir auch gut und das war dann auch der einzige Programmpunkt, den ich mir außerhalb der Eröffnung und der Abschlussveranstaltung angeschaut habe.

Wie auf anderen Conventions wurden natürlich wieder Cosplayer (Tomia, Sansin und Liui Aquino) aus dem Ausland eingeladen. Zwar interessieren die mich nicht, aber die Anzahl 3 ist sogar noch ziemlich überschaubar, wenn man das mit anderen Cons vergleicht, also finde ich das durchaus in Ordnung.

Drei eingeladene Tänzer (Haku, Ryusay Yaro und K’suke) sind im Prinzip auch ok, da der Dance Off Contest ist ja scheinbar sehr beliebt ist.

Zwei „eingeflogene“ DJs (MK und kors k) für die Chocolate-DisKo sind nachvollziehbar (ich vermute mal DjKnuX und DJ BrainShit fahren Zug 😉 ), wobei man die als normaler Besucher ja nur bei Signierstunden „erleben“ durfte, denn für die Veranstaltung selbst muss man ja extra zahlen.

Ein Chefdesigner (Shunsuke Hasegawa) und ein Model (Misako Aoki), die am Freitag nur ein Event veranstalteten, und ansonsten ihren Stand bewohnen, werden wohl auch nur eine Minderheit erfreuen.

Toshio Maeda (Mangaka) ist bestimmt ein interessanter Ehrengast für manche Kreise, aber ich verstehe schon, warum eine andere große Convention in Deutschland ihn nicht haben wollte: Man sollte froh sein, dass man Anime und Manga nun nicht mehr nur mit Tentakeln in Verbindung bringt…

Jamie-Lee Kriewitz ist mit großer Wahrscheinlichkeit der bekannteste Ehrengast und ich fand das Lied bei Eröffnung auch durchaus ok, aber da sie ansonsten nur für eine Signierstunde zur Verfügung stand, wurde das Programm durch sie auch nicht stark bereichert.

Thomas Astruc mag für Fans von Miraculous Ladybug sehr interessant sein, aber eine französisch-japanische-koreanische CGI-Serie lässt das Herz eines „normalen“ Animefans auch oft nicht höher schlagen.

Tokyopop brachte noch zwei deutsche Mangaka (Anna Backhausen & Sophie Schönhammer) und Kore Yamazaki (Die Braut des Magiers) mit, die signieren durften. Vor allem letztere sollte manch Mangafan sehr erfreut haben, wobei ich mich frage, warum es nur Signierstunden mit ihr gibt und keine Panels oder ähnliches.

Wie man an meiner Zusammenfassung leicht erkennen kann, bin ich nicht gerade begeistert von dieser Ehrengastauswahl. Normalerweise hatte ich bei der DoKomi auch nie große Erwartungen, aber dieses Jahr stellt sich nun wohl an die Spitze der deutschen Cons, wenn man nur auf die Besucherzahl schaut (31000). Ehrlich gesagt erwarte ich da zumindest einen Ehrengast aus der Animeecke. Wenn man nicht so kommerziell-mainstream sein möchte (Miraculous Ladybug ist natürlich mindestens genauso kommerziell-mainstream wie jeder Anime, und von Jamie-Lee Kriewitz wollen wir lieber gar nicht anfangen), könnte man auch Illustratoren von Visual Novels oder Doujinshi-Zeichner einladen. Diese sieht man genauso selten auf anderen Cons wie Tänzer oder Modeschöpfer. Ich finde es einfach schade, dass eine so erfolgreiche Con die Prioritäten nur so ungewöhnlich setzt. Während z.B. auf der einen Seite Cosplayer gefeiert werden, sind die eigentlichen Schöpfer der Kostüme (Charakterdesigner etc.) den Leuten irgendwie egal. Ich finde es einfach wichtig, dass deutsche Conventions Leute aus der Animeindustrie rüberholen, um zu zeigen, dass die Arbeit der Menschen, die in der Branche arbeiten, wertgeschätzt wird. Es ist klar, dass es nicht einfach ist, japanische Ehrengäste aus der Branche nach Deutschland zu holen, aber wenn die Connichi und die AnimagiC das seit Jahren schaffen, sollte die DoKomi es auch hinbekommen. Wenn die Leute bei der Umfrage mehr Gaming haben wollen, wäre vielleicht ein Ehrengast aus der Ecke auch nicht verkehrt (wobei man kors k mit Wohlwollen dazu ordnen könnte). Klar liegen die Prioritäten wohl nicht bei Ehrengästen, aber für Abwechslung im Programm wäre das sehr hilfreich. Es wäre auch sehr schön, wenn die geladenen Ehrengäste nicht nur für Autogrammstunden oder „extra Veranstaltungen“ zur Verfügen stehen würden, sondern auch immer ein Panel oder anderes Passendes anbieten könnten.

Überhaupt finde ich es mittlerweile lächerlich, dass man am Samstagabend immer noch kein normales Abendprogramm anbietet. Sowohl Ball als auch Disko verkaufen sich recht schnell aus und der Rest der Besucher darf „nach Hause“ gehen. Warum kann man kein Animequiz oder Panel in leeren Räumen veranstalten? Wenn man sich manch Kritik an der Disko anschaut, wäre es für manche wohl auch toll, wenn es eine weitere Disko mit J-Rock etc. geben würde. Die kleinen Cons schaffen es doch  auch, dass man bis spät in der Nacht irgendwie auf der Con Zeit totschlagen kann. Es gibt ja noch nicht mal ein Videoraum, dabei könnte man abends im Bühnenraum auch etwas zeigen, wenn ansonsten der Platz fehlt. Man könnte auch einfach das Konzert in die Abendstunden verschieben und vielleicht noch einen weiteren musikalischen Ehrengast einladen. Möglichkeiten gibt es genug!

Man merkt schon deutlich, dass man versucht alle möglichen Ideen umzusetzen, aber für eine so große Convention finde ich die Ergebnisse schon etwas traurig:

  • Es wird groß von einem Bällebad geredet (die Idee verursachte auch schon Augenrollen bei mir) und dann ist es ziemlich winzig. Wobei dafür anscheinend das Crowdfunding Geld ausgegeben wurde (für das Lasertag auch…), also war die Zurückhaltung vielleicht doch nicht ganz verkehrt.
  • Die Fotoecken (vor allem in Halle 3) erschienen mir nicht gerade gut genug beleuchtet gewesen zu sein, um dort ohne Blitz gut Fotos machen zu können.
  • Es wurde groß von mehr japanischem Essen geredet, aber ich und viele andere haben davon wohl nicht viel gesehen. Vielleicht war es auch einfach zu gut versteckt.
  • Ich weiß nicht genau, was bei der Änderung des Schlangensystems beim Maidcafé schief gegangen ist, aber besonders gut hat es wohl nicht geklappt. Die sehr lange Schlange in Halle 3 war kaum zu übersehen.
  • Wie auch sonst oft bei solcher Technik, spann das Kartensystem wohl auch manchmal wieder. Überhaupt benötigt man wohl mehr Eingänge, denn der Einlass dauert sehr lange meinem Empfinden nach. Vielleicht noch mehr Platz anmieten, wenn man so den Einlass ohne Barcodelesen ermöglichen könnte. Bei der AnimagiC und Connichi geht das bedeutend schneller, zumindest kommt es mir so vor.
  • Einfach ein paar Itasha-Autos (von wechselhafter Qualität) hinzustellen ohne Panel oder weitere Infos (Beispiel durch Tafeln, Flyer) ist auch nicht gerade spannend.
  • Die eine Moderatorin bei der Eröffnung/Abschlussveranstaltung war etwas zu albern und zudem war man etwas schlecht vorbereitet auf der Bühne, wenn man das Geschlecht eines Ehrengastes nicht kennt.
  • Manche offensichtliche Plagiate kann man immer noch bei den Händlern finden.

Vielleicht ist die DoKomi einfach etwas zu schnell gewachsen und glücklicherweise hält man sich mit Selbstlob etwas zurück, soweit ich das auf Facebook sehe, denn der Erfolg hängt bei der DoKomi vielleicht gar nicht mal so stark mit der Con selbst zusammen. Die Cosplayer kommen gefühlt wohl eher wegen dem Nordpark und ansonsten profitiert die Con natürlich auch von der Lage in einer sehr bevölkerungsreichen Gegend. Irgendwie scheint die DoKomi noch(?) den Ruf eines sympathischen Newcomers zu haben ohne die Animexx-Verbindung oder den rein kommerziellen Charakter einer AnimagiC, aber bei dieser Größe sollten auch einfach die Erwartungen steigen. Die AnimagiC und die Connichi können aus Platzmangel nicht wachsen und optimieren eher ihr Programm und versuchen Qualität zu bieten. Die DoKomi scheint zu versuchen, Nischen zu füllen, aber irgendwie wirkt das Komplettpaket nun unvollständig auf mich. Die Größe hat auch einfach mittlerweile das Problem, dass man über die 2 Tage Convention trotzdem viele Leute, die man kennt, einfach nicht sieht. Während ich auf der Connichi gefühlt, jeden Bekannten mindestens einmal per Zufall treffe, klappt das auf der DoKomi irgendwie nicht, da es zu viele Orte gibt (alleine der weitläufige Nordpark), wo Leute hingehen können. Das ist eine seltsame Kritik, aber irgendwie verliert eine Convention dadurch auch etwas die familiäre Atmosphäre.

Natürlich ist die Convention insgesamt noch ganz gelungen und ich fand sehr gut, dass man z.B. den zusätzlichen Platz mit vielen Sitzmöglichkeiten ausgestattet hat. Auch konnte die Technik im Bühnensaal überzeugen und im Inneren war das Gedränge auch am Samstag mit dem schlechten Wetter noch in Ordnung, wenn man die große Anzahl an Besuchern berücksichtigt.

Meine Kritik zielt auch eher darauf hinaus, dass wenn eine ehemals kleinere Con plötzlich zur größten wird, dass dann auch meine Erwartungen in einem ähnlichen Maße steigen.

Ich hoffe sehr, dass die DoKomi nächstes Jahr den Freitag als 3. Tag dazu nehmen wird und dabei sein werden wir definitiv wieder, zumindest ist das Hotel schon gebucht. ^_^

P.S. Wer sich wundert, warum ich gar keine Fotos zur Auflockerung verwende: Als ich auf der Convention war, hatte ich gar nicht vor, überhaupt einen Artikel zu schreiben und deswegen nichts außer Cosplay fotografiert. ^^;

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6 comments

Lemon 7. Mai 2016 - 00:06

Interessantes Feedback.
Dass Cosplayer mehr wertgeschätzt werden als die Personen, die für die Existenz des Ursprungsmaterial verantwortlich sind, gefällt mir gar nicht, aber auf den Zug sind mitlerweile gefühlt alle Conventions aufgesprungen. :/

Ich war leider noch nie auf der Dokomi, weil das Programm die Anreise von Berlin für mich irgendwie nicht rechtfertigt.
Verglichen mit den Anime Conventions in Berlin sind die Anzahl und die Vielfalt der Ehrengäste auf der Dokomi aber der absolute Hit.
Allerdings wirkt die ganze Conventions auf mich so, als würde sie sich eher an die hippen Youtube-Vlogger, Facebook-Cosplayer und K-Pop-Kids richten, als an nerdige Animefans. Aber ohne dort gewesen zu sein, kann ich das Publikum und die Stimmung vor Ort nicht einschätzen.

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TMSIDR 9. Mai 2016 - 17:55

Ja, die DoKomi „feiert“ eher die Fanszene selbst als das „Medium“. Das scheint aber auch ein genereller Trend zu sein.

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Diesel 7. Mai 2016 - 08:14

Gut geschrieben und sehr viele Überschneidungen mit meinen Gedanken zur DoKomi.

Mit der Größe geht einfach das Familiäre verloren und damit ändern sich die Ansprüche.

Zu den Itasha kann ich etwas sagen, was es zumindest erklärt. Ich hätte meinen Wagen auch dazu stellen können und hab daher einiges Mit bekommen. Am Ende war es mir einfach zu umständlich. (Wenn man aus Berlin kommt ist den Tank auf Reserve bringen irgendwie verdammt blöd. Und der Wagen steht dann auch nicht als Zwischenlager für Trinken o.a. zur Verfügung.) Da haben es sich sicher ein oder Zwei mehr als ich überlegt ob sie das machen.

Dann ist die Itasha Szene bei uns noch winzig. Man bekommt einfach nicht 5 oder 10 Hochwertige Komplettdesigns mal eben so.

Die DoKomi hat auch nur den Platz zur Verfügung gestellt und Aussteller Tickets spendiert. Damit ist das Angebot auf die beschränkt, die es sowieso irgendwie zur DoKomi schaffen. Ein Spanier oder jemand aus dem Süden oder Westen Frankreichs, oder aus England wird es sich für ein Aussteller Ticket 3 mal überlegen ob er überhaupt kommt oder mit dem Auto anreisen will.

Das die DoKomi nicht dieses Jahr schon auf 3 Tage Ausgeweitet hat ist für mich auch absolut unverständlich. Je mehr Programm und Fläche, desto länger braucht es eben ein mal komplett durch zu kommen. Vor allem wenn die Con so früh abgeschlossen wird und man so oft so viel Zeit mit Warten und Schlange stehen verbringt. Und bei den deutschen Cons gehört das „Auch mal Abhängen, Freunde treffen und Fotos machen“ eben für verdammt viele mit dazu. Die DoKomi wirbt ja auch aktiv mit dem Nordpark als Location.
Aber das soll sich ja wohl nächstes Jahr (Vielleicht! Im Programmheft stehen ja noch 2 Tage.) ändern.

Mit den Cosplay Gästen macht die DoKomi auch noch am meisten. Da gibt es zu Autogramm und Fotostunden zumindest noch workshops. Panel bin ich mir grad nicht sicher.

Zum Nischen Füllen:
Für mich scheint es auch sehr so als wenn die DoKomi sagt „Wir haben jede menge Platz. Da hast du was, mach was draus.“ Zumindest war es bei den Itasha so.

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TMSIDR 9. Mai 2016 - 18:07

Danke für die Infos zu den Itashas. Ich sah die Aufkleber auf den Tankdeckeln und vermutete schon, dass der Aufwand die Autos „messetauglich“ zu bekommen gar nicht mal niedrig war.

Vielleicht profitiert die DoKomi auch davon, dass manch Besucher noch gar nicht so viele Cons besucht hat und sich gar nicht über viele lange Schlangen wundert, sondern nur die Zustände wie bei der GamesCom kennt.

Ich denke mit einem ganz so großen Ansturm hat die DoKomi auch gar nicht gerechnet und deswegen erst wieder mit 2 Tagen für 2017 geplant…warum auch immer man da so zaghaft ist, aber wenn man nun schon offen das Thema anspricht, rechne ich nun in der Hinsicht mit einer Änderung. Gespannt bin ich schon sehr auf die Entwicklung, die anderen Cons sind ja scheinbar schon jeweils fast am Maximum angekommen.

Wobei es noch abzuwarten gilt, ob der ComicCom-Boom sich irgendwie auf die Besucherzahlen auswirken wird.

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Andi 24. Mai 2016 - 17:19

Heyho! Spannendes Feedback, ich hab es gerade mit großem Interesse gelesen!

Wie man an den Daten sehen kann, bin ich auch einer der Organisatoren und somit durchforsten wir natürlich auch Blogs & Social Media, um das Feedback auszuwerten und die con im nächsten Jahr zu verbessern. :3

Bei einigen Punkten hab ich noch Rückfragen: du hattest ja beschrieben, dass dir die Gästeauswahl nicht gefallen hatte. Von was würdest du denn gerne mehr sehen wollen? Wenn ich das richtig verstanden habe, mehr aus dem Bereich Illustratoren / Doujinjika und aus der Animeindustrie selber, korrekt?

Dazu vielleicht ein bisschen Insight von unserer Seite: Doujinshika macht natürlich für uns als Doitsu Comiketo Sinn. Tendenziell muss man aber auch sagen, dass es im Ehrengastbereich unzählig verschiedene Interessensgebiete gibt, die man schon lange nicht mehr allesamt abdecken kann. Egal wen man holt, maximal 5% der Besucher werden sich über diesen oder jenen Gast freuen. Es allen recht zu machen ist daher leider schon grundlegend ein Problem. Wir fokussieren uns daher auf Gäste, mit denen man vor Ort einiges machen kann und die den Austausch mit den Fans voran treiben.

Tendenziell helfen wir lieber auch potenziell tollen Sternchen dabei die Karriereleiter raufzuklettern, als bereits riesigen Größen hinterher zu eifern. Wobei grundsätzlich natürlich gilt, man muss mit dem arbeiten was man kriegt. Gäste sind niemals ein Wunschkonzert – zumindest nicht in Japan ^_-! Wir achten zumindest darauf möglichst viele Bereiche und Interessen der Leute abzudecken, aber alles wird man nie bedienen können. Dafür gibt es einfach zu unterschiedliche Interessensgebiete und Special Interests o.o!

Und warum wir mit den 3 Tagen zaghaft sind… Nun gut, das will ja auch alles finanziert werden und muss von einem ehrenamtlichen Team aus 400 Leuten getragen werden. Die Entscheidung ist schwerwiegend, ein Zurück gibt es danach schließlich nicht mehr. Und allein die finanzielle Komponente ist so massiv, wir wären wahnsinnig so eine Entscheidung leichtfertig zu treffen o.o! Wir möchten ja, dass es die Con auch noch in ein paar Jahren gibt. :3

Gibt es denn ein paar bestimmte Punkte, die du dir für das nächste Jahr wünschst? Was muss die Con haben, um mit deinen „Erwartungen“ einer größten Animecon in Deutschland gerecht zu werden ^^?

Reply
TMSIDR 22. Juni 2016 - 21:02

Danke für den Kommentar! Leider war ich in den letzten Wochen mehrmals erkältet und „verdrängte“ die Beantwortung etwas. ^^;

Für mich hinkt tatsächtlich vor allem im Bereich Ehrengäste die DoKomi den anderen beiden großen Cons etwas hinterher. Wenn ich das richtig sehe, wird ja bei den Music-Acts eher darauf geachtet, frische Talente einzuladen, in anderen Bereichen scheinen die Ehrengäste ja auch schon etwas länger in der Branche bzw. ihrem „Hobbybereich“ zu sein. Im Musikbereich finde ich das Angebot auch durchaus ok.

Ich finde z.B. Illustratoren aus Visual Novels bzw. Light Novels würden im Prinzip auch ganz gut passen. Der Visual Novel Publisher Visual Arts bzw. Key ist z.B. auch international auf Cons in letzter Zeit vertreten und ist zwar bestimmt kein Newcomer mehr, aber versucht wohl gerade international etwas zu expandieren. Die sind auch immer groß auf der Comiket vertreten. Das nur mal als Beispiel. Zumindest sollte man versuchen, etwas für den klassischen Animefan zu bieten, denn im Prinzip kommt aus diesem Sektor ja diese Art von Cons. Vielleicht sollte man hier einfach versuchen, mit einem Publisher zusammenzuarbeiten, so ähnlich wie das bei den Mangaka auch schon gemacht wird.

Vielleicht sollte man es so ähnlich wie die Animuc machen, die testweise wohl vor ein ppar Jahren den Freitag dazugenommen hatte, und ihn dann beibehalten hat. Sogar die NiCon bot einen Freitag an, da ist es kein Wunder, dass man sich bei der DoKomi fragt, warum man so zaghaft ist. Wenn man sich da Sorgen um die Finanzierung hat, sollte man halt eher da Crowdfundinggeld investieren als in manch Gimmick, denn von den 3 Tagen haben wohl die meisten Besucher etwas. Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob die Erweiterung gerade für die DoKomi durch den Veranstaltungsort etc. schwieriger ist als für die Konkurrenz, aber bei so einem Anstieg an Besuchern sollte man doch eigentlich etwas Spielraum haben.

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